Nach bitterem Aus

Abschied von U21-EM ein "Charaktertest"

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Die deutsche U21 muss heim - daran ändern auch die Partie gegen Russland nichts

Tel Aviv - Letzter Auftritt für die deutsche U21 bei der EM in Israel: Der DFB-Nachwuchs möchte sich gegen Russland mit einer guten Leistung aus dem Turnier verabschieden.

Nach dem vorzeitigen EM-Aus wollen sich die U21-Junioren bei der Eropameisterschaft in Israel wenigstens ehrenvoll aus dem Turnier verabschieden. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen die ebenfalls gescheiterten Russen am Mittwoch in Netanya (19.00/Kabel eins) versprach Lewis Holtby eine gute Leistung. „Wir müssen jetzt gegen Russland zeigen, dass wir verdientermaßen hier waren. Wir wollen uns für die hervorragende Gastfreundschaft hier in Israel gut verabschieden„, sagte der Kapitän, der wie die meisten anderen Spieler zum letzten Mal für eine Junioren-Nationalelf spielt. „Da kommt jetzt ein bisschen Wehmut auf. Ich möchte meine Junioren-Karriere positiv beenden“, meinte Holtby.

Am Tag nach der 0:1-Niederlage gab es für die DFB-Auswahl noch mal einen freien Nachmittag in Tel Aviv, ehe die Vorbereitung auf das bedeutungslose Spiel gegen Russland stattfand. Auch die russische Auswahl hat ihre beiden Begegnungen gegen Spanien (0:1) und die Niederlande (1:5) verloren. „Wir hätten gerne dieses Endspiel um den Einzug ins Halbfinale gehabt“, sagte Trainer Rainer Adrion. So wird der DFB-Coach im Hinblick auf die anstehende EM-Qualifikation für das Turnier 2015 in Tschechien einigen Jungprofis Spielpraxis ermöglichen, die zukünftig die neue U21 bilden werden.

Dazu zählen neben den Torhütern Bernd Leno und Timo Horn eine komplette Abwehrreihe mit Matthias Ginter, Sead Kolasinac, Antonio Rüdiger und Shkodran Mustafi. Auch Emre Can und Kevin Volland sind noch aus den jüngeren Jahrgängen und stehen Adrion für den Neuaufbau zur Verfügung. Der Trainer wird für die letzte Partie eine Mischung aus jüngeren Spielern und denen, die zum letzten Mal für die DFB-Elf auflaufen dürfen, zusammenstellen.

Bei aller Kritik und dem sportlichen Misserfolg war das Turnier für einige Jungprofis eine wichtige Erfahrung. „Das ist schon etwas ganz anderes als die Bundesliga“, befand Innenverteidiger Matthias Ginter, der bei der EM sein U 21-Debüt feierte. Auch der zweite Innenverteidiger Stefan Thesker zieht ein durchaus positives Fazit. „Ein Erfolgserlebnis war es sicher nicht. Aber als Erfahrung war es sehr gut. Das bringt einen zwei bis drei Schritte weiter“, sagte der Abwehrspieler von 1899 Hoffenheim.

Auch wenn die sportlichen Ziele bei der Endrunde verpasst wurden, so steht die Mannschaft am Mittwoch doch in der Pflicht. „Der letzte Eindruck bleibt. Für mich ist dieses dritte Spiel auch ein Charaktertest“, schrieb Hansi Flick, Assistenztrainer des A-Teams, in seinem EM-Blog für das DFB-Internetportal.

dpa

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