"Jeder Spieler will bleiben"

Transfers und Verträge: Das sagt Rummenigge

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Karl-Heinz Rummenigge

München - Holt der FC Bayern im Winter neue Spieler? Und was wird aus den Spielern, deren Verträge 2014 oder 2015 auslaufen? Karl-Heinz Rummenigge hat sich geäußert.

David Alaba war der Erste, andere sollen folgen. Bayern München plant aktuell keine Winter-Transfers, Priorität hat beim Triple-Sieger der Zusammenhalt des vorhandenen Luxuskaders. Von Jérome Boateng über Rafinha bis bin zu Toni Kroos gibt es in naher Zukunft Einiges zu tun beim deutschen Rekordmeister, der sich personell auch schon für die kommende Saison wappnen muss, die sich wegen der Fußball-WM im Sommer 2014 schwierig gestalten dürfte.

Ein großer und in der Spitze breitaufgestellter Kader sei für europäische Spitzenclubs längst zur Geschäftsgrundlage geworden, meint Karl-Heinz Rummenigge: „Es geht nicht mehr anders. Wenn man in drei Wettbewerben Titel gewinnen will, braucht man einen breiten Kader.“ Erst recht nächstes Jahr. „Die WM wird die Spieler bis zur Oberkante belasten - körperlich wie mental“, sagte der Bayern-Chef am Mittwoch voraus. Als ehemaliger Nationalmannschafts-Kapitän und WM-Teilnehmer weiß Rummenigge, dass eine Weltmeisterschaft „eine wunderbare Sache für jeden Spieler“ darstelle. Aber als Vereinsboss weiß er auch: „Den unangenehmen Nebeneffekt haben die Vereine.“

Bei der Kader-Zusammenstellung will der Bundesliga-Krösus auch in Zukunft an seinem „Zwei-Säulen-Modell“ festhalten. Einerseits setzt der Rekordmeister auf Eigengewächse wie Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Müller, Badstuber oder Alaba. Mit dem 21-jährigen Österreicher wurde der Vertrag zu Wochenanfang vorzeitig bis 2018 verlängert.

Trainer Pep Guardiola zeigte sich vor dem DFB-Pokalspiel am Mittwochabend beim FC Augsburg hocherfreut: „Herzlichen Glückwunsch an Bayern München und David.“ Das sei eine „super Nachricht“. Zuvor hatten bereits Julian Green (18) und Alessandro Schöpf (19) aus dem eigenen Talentschuppen Profi-Verträge erhalten. Die Zielvorstellung von Guardiola sei ein Kader „von 18 Spielern mit Top-Qualität“ sowie „fünf, sechs jungen Spielern“, bemerkte Rummenigge.

Die zweite Säule sind große Transfers wie bei Ribéry, Robben, Martínez, Neuer, Götze oder Thiago. „Das wird auch unsere Philosophie der Zukunft sein“, erklärte Rummenigge: „Da, wo es notwendig ist, werden wir in die Qualität der Mannschaft investieren.“ Torjäger Robert Lewandowski von Borussia Dortmund könnte der nächste sein.

In der Winterpause sind trotz der aktuellen Verletzungssorgen keine Aktivitäten auf dem Transfermarkt vorgesehen. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir einen Spieler abgeben oder kaufen. Stand heute, gehe ich davon aus, dass wir mit dem Kader in die Rückrunde gehen“, sagte Rummenigge. Von den Leistungsträgern sind ohnehin die meisten wie Neuer, Lahm, Schweinsteiger, Dante (bis 2016), Ribéry, Müller, Martínez oder die im Sommer für viel Geld verpflichteten Mario Götze und Thiago (alle 2017) langfristig vertraglich gebunden.

Mehr oder weniger akuter Handlungsbedarf besteht bei Akteuren wie Rafinha (2014), Kroos, Boateng oder auch Arjen Robben (alle 2015). „Wir werden mit diesen Spielern Gespräche führen“, kündigte Rummenigge am Mittwoch an. Teilweise liefen die Gespräche auch schon. Besonders Boateng hat sich als Innenverteidiger prächtig entwickelt, und bei Kroos gerät Coach Guardiola immer wieder ins Schwärmen: „Er ist ein großer Spieler. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung.“

Rummenigge ist „grundsätzlich optimistisch“, was die anstehenden Verhandlungen betrifft. „Jeder Spieler ist interessiert, beim FC Bayern zu bleiben“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Schließlich ist der deutsche Rekordchampion aktuell die Nummer 1 in Europa. Dazu reize die Profis die Arbeit mit Guardiola. Andererseits gebe es einige finanzkräftige Clubs im Ausland, die ebenfalls Interesse an Bayern-Akteuren zeigten „und die Preise treiben“, so Rummenigge.

Erfolg hat seinen Preis, und der FC Bayern befinde sich „in einem globalen Wettbewerb“, wie Rummenigge bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Monat betonte. Der aktuelle Kader sei „nicht preiswert“, bemerkte der Vorstandsvorsitzende, aber die Mannschaft spiele das Geld ein. „Unsere Einnahmen wachsen weiter überproportional“, verriet Rummenigge nach dem bislang so positiven Verlauf der WM-Saison.

dpa

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