Schweinsteiger und Müller gestrichen

Ribéry für Wahl zu Europas Top-Spieler nominiert

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Bayern-Spieler Franck Ribéry  gehört für die Wahl zu Europas bestem Fußball-Spieler des Jahres zum engsten Kandidatenkreis.

Nyon  - Große Ehre für Mittelfeldstar Franck Ribéry vom FC Bayern München: Der Franzose gehört neben Lionel Messi und Cristiano Ronaldo zu den drei Kandidaten für die Wahl des Fußballer des Jahres in Europa. 

Freude bei Franck Ribery - lange Gesichter bei Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger: Die Nominierung des französischen Superstars Ribery für die Wahl zu Europas bestem Fußballer der Saison 2012/13 und die gleichzeitige Streichung der deutschen Nationalspieler Müller und Schweinsteiger aus dem zuvor zehnköpfigen Kreis der Kandidaten sorgte am Dienstag im Lager von Champions-League-Sieger Bayern München für gemischte Gefühle. Riberys Konkurrenten bei der unter Fachjournalisten durchgeführten Wahl um die Nachfolge des Spaniers Andres Iniesta am 29. August beim europäischen Supercup zwischen München und Englands Europa-League-Gewinner FC Chelsea sind der argentinische Weltfußballer Lionel Messi (FC Barcelona) und der portugiesische Champions-League-Torschützenkönig Cristiano Ronaldo (Real Madrid).

„Das macht mich stolz, ich bin so glücklich - für mich, die ganze Mannschaft, den ganzen Verein“, kommentierte Ribery die Kunde von seiner Nominierung in einer ersten Reaktion auf der Bayern-Homepage. Die Chancen stünden nach einer „perfekten letzten Saison“ sicherlich nicht schlecht, sagte Ribery weiter: „Wir haben alles gewonnen. Warum nicht auch diesen Titel? Aber auch so bin ich schon glücklich.“

Ribéry unter Volldampf: Schräge Fotos

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Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenige wertete die Auswahl als Anerkennung für seinen Superstar: „Der ganze FC Bayern freut sich mit Franck Ribery. Er hat sich das absolut verdient. Nun wünschen wir ihm natürlich, dass er die Wahl gewinnt.“

Ein Erfolg des 30 Jahre alten Technikers bei der Wahl steht für Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer aus sportlicher Sicht außer Frage. „Messi hat die letzten vier oder fünf Male die Nase vorn gehabt, Ronaldo will es auch einmal werden, aber wenn es wirklich einer verdient hat, dann ist es Ribery“, sagte der „Kaiser“ bei der Geburtstags-Gala der Deutschen Fußball Liga am Dienstag in Berlin.

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Durch die Streichung von Müller und Schweinsteiger, die den Sprung in die „Top 3“ der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ebenso verpassten wie Münchens niederländischer Champions-League-Held Arjen Robben und der polnische Torjäger Robert Lewandowski von Champions-League-Finalist Borussia Dortmund, verlängerte sich die Durststrecke des deutschen Fußballs bei der traditionellen Wahl auf 17 Jahre. Als bislang letzter Deutscher hatte Münchens heutiger Sportvorstand Matthias Sammer 1996 nach dem Gewinn des EM-Titels mit der Nationalmannschaft die Auszeichnung als herausragender Spieler des europäischen Kontinents erhalten.

Bei der erstmals stattfindenden Frauen-Wahl (5. September) sind die Aussichten auf den Erfolg einer deutschen Europameisterin groß. Einzige ausländische Rivalin für Torhüterin und Final-Matchwinnerin Nadine Angerer (Frankfurt/Brisbane) sowie Triple-Gewinnerin Lena Goeßling (VfL Wolfsburg) ist die schwedische EM-Torschüptzenkönigin Lotta Schelin (Olympique Lyon). 

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Lewandowski kam bei der Männer-Abstimmung mit 80 Punkten als zweitbester Bundesliga-Spieler unmittelbar vor Robben (55 Punkte) und Müller (51) auf den vierten Platz unter den zehn verbliebenen Anwärtern auf die Auszeichnung. Schweinsteiger belegte mit 34 Zählern den achten Rang.

Vier Münchner unter den besten Zehn hatte Rummenigge Anfang Juli bei der Bekanntgabe der Top 10 als „Ausdruck und Beweis“ dafür genommen, „dass die Mannschaft im vergangenen Jahr viel gewonnen hat“. Zugleich schätze der Ex-Nationalspieler die Shortlist als ein Zeichen ein, „dass auch die einzelnen Spieler Außergewöhnliches geleistet haben. Die Liste ist Ausdruck der Qualität, die unsere Mannschaft hat“, sagte Rummenigge.

Ursprünglich waren 26 Spieler für die von Journalisten durchgeführte Wahl nominiert worden. Im ersten Wahlgang fielen jedoch die Münchner Philipp Lahm, Javier Martinez, Mario Mandzukic und Manuel Neuer ebenso aus der Wertung wie Ilkay Gündogan und Mario Götze, die beide in der vergangenen Saison für Dortmund spielten.

Bei der Wahl in Prag treffen wiederum Journalisten die entscheidende Wahl zwischen den drei verbliebenen Kandidaten, von denen Messi die Auszeichnung 2011 schon einmal gewonnen hat. Die Medienvertreter stimmen dabei live auf elektronischem Weg ab.

sid

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