Basler schmiedet Comeback-Pläne

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Exzentrischer Erfolgscoach: Mario Basler beim Pokalsieg seiner Trierer

Trier - Als Trainer schaffte er mit Eintracht Trier am Dienstag die Pokal-Sensation. Jetzt spuckt Mario Basler große Töne: Der 40-Jährige will für sein Team vielleicht noch einmal als Spieler ran.

Nach dem Pokal-Sieg über Zweitligist Arminia Bielefeld (4:2 nach Verlängerung) drohte Basler der Konkurrenz: „Wenn wir in der nächsten Runde einen attraktiven Gegner bekommen, beantrage ich meinen Spielerpass“, sagte „Super-Mario“.


Einen Wunschgegner hat er natürlich schon im Sinn: seinen Ex-Club. „Wenn jetzt der FC Bayern kommt, haben wir nichts dagegen.“

Wagt Mario Basler tatsächlich ein Profi-Comeback im zarten Alter von 40 Jahren? Ab und an sah man ihn seit dem Ende seiner Profi-Karriere schon im All-Star-Team des FC Bayern kicken. Außerdem ist er Präsident des Verbandsligisten ATSV Wattenheim , für den er auch spielberechtigt ist.


Trier hat sich schon vor dem Trainer-Einstieg von Basler, der als Spieler 1994 mit Werder Bremen und vier Jahre später mit dem FC Bayern München DFB-Pokalsieger wurde, mehr als einmal als Stolperstein für die “Großen“ profiliert. In der Saison 1997/1998 besiegte das Team in der 2. Hauptrunde den damaligen Uefa-Cup- Gewinner Schalke 04 mit 1:0, im Achtelfinale musste Champions- League-Sieger Borussia Dortmund in Trier mit 1:2 die Segel streichen.

Seit dem Schlusspfiff im Moselstadion am Dienstagabend steht das Mobiltelefon Baslers fast nicht mehr still. Glückwunsch- Kurzmitteilungen blockieren Baslers Handy. “Im Achtelfinale wünsche ich mir nun ein Live-Spiel im frei empfangbaren Fernsehen. Wir wollen noch mal richtig Geld verdienen, denn es wird nicht einfacher.“

Die Achtelfinal-Auslosung ist am Samstag. Man darf gespannt sein, ob Basler ernst macht, wenn Glücksfee Celia Okoyino da Mbabi seinen Trierern wirklich den FC Bayern zulost. Nicht nur der gestrige Abend, sondern auch die Vergangenheit haben gezeigt: Mario Basler ist einiges zuzutrauen.

al.

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