Hertha führt Aachen vor - Bielefeld verspielt Sieg

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Fabian Lustenberger (r.) feiert mit Pierre-Michel Lasogga den klaren Sieg der Hertha

Aachen - Mit einem Schützenfest hat Hertha BSC eine weitere Hürde auf dem Weg zurück in die Bundesliga souverän genommen. Tabellenschlusslicht Arminia Bielefeld verabschiedet sich derweil langsam.

Am Samstag feierte die Mannschaft von Trainer Markus Babbel bei Alemannia Aachen einen 5:0 (3:0)-Sieg und konnte die Tabellenspitze in der 2. Liga festigen. Vor 20 758 Zuschauern im Tivoli-Stadion waren Fabian Lustenberger (10. Minute), Adrian Ramos (32./59.), Pierre-Michel Lasogga (36.) und Nikita Rukavytsya (56.) für die Berliner erfolgreich. Aachen verpasste die Möglichkeit, den Kontakt zur Aufstiegszone herzustellen.


"Louis, jetzt bis zehn zählen ...": Diese Begabungen hätten die 36 Bundesliga-Trainer gerne

Das offizielle Bundesliga-Magazin der DFL hat unter den 36 Erst- und Zweitligatrainern eine Umfrage gestartet. Die Frage: "Welches Talent hätten Sie gerne?" Lesen Sie folgend die interessanten und lustigen Antworten. © DFL
Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Es wäre schön, ein Instrument spielen zu können, zum Beispiel Gitarre. Aber das kann man ja heute auch über eine App lösen." © Getty
Armin Veh (Hamburger SV): "Neulich habe ich bei einer Auswährtsfahrt im Hotel zufällig die Sendung "Deutschland sucht das Supertalent" gesehen. Da hat ein Mann in zwei unterschiedlichen Stimmlagen gesungen. Das war sensationell. Wenn mir das auch gelingen würde, könnte ich meinen Co-Trainer Michael Oenning am Klavier begleiten." © Getty
Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach, inzwischen entlassen): "Wenn mir irgendwas abgeht, dann sind es handwerkliche Fähigkeiten. Da muss ich schon zugeben, dass ich mir manchmal wünsche, in dieser Beziehung etwas geschickter zu sein, um wenigstens die eine oder andere Kleinigkeit im Haus selber erledigen zu können." © Getty
Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): "Ich würde mir gerne aus dem Stegreif eine schöne Geschichte ausdenken können, die ich meinen Kindern beim Zubettgehen erzählen kann. Einfach ein spontanes, zu einem Gegenstand im Raum oder einer Begebenheit des Tages passendes, individuelles Märchen für die Kinder erfinden. Das wäre ein Talent, das ich gerne hätte." © Getty
Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Ich würde sehr gerne Klavier spielen können. Musikalisch zu sein ist eine Fähigkeit, die mir leider etwas abgeht." © Getty
Steve McClaren (Ex-Trainer des VfL Wolfsburg): "Ich würde gerne Gitarre spielen können. Das wollte ich schon immer, denn ich höre am liebsten Gitarrenmusik und bewundere Künstler wie Eric Clapton." © Getty
Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Ich würde gerne über die Fähigkeit verfügen, lebensbedrohende Krankheiten zu heilen. Damit könnte ich nicht nur Menschen im Familien- und Bekanntenkreis helfen, sondern auch allen anderen Betroffenen." © Getty
Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Ich würde gerne Chinesisch sprechen können. Dann könnte ich mich auf einen Schlag mit weit mehr als einer Milliarde Menschen in deren Muttersprache unterhalten." © Getty
Mirko Slomka (Hannover 96): "Es ist manche Befähigung vorstellbar, die ich gerne hätte. Aber es wird immer etwas geben, das andere besser können als ich. Das akzeptiere ich voll und ganz. Und deshalb gilt: Jeder hat seine ganz persönlichen Fähigkeiten - und das ist auch gut so." © Getty
Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): "Ich würde gerne ein klassisches Instrument beherrschen - egal ob Klavier, Violine oder Cello. Ich bewundere Menschen, die sich über und mit Musik auszudrücken verstehen." © Getty
Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): "Eine musische Begabung fehlt mir, dabei höre ich leidenschaftlich gerne Musik." © Getty
Marco Pezzaiuoli (TSG 1899 Hoffenheim): "Menschen heilen, Katastrophen und Kriege verhindern können, das sind Fähigkeiten, die ich mir gerne zu eigen machen würde. Und das Talent, Witze erzählen zu können." © Getty
Holger Stanislawski (FC St. Pauli): "Ich würde gerne Gitarre spielen können. Dieses Instrument empfinde ich als äußerst entspannend, in dem stressigen Metier, in dem wir Fußballtrainer uns bewegen." © Getty
Felix Magath (FC Schalke 04): "Wie heißt es so schön ...'Man müsste Klavier spielen können'. Ich würde dieses Instrument gerne beherrschen. Vielleicht verwirkliche ich mir diesen Wunsch auch später noch einmal, wenn ich mehr Zeit habe ..." © Getty
Frank Schaefer (1. FC Köln): "Ich hätte gerne die Fähigkiet, Regelwerke zu verändern. Dann würde ich mit zwölf Spielern spielen, denn das wäre die einzige Chance, mit zwei Sechsern, zwei Spitzen und einem Zehner spielen zu können." © Getty
Louis van Gaal (FC Bayern München): "Ich hätte gerne ein wenig mehr Geduld. Davon haben mir meine Eltern bei der Geburt zu wenig mitgegeben. Es hat sich im Laufe der Zeit zwar schon gebessert, aber es ist immer noch zu wenig. Auch in der Öffentlichkeit. Da müsste ich mir öfter sagen: 'Louis, jetzt bis zehn zählen - und dann erst antworten." © Getty
Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): "Ich wünschte, ich könnte besser Golf spielen, damit ich mich auch in diesem Bereich mit unserem Vorstandschef Heribert Bruchhagen messen kann." © Getty
Robin Dutt (SC Freiburg): "Ich wünsche mir die übersinnliche Kraft, solche Fragen eines Tages einfach nicht mehr gestellt zu bekommen." © Getty
Hans-Jürgen Boysen (FSV Frankfurt): "Es gibt zwei Fähigkeiten, die ich ganz toll finde und gerne hätte. Es wäre schön, Klavier spielen zu können. Es gibt sehr viele Lieder, die auf diesem Instrument basieren und mir gut gefallen. Zudem finde ich es interessant, mehrere Sprachen sprechen zu können. Neben der englischen Sprache gefallen mit auch Französisch und Spanisch sehr gut." © Getty
Mike Büskens (SpVgg Greuther Fürth): "Wie viele Fußballer bewege ich mich nicht sehr sicher auf dem Tanzparkett. Also Freistil geht schon, aber Standardtänze habe ich nicht so drauf. Es würde sicher auch meine Frau freuen, wenn ich hierfür mehr Talent hätte und gut tanzen könnte." © Getty
Hans-Günter Bruns (Rot-Weiß Oberhausen, inzwischen entlassen): "Grundsätzlich war und bin ich sehr zufrieden mit mir. Da ich seit jeher ein großer Fan der Rockgruppe 'Queen' bin, bewundere ich die Stimme von Freddie Mercury. Das wäre eine interessante Fähigkeit." © Getty
Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): "Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können und auch nach meiner aktiven Laufbahn einen ausgesprochen spannenden Job angenommen, der mich ausfüllt. Von daher fehlt mir recht wenig. Doch da ich musikbegeistert bin, wäre ich sicherlich nicht unglücklich, wenn ich mit dem Talent zum Gesang gesegnet wäre oder ein Instrument, wie beispielsweise die Gitarre, spielen könnte." © Getty
Reiner Maurer (TSV 1860 München): "Ich würde gerne viele verschiedene Sprachen beherrschen. Natürlich spreche ich Englisch und aufgrund meiner Zeit in Griechenland auch ein bisschen Griechisch. Grundsätzlich ist es toll, wenn man sich überall und mit jedem verständigen kann. Es eröffnet weltweit viele Perspektiven und Möglichkeiten, nicht nur im Bereich Fußball." © Getty
Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus): "Ich würde gerne kochen können. Da bin ich wirklich ziemlich talentfrei. Entweder zuviel Salz oder zu wenig - irgendwas ist immer. Da ich ohne Familie in Cottbus und daher Selbstversorger bin, ist das manchmal sehr ärgerlich. Um lecker zu essen, muss ich das Haus verlassen." © Getty
Peter Hyballa (Alemannia Aachen): "Ich würde gerne surfen können, das kann ich bisher nur im Internet. Im Ernst: Surfen ist eine coole Sportart, finde ich. Abseits vom Sport würde ich gerne besser malen können." © Getty
Ewald Lienen (Arminia Bielefeld): "Ich würde wirklich sehr gerne ein Musikinstrument spielen können, zum Beispiel Klavier oder Gitarre. Leider hatte und habe ich dafür zu wenig Zeit. Ich mag vielerlei Formen von Musik und zähle auch einige Musiker zu meinen Freunden, zum Beispiel Wolfgang Niedecken von BAP." © Getty
Friedhelm Funkel (VfL Bochum): "Ich würde gerne kochen können. Wenn ich ehrlich bin, sind meine Fähigkeiten am Herd stark limitiert. Das wissen auch meine Familienmitglieder und Freunde. Sie mit einem mehrgängigen Menü zu überraschen, was dann auch noch von mir selbst zubereitet worden ist, wäre eine Riesensache. zumal ich sehr gerne Gäste empfange und es mir gefällt, wenn sie sich bei uns wohlfühlen." © Getty
Milan Sasic (MSV Duisburg): "Da gibt es eigentlich nur zwei Dinge auf dieser Welt - das Schönste wären die Fähigkeiten, anderen Menschen, die Not leiden, so helfen zu können, dass sie zufrieden werden, und diejenigen, die schwer krank sind, heilen zu können." © Getty
Andre Schubert (SC Paderborn): "Es gibt viele Dinge, die ich gerne besser könnte. Aber keine dieser Fähigkeiten habe ich in meinem bisherigen Leben dringend vermisst." © Getty
Rico Schmitt (Erzgebirge Aue): "Ich würde sehr gerne ein Musikinstrument spielen können, und zwar am liebsten ein Saxophon. In vielen Musiktiteln macht sich das Saxophon richtig gut. Es hat für mich einen ganz besonderen Reiz. Generell habe ich vor Musikern großen Respekt, denn auch sie müssen unermüdlich lernen und üben, um letztendlich Erfolg zu haben." © Getty
Markus Babbel (Hertha BSC): "Ich hätte gerne das unheimliche Knowhow bezüglich Computer, iPhones, iPads sämtlicher Multimedia-Geräte unseres Managers Michael Preetz. Er ist dort toporganisiert, hat einfach alles drauf. Ich muss zugeben, dass ich in diesem Punkt ein wenig limitiert bin." © Getty
Karsten Baumann (VfL Osnabrück): "Frauen verstehen! Eine Aussage kann mehrere Bedeutungen haben. Sagt eine Frau zum Beispiel 'Ich habe Hunger' kann das heißen 'Ich habe Hunger'. Es könnte aber auch bedeuten: 'Lass uns was Schönes kochen', 'Führst du mich zum Essen aus?' oder 'Hast du schon eingekauft?' Es ist an uns, es richtig zu deuten." © Getty
Uwe Neuhaus (Union Berlin): "Ich würde gerne alle Sprachen dieser Welt beherrschen. Das ist nicht nur sehr interessant, sondern auch ungemein nützlich. Sie alle zu lernen, schafft man ja leider nicht." © Getty
Uwe Rapolder (Karlsruher SC): "Ich singe sehr gerne - leider fehlt mir hier das nötige Talent. Das würde ich mir wünschen. Gleiches gilt für das Spielen eines Musikinstrumentes." © Getty
Benno Möhlmann (FC Ingolstadt): "Akkordeon würde ich sehr gerne spielen können". © Getty
Jos Luhukay (FC Augsburg): "Im Leben ist es wie im Fußball - es ist kein Wunschkonzert. Daher muss man an seinen Zielen arbeiten und nicht hoffen, dass sie einem zufliegen oder in die Wiege gelegt werden." © Getty

Hertha gelang ein Auftakt nach Maß. Nach einer präzisen Flanke von Ramos erzielte Lustenberger mit einem Volleyschuss das 1:0. Die Berliner kontrollierten auch in der Folge die Partie und blieben in Spiellaune. Noch vor der Pause erhöhten zunächst Ramos nach einer Ecke und dann Lasogga, der eine Kombination abschloss, auf 3:0. Aachen war gegen die Babbel-Elf völlig überfordert und konnte auch im zweiten Abschnitt das Debakel nicht abwenden. Hertha ist damit der höchste Auswärtssieg in dieser Zweitliga-Saison gelungen.


Bielefeld verspielt Sieg

Tabellenschlusslicht Arminia Bielefeld verabschiedet sich langsam, aber sicher aus der Zweiten Liga. Mit dem 1:1 (1:0) im Ostwestfalen-Derby gegen den SC Paderborn blieb die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen auch das zwölfte Spiel in Folge ohne Sieg und liegt 13 Zähler vom rettenden 15. Platz entfernt. Paderborn zählt nach drei Begegnungen ohne Dreier und sechs Punkten vom Relegationsplatz entfernt weiterhin zum erweiterten Kreis der abstiegsbedrohten Mannschaften gehört. Josip Tadic (5.) brachte die Arminia früh in Führung, bevor Nico Klotz (88.) doch noch der Ausgleich gelang.

17.112 Zuschauer sahen in den ersten 45 Minuten eine fade Vorstellung. Dennoch begannen die Bielefelder engagierter und kamen zur frühen Führung. Die Paderborner zeigten sich jedoch nur kurzzeitig beeindruckt und versuchten, die Arminen-Defensive unter Druck zu setzen. Allerdings blieben die Angriffe allzu ideen- und harmlos.

Die sportlich schwer angeschlagenen Bielefelder spielten befreit auf und blieben auch nach dem Wechsel das zunächst aktivere Team. Eine Direktabnahme von Dario Vidosic sorgte vor dem Paderborner Tor noch einmal für Aufregung, bevor die Gäste zur Schlussoffensive bliesen und durch einen Kopfball von Florian Mohr zur Ausgleichschance kamen.

Rüdiger Kauf und Torschütze Tadic waren die herausragenden Akteure bei den Gastgebern, Paderborn hatte seine Besten in Mohr und Markus Krösche.

dpa/sid

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