Nach "Quenelle"-Gruß

Anelka: "Bin nicht antisemitisch"

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Nicolas Anelka

Paris - Der französische Fußballstar Nicolas Anelka wehrt sich gegen den Vorwurf des Antisemitismus.

Er sei "weder rassistisch noch antisemitisch", erklärte der Stürmer des englischen Premier-League-Klubs West Bromwich Albion am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite. Der englische Fußballverband FA hatte gegen den früheren französischen Nationalspieler ein Disziplinarverfahren eingeleitet, weil er am 28. Dezember beim Spiel seines Vereins gegen West Ham United den als antisemitisch geltenden "Quenelle"-Gruß gezeigt hatte. Anelka forderte den Verband nun auf, die Anschuldigungen fallen zu lassen.

Nach Ansicht der Football Association war Anelkas Geste "vulgär und/oder beleidigend und/oder unangebracht". Der 34-Jährige muss deshalb mit einer Sperre für mehrere Spiele rechnen. Urheber des "Quenelle"-Grußes ist der französische Komiker Dieudonné M'bala M'bala. Dieser wurde in Frankreich als Holocaust-Leugner bereits mehrfach zu Geldstrafen verurteilt. Anelka nimmt für sich in Anspruch, sein "Quenelle"-Gruß sei eine Geste "gegen das System" gewesen.

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Beim "Quenelle"-Gruß wird die linke Hand auf den durchgestreckten rechten Arm gelegt. Die Geste wurde auch schon von führenden Mitgliedern der rechtsextremen Front National in Frankreich gezeigt. Kritiker sehen in der Geste eine direkte Anspielung auf den Hitler-Gruß.

afp

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