Platzverweis für Rios Sambaschulen

Ärger vor WM: Sie dürfen heute nicht auftreten

Brasilianerinnen der Samba-Schulen Beija-Flor (l.) und Mangueira bei Auftritten.

São Paulo - Heute findet im Corinthians-Stadion das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien statt. Doch ausgerechnet die Sambaschulen Rio de Janeiros fehlen - obwohl sie zum kulturellen Erbe des Landes gehören.

Wie die brasilianische Tageszeitung O Globo berichtet, wurden die wichtigsten Samba-Schulen Rio de Janeiros bei der Auswahl für die musikalische Performance zur WM-Eröffnung nicht berücksichtigt. Den Titel-Song "We are one" zum WM-Auftakt in São Paulo werden Pitbull, Jennifer Lopez, die brasilianische Band Olodum und die Sängerin Claudia Leitte interpretieren.

Das verärgert die Zeitung O Globo. "Keine Spur von Mangueira, nicht einmal Beija-Flor und schon gar nicht Portela", schreibt die Onlineausgabe des Blattes und zählt damit drei der bedeutensten Samba-Schulen Rios auf. Lediglich die Pérola Negra, eine Samba-Schule aus São Paulo, wird auftreten.

Nach dem Karneval ist vor dem Karneval: Jedes Jahr aufs Neue feilen die einzelnen Samba-Schulen aus Rio an Kostümen, Choreographien und Rhythmen in der Hoffnung, in die so genannte Grupo Especial aufzusteigen - eine Art Champions League der Samba-Schulen.

Die Schulen Rio de Janeiros nehmen einen besonderen Stellenwert im ganzen Land und seinem kulturellen Erbe ein. Auch deswegen wohl der Ärger der Zeitung, dass nur eine aus São Paulo berücksichtigt wurde.

maz

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