Lehmann wieder im VfB-Tor

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Jens Lehmann wurde von seinem Verein „begnadigt“.

Stuttgart - Der Stuttgarter Fußball-Bundesligist hat die Suspendierung seines Torwarts am Donnerstag aufgehoben.

Manager Horst Heldt sagte am Nachmittag nach einem Gespräch mit  Jens Lehmann, Trainer Markus Babbel und Sportdirektor Jochen Schneider: “Jens hat eingesehen, dass er seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden ist. Damit ist der Fall für uns erledigt.“


Der 39-Jährige hatte am Samstag nach der 0:2- Niederlage des VfB gegen den 1. FC Köln das Münchener Oktoberfest besucht, ohne dies mit seinem Verein abzusprechen. Er war daraufhin aus dem Kader für das Pokalspiel beim VfB Lübeck geworfen worden. Lehmann selbst wollte zu seiner “Begnadigung“ nichts sagen. Er hatte bereits am Montag erklärt, das Vorgehen des Vereins zu “akzeptieren“.

Am Donnerstag trainierte der Torwart wieder mit der Mannschaft, nachdem er seine Übungen am Dienstag noch wegen einer Brustwirbelblockade abgebrochen hatte. Offiziell setzte Horst Heldt wegen dieser Blessur noch ein Fragezeichen hinter Lehmanns Einsatz im Spiel am Samstag bei Eintracht Frankfurt. Doch während des Trainings hinterließ der Torwart einen fitten Eindruck. Er machte alle Übungen ohne Einschränkungen mit.


Das Gespräch zwischen Verein und Lehmann hatte bereits vor dem Training stattgefunden und dauerte nach Angaben von Heldt rund 15 Minuten. Der Ex-Nationaltorwart hatte am Montag erklärt, das Oktoberfest wegen “einer Charity-Veranstaltung“ besucht zu haben. Trainer Babbel hielt dies angesichts der aktuellen Krise des VfB für “nicht angebracht.“ Beim 3:1-Sieg nach Verlängerung in Lübeck hatte am Mittwochabend Sven Ulreich im Stuttgarter Tor gestanden.

dpa

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