Dreierpack von Kapllani

Krise in Dresden - Löwen besiegen Ingolstadt

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Wurde von seinen FSV-Kollegen drei Mal gefeiert: Edmond Kapllani

München - 1860 München ist in der 2. Bundesliga auf Tabellenplatz drei gesprungen. Einen guten Tag beim FSV Frankfurt hatte Edmond Kapllani - er traf gleich drei Mal.

Euphorie bei der SpVgg Greuther Fürth, Erleichterung beim 1. FC Köln, Krise bei Dynamo Dresden und dem FC Ingolstadt: Mit Glück und Geschick blieb das Fürther Kleeblatt auch im vierten Spiel unbesiegbar, bei anderen Vereinen dagegen brennt es in der 2. Bundesliga schon jetzt gewaltig.

Beispielsweise in Dresden. Das Dynamo-Team von Trainer Peter Pacult bleibt nach dem 0:3 (0:1) gegen den FSV Frankfurt sieglos im Tabellenkeller. Edmond Kapllani (44./50./69.) sorgte im Alleingang für den verdienten FSV-Sieg, der vom Dresdner Publikum mit einem ebenso verdienten, gellenden Pfeifkonzert quittiert wurde.

Gejubelt wurde am vierten Spieltag bei den Verfolgern des Spitzenreiters Fürth (zwölf Punkte), der die beeindruckende Serie des „Emporkömmlings“ Karlsruher SC durch ein 2:1 (0:1) im Spitzenspiel vorerst beendete. Dank der ersten Niederlage des Aufsteigers zogen sowohl der 1. FC Kaiserslautern (2:1 gegen Erzgebirge Aue) als auch 1860 München mit einem 1:0 (0:0) im Bayern-Derby gegen das punktlose Schlusslicht Ingolstadt mit nun neun Zählern an Karlsruhe vorbei.

Punktgleich mit dem KSC auf Platz vier schob sich Energie Cottbus durch ein überzeugendes 5:1 (3:1) gegen den VfR Aalen. Dahinter darf sich Köln nach schwachem Saisonstart durch ein 2:0 (0: 0) gegen den SV Sandhausen mit Platz sechs und sechs Punkten erleichtert zurücklehnen - ein kompletter Fehlstart ist abgewendet.

Von Fehlstart kann in Fürth keine Rede sein - der Bundesliga-Absteiger hat einen Traumstart hingelegt. Die Spielvereinigung hatte in Baden jedoch große Mühe, ihren vierten Sieg in Serie einzufahren. Joker Dominick Drexler sorgte erst spät für die Entscheidung (86.). Zuvor hatte Kevin Kraus (75.) die Karlsruher Führung durch Michael Vitzthum (39.) ausgeglichen. „Es fehlte die spielerische Linie. Letztendlich haben wir die drei Punkte erzwungen, ohne eine tolle spielerische Leistung abgeliefert zu haben“, sagte Trainer Frank Kramer nüchtern.

In Kaiserslautern, Cottbus und Köln traf jeweils ein Spieler doppelt: Mohamadou Idrissou brachte die Lauterer fünf Tage nach dem 1:2 im Spitzenspiel in Fürth mit seinen Toren wieder in die Spur, in der Lausitz setzte sich Boubacar Sanogo mit nun sechs Treffern an die Spitze der Torjägerliste, und Köln bejubelte Marcel Risse, der beide Treffer zum ersten Saisonsieg erzielte.

„Gott sei dank hat er sich ein Herz gefasst“, sagte FC-Trainer Peter Stöger: „Dass er dann so trifft, das freut mich für ihn persönlich. Das Tor hat uns gut getan. Die drei Punkte geben uns ein wenig Ruhe.“ Risse, Neuzugang aus Mainz und gebürtiger Kölner, hatte für den FC in der 55. Minute mit einem Fernschuss und per Foulelfmeter (78.) getroffen. Sandhausen, nur wegen des Lizenzentzuges des MSV Duisburg in der Liga geblieben, wartet mit nur zwei Zählern dagegen noch auf den ersten Saisonsieg.

Auf dem Betzenberg hätte Idrissou sogar noch mehr Tore erzielen können und brachte seinen Trainer damit fast zur Verzweiflung. „Wir hätten den Sack früher zumachen müssen“, sagte Franco Foda. Idrissou, per Foulelfmeter (29.) und in der zweiten Hälfte (60.) erfolgreich, nahm es gelassen: „Wir wollen ja nicht alle Tore in einem Spiel machen. Wir wollen aufsteigen, da müssen wir noch Tore für die anderen Spiele aufheben“, sagte er.

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Der VfL Bochum tritt hingegen weiter auf der Stelle. Die Mannschaft von Peter Neururer blieb beim 2:2 (1:2) gegen den FC St. Pauli zum dritten Mal in Serie sieglos und bleibt im oberen Mittelfeld der Tabelle. Wie Sandhausen, Dresden und Ingolstadt noch ohne Sieg steht der SC Paderborn da, der im Derby bei Armina Bielefeld kurz vor Schluss den Ausgleich zum 3:3 (1:0) kassierte.

Zum Abschluss des Spieltages tritt Absteiger Fortuna Düsseldorf bei Union Berlin an (20.15/Sky und Sport1).

dpa

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