"Schwierige Situation"

Ribéry: Alle Top-Klubs wollten mich

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Franck Ribéry ist im Jahr 2009 von vielen Top-Klubs umworben worden.

München - Franck Ribéry kann sich inzwischen ein Karriereende außerhalb von München vorstellen. Er grenzt seine Ziele ein und spricht über sein schwieriges Jahr beim FC Bayern.

Franck Ribéry kann sich im hohen Fußballer-Alter noch einen Wechsel vom FC Bayern auf einen anderen Kontinent vorstellen. „Es würde mich schon reizen, noch mal in ein Land wie die USA oder auch in die Emirate zu gehen. Aber das würde ich schon nicht mehr zu meiner eigentlichen Karriere zählen“, sagte der 30 Jahre alte französische Nationalspieler dem „Kicker“.

Ribéry hatte vergangenen Sommer seinen Vertrag bei den Münchnern bis 2017 verlängert und bekräftigte sein Bekenntnis zum deutschen Rekordmeister: „In Europa gibt es für mich keinen anderen Club mehr.“ Ein Wechsel auf einen anderen Erdteil wäre „einfach ein Bonus“.

Ribéry hofft nach der Ehrung als Europas Fußballer des Jahres und als bester Spieler der Club-WM auf eine weitere Auszeichnung im Januar. „Wenn du das ganze Jahr siehst, dann hätte ich den Titel zum Weltfußballer vielleicht doch verdient“, sagte der Konkurrent von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

Auch Jupp Heynckes würde Ribéry für einen würdigen Sieger erachten. „Er ist der beste Spieler des Jahres 2013“, betonte sein früherer Trainer. „Franck hat sich in den letzten zwei Jahren fantastisch entwickelt, zu einem absoluten Top-Profi.“

Gerade unter Heynckes blühte der kleine Franzose auf. "Ich brauche den Kontakt, die Nähe. Ein freundliches 'Guten Morgen', ein paar Glückwünsche für ein gutes Spiel, ein Klaps", sagt Ribéry, dann ist er zufrieden und kann sein volles Leistungspensum abrufen. Anders war dies bei Louis van Gaal. Er müsse zwar nicht über den "grünen Klee gelobt" werden, aber wenn das Verhältnis mit dem Coach nicht gut ist, "kannst du sicher sein, dass ich nicht funktionieren", erklärte Ribéry.

Zu dieser Zeit (2009; Anmerk. d. Red.) hegte der 31-Jährige deshalb auch Wechselgedanken. "Man muss sich vorstellen, dass mich zu einem bestimmten Zeitpunkt sieben Top-Klubs wollten, zum Beispiel Chelsea, Manchester City, Real Madrid, Barcelona, Inter. Es war alles dabei", sagte er. Das könne einem schon den Kopf verdrehen.

Für ihn war es eine "schwierige Situation", weil dem Flügelflitzer noch die Erfahrung fehlte mit den Gesprächen und Angeboten abgeklärt umzugehen. Im Nachhinein ist er Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sehr dankbar, dass sie ihn in München behalten haben. "Diese Haltung des Vereins ist eine große Stärke. Ein Wechsel war für mich danach jedenfalls nie mehr ein Thema", sagte er.

dpa/ms

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