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Stöger neuer Trainer des 1. FC Köln

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Peter Stöger

Köln - Der Österreicher Peter Stöger ist neuer Trainer des Zweitligisten 1. FC Köln. Eine Einigung zwischen seinem bisherigen Arbeitgeber Austria Wien und den Kölnern macht's möglich.

Der 1. FC Köln hat das Tauziehen um Peter Stöger gewonnen und 25 Tage nach dem überraschenden Abschied von Holger Stanislawski seinen „Wunschtrainer“ für die Mission Wiederaufstieg verpflichtet. Nach tagelangem Poker um die Ablösemodalitäten vermeldeten Stögers bisheriger Klub Austria Wien und die Geißböcke am Mittwochvormittag den Transfer des 47-Jährigen zum dreimaligen deutschen Meister als perfekt.

„Ich bin natürlich erleichtert und froh, dass es endlich durch ist. Ich wollte unbedingt nach Köln. Von daher war es ein Nervenspiel“, sagte Stöger und fügte hinzu: „Ich danke den Kölnern für das große Vertrauen in meine Fähigkeiten und es ist aus meiner Sicht selbstverständlich, dass ich dieses Vertrauen auch bestätigen möchte.“

Auf Kölner Seite zeigte man sich nach dem Verhandlungsstress der vergangenen Tag erleichtert. „Wir sind sehr froh, dass sich Peter Stöger für den 1. FC Köln entschieden hat. Wir hatten ihn von Anfang an auf dem Zettel und waren nach den Gesprächen mit ihm absolut von seinen Fähigkeiten überzeugt. Deshalb haben wir uns in den vergangenen Tagen intensiv um ihn bemüht“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle nach dem tagelangen Gezerre um den Fußballlehrer.

Für Kölns Kaderplaner Jörg Jakobs ist Stöger der große Wurf: „Stöger ist ein moderner Trainer mit großen Fähigkeiten bei der Führung und Entwicklung der Spieler. Zugleich verfügt er über Erfahrung und hat bereits einige Titel gewonnen. Mit der Austria hat er in vergangenen Saison trotz eingeschränkter finanzieller Mittel und der Konkurrenz von Red Bull Salzburg eine Rekordsaison

in Österreich erreicht. Dabei hat Stöger gezeigt, dass er eine Mannschaft formen und aus ihr mehr herausholen kann als nur die Summe der Einzelspieler.“

Bezüglich der Ablösemodalitäten vereinbarten beide Klubs Stillschweigen. Die Laufzeit des Vertrages und weitere Einzelheiten werden nach FC-Angaben erst am Freitag bei der offiziellen Vorstellung mitgeteilt.

Köln hat trotz seiner Verbindlichkeiten von 30 Millionen Euro sein erstes Angebot vom Wochenende noch einmal erhöht. Der 1. FC Köln habe am Dienstag eine „deutlich verbesserte“ Offerte abgegeben, berichtete Austria-Finanzvorstand Markus Kraetschmer auf der Austria-Webseite. Deshalb hätten Vorstand und Aufsichtsrat Stöger ziehen lassen.

Bei ihrem zweiten Besuch in Wien am Dienstag hatte die FC-Delegation mit Präsident Werner Spinner und Geschäftsführer Alexander Wehrle nach Informationen aus Wien eine Ablösesumme von 800.000 Euro ausgehandelt, zudem sollen die Veilchen die Einnahmen aus einem Ablösespiele erhalten.

Der neue FC-Coach, der am Donnerstag in der Domstadt erwartet wird, lobte bereits vor seiner offiziellen Präsentation schon mal seinen neuen Arbeitgeber und dessen Anhänger: „Dieser Verein hat - getragen von seinen tollen Fans - ein riesiges Potenzial, und ich werde nun versuchen, dieses Potenzial auch entsprechend abzurufen.“

Zuvor muss er aber seinen Kader für die kommende Saison zusammenstellen.

Bislang konnten die Geißböcke, die bereits am Montag ihre Vorbereitung auf die neue Spielzeit aufgenommen haben, lediglich den 20 Jahre alten Mittelfeldspieler Maxi Thiel von Wacker Burghausen als Neuzugang präsentieren. Zudem reißt der bevorstehende Wechsel von U21-Nationalspieler Christian Clemens zum Erstligisten Schalke 04 eine große Lücke.

Der gebürtige Wiener Stöger, der erst nach den Absagen von Mike Büskens und weiteren Kandidaten zum „Wunschtrainer“ auserkoren wurde, hatte zuletzt immer wieder betont, dass es für ihn eine Herzensangelegenheit sei, nach Deutschland zum FC zu wechseln: „Das ist eine tolle Gelegenheit für mich, zu einem solchen Klub zu wechseln.“

Der ehemalige österreichische Nationalspieler, über dessen künftige Assistenten noch nichts bekannt wurde, hat sein Saisonziel schon deutlich formuliert: „Der FC ist kein normaler Zweitligist und muss so schnell wie möglich in die Bundesliga. Ich gehe die Aufgabe mit Volldampf an. Der 1. FC Köln will unbedingt aufsteigen. Dieser Herausforderung stelle ich mich“, sagte er dem Express.

sid

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