"Am liebsten spielt man selbst"

Neuer verzichtet nicht für Weidenfeller

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Manuel Neuer und Roman Weidenfeller (im Hintergrund) beim Training der deutschen Nationalmannschaft in München.

Mailand - Nationaltorwart Manuel Neuer von Bayern München verspürt offenbar wenig Lust, seinem Dortmunder Konkurrenten Roman Weidenfeller beim Klassiker in England den Vorzug zu lassen.

„Als Profi spielt man gerne gegen solche Teams am liebsten selbst. Gerade im Hinblick auf die WM sind solche Spiele gegen attraktive Gegner viel wert, weil die in K.o.-Spielen auf uns treffen können. Dann hat man Erfahrung gesammelt“, sagte der 27-Jährige vor den Länderspielen am Freitag (20.45 Uhr/ZDF) in Mailand gegen Italien und am Dienstag (21.00 Uhr/ARD) in London gegen England im kicker-Interview.

Bundestrainer Joachim Löw hat sich bereits festgelegt, dass seine Nummer eins Neuer in Italien sein 44. Länderspiel absolvieren wird. Ob er dann im Wembleystadion Neuling Weidenfeller (33) einsetzt, ließ er noch offen, deutete aber immerhin an, dass alle Spieler seines Kaders einen Einsatz bekommen sollen. „Ich warte die Entscheidung des Trainers ab“, sagte Neuer, der schon im Februar in Frankreich nur schweren Herzens Rene Adler Platz gemacht hatte.

Der Dortmunder Weidenfeller steht erstmals im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Bei einem Einsatz wäre er der älteste Torwart-Debütant der DFB-Historie. Neben Neuer und Weidenfeller hat Löw für die letzte Dienstreise des Jahres zudem den Hamburger Adler nominiert.

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Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn sieht dieses Trio auch mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien als beste Lösung. Es sei nicht unbedingt nötig, „einen jungen zweiten oder dritten Torhüter mitzunehmen, da die unumstrittene Nummer eins, Manuel Neuer, erst 27 Jahre alt ist. Es muss also kein Nachfolger aufgebaut werden. Vielmehr geht es darum, die drei besten Torhüter mit nach Brasilien zu nehmen“, schrieb Kahn in einem kicker-Einwurf.

Er wolle die Leistungen der jungen Kandidaten Ron-Robert Zieler und Marc-Andre ter Stegen nicht schmälern, „aber Weidenfeller hat seine Qualitäten immer wieder - auch international - nachgewiesen“. Atmosphärische Störungen bei der Konstellation Neuer, Weidenfeller und Adler erwartet Kahn nicht: „Diese Zeiten sind lange vorbei und vergangene Mythen.“

Neuer will sich in die Entscheidung nicht einmischen. Bei den Konkurrenten gebe es für ihn „keine Rangliste. In Deutschland gab es immer gute Torleute, also weiß jede Nummer eins, dass die Kollegen dahinter was draufhaben“.

Er sei aber „auf jeden Fall“ daran interessiert, wer als zweiter oder dritter Keeper mit nach Brasilien gehe, so der Münchner weiter: „Die Torhüter sind Teil unseres Teams und im Torwarttraining wichtig. Und am wichtigsten ist ein gutes Klima.“

sid

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