Nach Arsenal-Pleite

Zoff zwischen Özil und Mertesacker

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Per Mertesacker (l.) und Mesut Özil.

Manchester - Tabellenführer FC Arsenal musste bei Vizemeister Manchester City eine bittere Pleite hinnehmen. Das Fünf-Punkte-Polster ist geschrumpft. Die Nerven liegen blank. Mertesacker schnauzt Özil an.

Per Mertesacker war sauer. Nach der bitteren 3:6 (1:2)-Pleite bei Manchester City knöpfte sich der deutsche Fußball-Nationalspieler in Diensten des FC Arsenal Landsmann Mesut Özil vor. Noch auf dem Rasen herrschte der Kapitän des Premier-League-Tabellenführers den Superstar mit erhobenem Zeigefinger und erbostem Gesichtsausdruck an, weil dieser es verpasst hatte, sich bei den mitgereisten Fans zu bedanken. „Ich bin noch immer wütend über diese Niederlage“, schrieb Mertesacker am Samstagabend bei Facebook.

Die Konkurrenz nutzte die Gunst der Stunde. Der Tabellenzweite FC Chelsea (33 Punkte) siegte mit viel Mühe 2:1 (2:1) gegen Aufsteiger Crystal Palace und verkürzte den Rückstand auf den Spitzenreiter (35) auf zwei Zähler. Andre Schürrle wurde erst in der 82. Minute eingewechselt. ManCity trennen nur noch drei Punkte von Platz eins. Für den Vizemeister trafen Sergio Agüero (14.), Álvaro Negredo (39.), Fernandinho (50./88.), David Silva (66.) und Yaya Touré per Elfmeter in der Nachspielzeit. Für Arsenal erzielten Theo Walcott (31./63.) jeweils nach Özil-Vorarbeit und Mertesacker (90.) die Tore.

Nach dem dritten Spiel ohne Sieg binnen sieben Tagen lagen die Nerven bei den erschöpften Gunners blank. „Arsenals Saison stürzt ins Chaos. Der Club bezieht im Etihad Prügel. Wilshere zeigt den City-Fans den Finger, Mertesacker weist Özil zurecht, und Koscielny droht eine Verletzungspause“, bilanzierte die „Sun“. Gleich mehrere Medien wunderten sich über die Aussagen von Arsenal-Coach Arsène Wenger. Der Franzose hatte gesagt, dass der Gegner nicht unschlagbar und auch nicht besser gewesen sei als Everton oder Southampton. Die „Sun“ urteilte daraufhin scharf: „Wenger hat den Überblick verloren.“

Den Streit zwischen Mertesacker und Özil spielte der Coach herunter. „Das werden die Deutschen unter sich ausmachen“, sagte er knapp. Laut „Sun“ hat sich Özil mittlerweile bei den Fans entschuldigt: „Ich habe mich über das Ergebnis geärgert und weiß, dass ich zu euch hätte kommen und mich bedanken müssen“, wurde er zitiert. Die von den TV-Kameras eingefangene Geste von Wilshere wird wohl Folgen haben. Der englische Fußball-Verband FA wird über eine Sperre entscheiden.

ManCity verbuchte nach dem Champions-League-Erfolg beim FC Bayern den achten Sieg im achten Liga-Heimspiel und hat dabei bereits 35 Treffer erzielt - Rekord. Die Zeitungen meinten nahezu übereinstimmend, dass die Mannschaft von Coach Manuel Pellegrini im Titelrennen nicht aufzuhalten sei, wenn die Auswärtsschwäche abgelegt und das Torwartproblem gelöst werden kann. Gegen Arsenal saß der englische Nationalkeeper Joe Hart wieder nur auf der Bank.

Arsenal muss dagegen erst einmal die Wunden lecken. „Jetzt haben wir aber neun Tage Zeit, um uns auf das Derby gegen Chelsea gut vorzubereiten. Das wollen wir unbedingt gewinnen“, blickte Mertesacker schon einmal voraus.

Manchester United landet 3:0-Erfolg bei Aston Villa

Manchester United kann in der Premier League doch noch gewinnen. Nach vier sieglosen Spielen setzte sich der Titelverteidiger am Sonntag mit 3:0 (2:0) bei Aston Villa durch. Im Villa-Park sorgte der englische Nationalspieler Danny Welbeck mit zwei Treffern (15./18.) für die frühe Führung, nach dem Wechsel erhöhte Tom Cleverly (52.) auf 3:0. Stürmer Wayne Rooney blieb sein 150. Tor für die Red Devils versagt.

ManUnited kletterte durch den Auswärtssieg mit nun 25 Punkten auf den achten Tabellenplatz und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter FC Arsenal auf zehn Zähler.

dpa

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