Trotz Götze-Abgang

Klopp: "Wollen noch stärker werden"

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Trainer Jürgen Klopp glaubt trotz des Wechsels von Nationalspieler Mario Götze zum FC Bayern München nicht an einen Substanzverlust bei Borussia Dortmund.

Kirchberg - Trainer Jürgen Klopp glaubt trotz des Wechsels von Nationalspieler Mario Götze zum FC Bayern München nicht an einen Substanzverlust bei Borussia Dortmund.

Den Vollzug bei der Verpflichtung von Millionen-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang vermeldete der deutsche Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund noch nicht, wohl aber klipp und klar seine Saisonziele. „Wir möchten wieder in die Champions League, dort wieder die Gruppenphase überstehen und im DFB-Pokal möglichst wieder weiter kommen“, sagte Vereinsboss Hans-Joachim Watzke bei der ersten Pressekonferenz nach der Sommerpause im Trainingslager im österreichischen Kirchberg.

Ebenso wie Coach Jürgen Klopp präsentierte sich Watzke locker, gute gelaunt und offensichtlich unbeeindruckt von den zahlreichen Schlagzeilen und Transfer-Spekulationen der vergangenen Wochen. Gern hätte er den Journalisten den neuen französischen Torjäger Aubameyang vom AS St. Etienne (13. Mio. Euro Ablöse) als Neuzugang verkündet. „Doch wenn kein auslaufender Vertrag vorliegt, müssen sich drei Seiten einigen. Das dauert eben manchmal“, sagte der 53-Jährige.

Der gabunische Nationalspieler soll möglichst in der kommenden Woche, wenn der BVB-Tross zum zweiten Teil der Vorbereitung ins schweizerischen Bad Ragaz reisen wird, zum Kader stoßen. Dass die zweite Verstärkung nach dem Ex-Bremer Sokratis (9,5 Mio. Ablöse) im Anflug ist, stimmte besonders Klopp zuversichtlich: „Wir haben das Gefühl, dass, wenn wir wissen, wer in der kommenden Saison zu diesem Kader gehört, wir dann sehr, sehr gut aufgestellt sind.“

Zu weiteren möglichen Kandidaten wie den Armenier Henrich Mchitarjan vom ukrainischen Double-Sieger Schachtjor Donezk, für den der BVB ein Angebot über 23 Millionen Euro abgegeben haben soll, wollte sich Watzke nicht weiter äußern. Nur so viel ließ er wissen: „Wir haben ganz wenige Vereine angesprochen, weil wir klare Vorstellungen haben.“

Konkrete Vorstellungen hat auch Coach Klopp von der Borussia 2013/2014. „Unser Plan ist, nicht im Windschatten von Bayern München Fußball zu spielen. Wir wollen stärker sein als in der letzten Saison“, sagte der 46-Jährige und weiß, wo er den Hebel ansetzen muss: „Die Anzahl unserer Gegentore in der letzten Spielzeit hängt im dramatischen Zusammenhang mit den fehlenden Punkten.“

Die Grundlage zur Korrektur wird in diesen Tagen gelegt. Am Donnerstagvormittag bat Klopp seinen Kader, in dem der operierte Lukasz Piszczek, die Nationalspieler Robert Leandowski und Jakub Blaszczykowski und auch Sokratis wegen ihres verlängerten Urlaubs aufgrund der Einsätze in ihren Nationalteams fehlen, zum Zirkeltraining und anschließend zum Balltraining.

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500 Zuschauer beobachteten mit Argusaugen jede Bewegung der Stars auf dem Bilderbuch-Rasen in Brixen, Treffer beim Torschusstraining wurden bejubelt, und auch ansonsten herrschte fast Volksfest-Stimmung. Am Nachmittag weihten die Borussen eine schwarz-gelbe Berggondel ein, um wenig später die nächste Trainingseinheit zu absolvieren.

Gelegt hat sich der Rummel um Lewandowski. Nachdem der Pole mit seinen Wechselabsichten in Richtung Bayern München ein Sommertheater entfachte, zeigt das Machtwort von Watzke, der den Torjäger für unverkäuflich erklärte, klare Wirkung. Lewandowski wird nunmehr seinen Vertrag bis 2014 erfüllen und den BVB nach der Saison verlassen.

Klopp appellierte an die Fairness der BVB-Fans und will sie in die Pflicht nehmen, sollte Lewandowski mal ein schlechteres Spiel abliefern. „Er ist Profi durch und durch und wird sich auch weiter so verhalten. Wenn unser Verein so klasse ist, müssen wir das auch in diesem Bereich beweisen“, ergänzte der BVB-Coach.

„Was ist denn passiert, außer, dass er gesagt hat, dass er wechseln möchte?“ fragte Klopp. „Nur weil wir den Verein als den einzig wahren sehen, heißt das nicht, dass es auch für alle Spieler gilt. Das muss man respektieren.“ Der frisch vermählte Lewandowski wird in der kommenden Woche in die Vorbereitung einsteigen - vermutlich zusammen mit Aubemeyang.

SID/dpa

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