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Hertha beendet Kölner Aufschwung

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Zufrieden mit der Leistung seiner Mannen: Hertha-Trainer Markus Babbel

Berlin - Hertha BSC hat den Höhenflug der Kölner Spaßgesellschaft um Lukas Podolski jäh gestoppt. Vor allem zwei junge Berliner übernahmen von Poldi die Hauptrolle.

Die außerplanmäßige Kölner Karnevalssaison war genauso schnell und überraschend zu Ende, wie sie begonnen hat. “Wir haben aus dem Nix drei blöde Tore bekommen“, ärgerte sich “Prinz“ Podolski, der nach dem jüngsten Höhenflug des FC schon auf dem besten Weg zum König war. Doch die Geschichte des Topspiels am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga schrieb nicht Kölns Liebling Lukas Podolski, wie von den FC-Fans erwartet, sondern prägte Berlins Jungstürmer Pierre-Michel Lasogga. Gleich zwei Tore steuerte der 19-Jährige zum 3:0 (3:0)-Sieg von Hertha BSC im Olympiastadion bei. “Er kommt immer besser zurecht in der Bundesliga“, freute sich Trainer Markus Babbel.

Die wichtigsten Bundesliga-Transfers der Sommerpause

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Viele der etablierten Vereine haben letztes Jahr enttäuscht. Sie versuchen nun, mit teuren Transfers zu alter Stärke zurückzufinden. Spektakulärster Transfer war der Wechsel von Nationaltorhüter Manuel Neuer zu Bayern München. Dieser Transfer erhitzte monatelang die Gemüter. Letztendlich wechselte Neuer für eine Ablöse von 18 Mio. nach München, dazu können noch bis zu sieben Mio. erfolgsabhängiger Zuschläge kommen. © getty
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Nach mühsamen Verhandlungen verpflichtete der FC Bayern Jerome Boateng von Manchester City. Der Nationalspieler soll vorwiegend in der Innenverteidigung eingesetzt werden. © getty images
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Schon in der Hinrunde der vergangenen Saison war klar, dass Shooting-Star André Schürrle vom 1. FSV Mainz 05 zu Bayer Leverkusen wechseln wird. Der Flügelstürmer kam für 8 Mio. Euro. © getty images
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Einer der vielen Rückkehrer in die Bundesliga: Der giftige Rechtsverteidiger Rafinha - früher beim FC Schalke 04 aktiv - wechselte vom FC Genua zum FC Bayern. © getty images
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Der dänische Nationalspieler William Kvist wechselte vom FC Kopenhagen zum VfB Stuttgart. © getty images
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Freistoßspezialist Mehmet Ekici wechselte vom FC Bayern zum SV Werder Bremen. © getty images
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Mittelfeldstratege Andreas Ottl wechselte vom FC Bayern zu Hertha BSC Berlin. © getty images
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Thomas Kraft wechselte vom FC Bayern zu Hertha BSC Berlin. © getty images
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Der kroatische Nationalspieler Ivan Perisic kam vom FC Brügge zu Borussia Dortmund. © getty images
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Abwehrrecke Andreas Wolf wechselte vom 1. FC Nürnberg zum SV Werder Bremen. © getty images
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Ilkay Gündogan wechselte vom 1. FC Nürnberg zu Borussia Dortmund. © getty images
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Der schwedische Nationalspieler Oscar Wendt kam von Rosenborg Trondheim zu Borussia Mönchengladbach. © getty images
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Der holländische Jungnationalspieler Jeffrey Bruma wechselte vom FC Chelsea zum Hamburger Sportverein. © getty images
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Zweitliga-Bomber Nils Petersen wechselte von Energie Cottbus zum FC Bayern. © getty images
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Spielgestalter Lewis Holtby kehrte nach einem Leihgeschäft aus Mainz zum FC Schalke 04 zurück. © getty images
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Michael Mancienne wechselte vom FC Chelsea zum Hamburger SV. © getty images
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Linksverteidiger Christian Fuchs wechselte vom FSV Mainz 05 zum FC Schalke 04. © getty images
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Srdjan Lakic kam vom 1.FC Kaiserslautern zum VfL Wolfsburg. © getty images
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David Alaba kehrte nach einem Leihgeschäft mit 1899 Hoffenheim zurück zum FC Bayern. © getty images
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Markus Rosenberg kehrte nach einem Leihgeschäft vom FC Santander zurück zu Werder Bremen. © getty images
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Patrick Ochs kam von Absteiger Eintracht Frankfurt zum VfL Wolfsburg. © getty images
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Hasan Salihamidzic kehrt zurück in die Bundesliga. Er wechselte von Juventus Turin zum VfL Wolfsburg. © getty images
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Der israelische Stürmer Itay Shechter kam von Maccabi Tel Aviv zum 1. FC Kaiserslautern. © getty images
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Jermaine Jones kehrte nach einem Leihgeschäft mit den Blackburn Rovers zurück zum FC Schalke 04. © getty images
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Der FSV Mainz 05 verpflichtete den zuvor bereits ausgeliehenen Malik Fatih von Spartak Moskau. © getty images
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Mit einer beeindruckenden Torquote von 34 Treffern in 36 Spielen kam Garra Dembe'le' von Levski Sofia zum SC Freiburg. © getty images
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Sascha Riether wechselte vom VfL Wolfsburg zum 1.FC Köln. © getty images
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Rauhbein Maik Franz kam von Eintracht Frankfurt zu Aufsteiger Hertha BSC. © getty images
Sokratis Papastathopoulos kommt auf Leihbasis vom FC Genua zu Werder Bremen © Getty
Christian Träsch wechselt zum VfB Stuttgart zum VfL Wolfsburg © dpa
Ciprian Marica wechselt vom VfB Stuttgart zum FC Schalke 04. © dpa
Aleksandar Ignjovski wechselt vom TSV 1860 München zu Werder Bremen © dpa
Josip Simunic wechselt von 1899 Hoffenheim zu Dinamo Zagreb © Getty
Eintracht Frankfurt hat Angreifer Mohamadou Idrissou vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach verpflichtet. © Getty
Eljero Elia wechselt vom Hamburger SV zu Juventus Turin © dpa
Aliaksandr Hleb kommt vom FC Barcelona zum VfL Wolfsburg © Getty
Ivo Ilicevic wechselt vom 1. FC Kaiserslautern zum Hamburger SV © dpa
Per Mertesacker geht von Werder Bremen zu Arsenal London © dpa

Der Berliner Chefcoach hatte einen speziellen Anti-Poldi-Plan angekündigt - und der ging voll auf. “Wir waren unglaublich effizient“, wunderte sich Babbel fast, denn genau das hatte dem Aufsteiger in den ersten Partien der Saison noch gefehlt. Doch nicht nur in der Offensive schockte Hertha Podolski & Co. eine Halbzeit lang. “Wir haben in der zweiten Hälfte auch wenig zugelassen“, betonte Herthas Mittelfeldmann Andreas Ottl. “Unsere beiden Sechser und die Innenverteidiger haben es immer wieder geschafft, Lukas Podolski nicht zum Zuge kommen zu lassen“, meinte der Trainer.

Ein bisschen war Babbel sogar zu seinem Glück gedrängt worden, denn nach den Gelb-Rot-Sperren für Christian Lell und Adrian Ramos musste der Trainer umstellen. Die Bilanz der neu in die Startelf gerückten Profis ist sensationell: Lasogga traf doppelt (14. und 26. Minute), Christoph Janker war als einer der Podolski-Jäger erfolgreich und bereitete noch Raffaels 3:0-Zaubertor vor. Und Änis Ben-Hatira, erstmals von Beginn an dabei, spielte nicht nur bei seinen zwei perfekten Torvorlagen die Kölner schwindlig.

“Wir haben zwei, drei grobe Fehler gemacht, Hertha hat diese Fehler sehr gut genutzt“, brachte Kölns Trainer Stale Solbakken das vorläufige Kölner Euphorie-Ende auf den Punkt. Es war eine Pleite mit Ansagen, Hertha hatte schnell den Schwachpunkt auf der rechten FC-Seite vor allem mit einem indisponierten Andrezinho ausgemacht. “Da muss man nach fünf bis zehn Minuten reagieren“, meinte Podolski. Doch die Reaktion von Mannschaft und Trainer blieben aus. Tatsächlich überlegte Solbakken, konnte sich zu einem zeitigen Tausch aber nicht durchringen. “Nach dem Spiel weiß man immer, was besser gewesen wäre“, sagte der Norweger.

Vor allem Linksaußen Ben-Hatira nutzte die Kölner Schwäche konsequent und machte 59 491 Zuschauern deutlich, warum er als Last-Minute-Einkauf vom Hamburger SV nach Berlin gekommen war. “Wir haben ihn nicht geholt, weil er ein netter Kerl ist oder eine Hertha-Vergangenheit hat“, merkte Babbel zufrieden an. Der 23 Jahre alte Deutsch-Tunesier ist schnell, technisch gut und hat den Blick für seine Mitspieler. “Er hat es gut verstanden, zwischen einfachem Spiel und Risiko zu wechseln“, erklärte Ben-Hatiras Trainer und zeigte die positive Konsequenz für das ganze Team auf: “Wir sind ein Stück unberechenbarer.“

Köln wusste auf das Duo Ben-Hatira und Lasogga keine Antwort. Das Ergebnis war Herthas höchster Erstliga-Heimsieg seit fast drei Jahren, als der Karlsruher SC im Dezember 2008 mit 4:0 geschlagen wurde. Mit 12 Punkten zog Hertha in der Tabelle an Köln (10) vorbei.

dpa

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