FCK erobert Spitze - Bielefeld besiegt St. Pauli

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Obenauf: Der 1. FC Kaiserslautern

München - Euphorie ohne Ende in der Pfalz, Jubel in Ostwestfalen: Pokalschreck 1. FC Kaiserslautern hat seinen Höhenflug auch im Liga-Alltag fortgesetzt und thront erstmals seit elf Monaten wieder an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga.

Drei Tage nach dem Pokalcoup gegen Bayer Leverkusen feierte der pfälzische Fußball- Zweitligist am Samstag mit dem 2:0 (1:0) gegen Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC den dritten Liga-Sieg in Serie und verdrängte den bisherigen Tabellenführer 1. FC Union Berlin. Immer besser in Schwung kommt Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld, der mit dem 1:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli die Hanseaten vom dritten Platz verdrängte.


Einmal mehr seine Heimstärke bewies Lautern gegen den KSC. Auf Augenhöhe bestritten beide Teams die erste Halbzeit, doch allein die Hausherren konnten vor 37 774 Zuschauern jubeln. Der Brasilianer Rodnei traf kurz vor der Pause (42. Minute) zur Führung. Direkt nach dem Wechsel waren die Hausherren erneut zur Stelle: Bastian Schulz verwandelte einen Handelfmeter (52.).


Die neuen Nutella-Boys: Wer schmiert als Nächster ab?

Das sind die neuen Nutella-Boys: Laut "Sport Bild" darf unter anderem Benedikt Höwedes bald im Fernsehen sein Brot schmieren © 
Bei Schalke 04 gehört Höwedes bereits zu den Stützen des Teams
Bei Schalke 04 gehört Höwedes bereits zu den Stützen des Teams © 
Auch Mesut Özil soll der Kampagne vor der WM sein Gesicht geben
Auch Mesut Özil soll der Werbekampagne vor der WM sein Gesicht geben © dpa
Nutella-Fluch
Er ist der DFB-Überflieger des Jahres 2009 © Getty
Nutella-Fluch
Auch Mats Hummels, bisher Leistungsträger der U21, ist ab sofort Nutella-Boy © Getty
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Mats Hummels © Getty
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...und schließlich mischt auch Manuel Neuer mit, der schon früher im Fernsehen Nutella aufs Brot schmierte  © dpa
Süße Haselnusscreme und süße Jung-Nationalspieler - eigentlich eine Kombination, die passt. Doch wie jetzt Jermaine Jones ereilte viele Nutella-Boys nach dem TV-Spot der Karriere-Knick. © dpa
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JERMAINE JONES: Der Schalker durfte in einem TV-Spot ran und auch dreimal für Deutschland in Freundschaftsspielen auflaufen. © dpa
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Dann wurde er von Joachim Löw ausgebootet, entschied sich, zur US-Nationalelf zu wechseln und mit diversen zweifelhaften Äußerungen gegen Löw, seine Kollegen und die deutsche Mentalität die Öffentlichkeit gegen sich aufzubringen. © dpa
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TIM BOROWSKI: Der damalige Bremer Leistungsträger war bei der WM 2006 Deutschlands "zwölfter Mann", wurde immer gleich eingewechselt, wenn Jürgen Klinsmann frischen Schwung brauchte. Mit seiner Vorlage auf Miroslav Klose im Viertelfinale gegen Argentinien brachte er Deutschland in die Verlängerung. © dpa
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Nach seinem zwischenzeitlichen Wechsel zum FC Bayern ist er auch im Verein nur noch Ergänzungsspieler. Und in der Nationalmannschaft längst außen vor. © dpa
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ANDREAS HINKEL: Der Rechtsverteidiger (hinten) war einer der "jungen Wilden" beim VfB Stuttgart und entfesselte entlang der Seitenlinie unter Rudi Völler (r.) auch im DFB-Trikot mächtig Wirbel. Zunächst. © dpa
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Zum FC Sevilla würde er aber wohl nicht noch einmal wechseln. Von 2006 bis 2008 lernte er im sonnigen Spanien die Schattenseiten einer Fußball-Karriere kennen. Inzwischen darf er aber nicht nur im Verein (jetzt SC Freiburg) wieder regelmäßig ran, sondern auch im Deutschland-Jersey. © dpa
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KEVIN KURANYI: Der junge Himmelsstürmer vom VfB Stuttgart debütierte unter Rudi Völler in der Nationalmannschaft und begeisterte auch dort mit Treffern wie am Fließband. © dpa
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Später war er in der Nationalelf nur noch Ergänzungsspieler. Schließlich der Eklat: Als er mal wieder bei einem DFB-Spiel nur einen Tribünenplatz inne hatte, verließ er wortlos das Stadion und wurde von Joachim Löw aus der Nationalmannschaft geworfen. © dpa
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BENJAMIN LAUTH: Er sorgte beim TSV 1860 München für Furore, schoss nicht nur Tore, sondern zog auch Sympathien auf sich und wurde in die Nationalelf berufen. © dpa
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Nach dem Spot kam der große Karriere-Knick. Weder beim HSV, noch beim VfB Stuttgart oder Hannover 96 konnte er an alte Leistungen anknüpfen. Erst seit seiner Rückkehr in die Heimat zum TSV 1860 München läuft's wieder besser bei "Benny-Bomber" - allerdings eben in der zweiten Liga statt in der Nationalelf. © dpa
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TOBIAS WEIS: Nach einer furiosen Hinrunde mit 1899 Hoffenheim hat Joachim Löw auch den "Kraichgau-Gattuso" nominiert. Prompt durfte er sich auf der Mattscheibe auch Haselnusscreme aufs Brot schmieren. © dpa
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Danach konnte er sich zunächst die Nationalelf-Karriere abschmieren und wurde nicht mehr eingeladen. © dpa
Nutella-Fluch
NICHT ABGESCHMIERT: Keiner weiß, wie sie es machen, aber einige scheinen nach einem TV-Spot dem vermeintlichen "Nutella-Fluch" hartnäckig zu trotzen und (noch?) ohne große Karriere-Knicks auszukommen. So etwa Arne Friedrich © dpa
Nutella-Fluch
oder Marcell Jansen. Mal sehen, ob Höwedes, Neuer, Özil und Hummels den Bann brechen können © dpa

Nach nicht einmal 180 Sekunden hatten die Arminia-Fans Grund zum Jubel: Giovanni Federico stellte früh (3.) die Weichen auf Sieg für die Ostwestfalen, die sich unter der Woche den peinlichen Pokal- Ausrutscher in Trier geleistet hatten. Für die Arminia war es bereits der vierte Liga-Sieg in Serie. St. Pauli kämpfte wacker, am Ende musste Trainer Holger Stanislawski an seinem 40. Geburtstag aber die dritte Pleite binnen einer Woche hinnehmen.

Zum Auftakt des 7. Spieltages hatte am Freitag Aufsteiger Berlin einmal mehr seine Heimstärke unter Beweis gestellt und mit dem 2:1 gegen Rot Weiss Ahlen im vierten Anlauf den vierten Heimsieg eingefahren. Seine Talfahrt konnte Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus mit dem 3:0 gegen Schlusslicht FSV Frankfurt stoppen. Der MSV Duisburg verlor das West-Derby bei Rot-Weiß Oberhausen mit 0:1 und musste die dritte Liga-Niederlage in Serie hinnehmen.

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