"Noch keine Entscheidung getroffen"

30 Kandidaten für WM: Konkurrenzkampf wird härter

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Joachim Löw hat noch keine Entscheidung in Sachen WM-Kader getroffen. Der Konkurrenzkampf wird dadurch in den nächsten Wochen und Monaten sicherlich zunehmen .

London - Nach dem letzten Länderspiel im Jahr 2013 bleibt bis zur WM in Brasilien nicht mehr viel Zeit. Der Bundestrainer wird die Rückrunde seiner WM-Kandidaten genau beobachten. 

Nur noch sieben Monate bleiben Joachim Löw, bis er sich auf einen Kader für die WM 2014  festlegen muss. Bis dahin stehen knapp 30 Spieler im Fokus.

Durch die schwere Knieverletzung von Sami Khedira und das Debüt von Torwart-Oldie Roman Weidenfeller hat das Personalkarussell noch einmal mächtig Fahrt aufgenommen.

Die Zahl der ernsthaften WM-Kandidaten hat sich nach dem letzten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr in London gegen England (1:0) noch einmal reduziert. Zu den ursprünglich 24 Akteuren, die Bundestrainer Joachim Löw für den Doppelpack gegen Italien (1:1) und England nominiert hatte, dürfte noch halbes Dutzend Profis für das Turnier am Zuckerhut (12. Juni bis 12. Juli) ernsthaft infrage kommen. Der Kampf um die begehrten 23 WM-Tickets, an dem zwischenzeitlich mal rund 40 Profis beteiligt waren, geht in den kommenden Wochen in die Endphase.

Vor der WM-Nominierung hat Löw nur noch ein Länderspiel am 5. März 2014 in Stuttgart gegen Chile, in dem er etwas ausprobieren kann. Im Normalfall wird der Bundestrainer aber für dieses Match nur Spieler berufen, die auch mit an die Copacabana reisen.

Spannend wird es noch in der Torwartfrage. Oldie Roman Weidenfeller hat nach seinem gelungenen Debüt in Wembley, wo er allerdings so gut wie gar nicht gefordert wurde, sehr gute Karten. Für U21-Keeper Marc-Andre ter Stegen ist die Tür frühzeitig zu. Hannovers Ron-Robert Zieler, bislang die etatmäßige Nummmer drei hinter Bayern-Torwart Manuel Neuer und HSV-Schlussmann Rene Adler, kann sich die WM-Teilnahme wohl ebenso abschminken.

Fußball-WM 2014: Löws Kandidaten im Check

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Löw will von einer Vorentscheidung um die Plätze allerdings noch nichts wissen: „Weder auf der Torhüter- noch auf einer anderen Position müssen wir zum jetzigen Zeitpunkt Entscheidungen treffen. Der Konkurrenzkampf auf einzelnen Positionen wird somit in den nächsten Monaten sicher härter.“

Ob Khedira nach seinem Kreuzbandriss rechtzeitig fit wird, steht in den Sternen. Davon wir auch abhängen, ob die beiden Bender-Zwillinge Sven und Lars erstmals gemeinsam bei einem Turnier mitwirken können.

Gesetzt sind normalerweise Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Mario Gomez und Ilkay Gündogan, die bei der letzten Dienstreise der DFB-Auswahl 2013 verletzungsbedingt gefehlt hatten. Der ebenfalls noch angeschlagene Lukas Podolski ist etwas ins Hintertreffen geraten, darf aber nach wie vor auf die WM-Teilnahme hoffen.

SID/mzl

 

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