Absage an Wilmots

Trainersuche: Jetzt lockt Schalke 04 Breitenreiter

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Hat sich in der Bundesliga einen Namen gemacht: Paderborns Trainer Andre Breitenreiter könnte bei Schalke 04 anheuern.

Gelsenkirchen - Nach der Absage an Marc Wilmots streckt Schalke 04 nun seine Fühler nach Andre Breitenreiter aus. Der Paderborner Trainer soll die Misere der Knappen beenden.

Update: Am späten Freitagnachmittag war der Trainer-Wechsel perfekt: Das Präsidium von Schalke gab offiziell bekannt, dass André Breitenreiter ab sofort neuer Chefcoach bei den Königsblauen ist.   

Augsburgs Erfolgscoach Markus Weinzierl sagte ab, „Eurofighter“ Marc Wilmots war offenbar zu teuer: Auf der Suche nach einem neuen Trainer bekommt Schalke 04 keinen seiner Wunschkandidaten. Nachdem die Königsblauen am Mittwoch von Weinzierl einen Korb erhalten hatten, verzichteten sie am Freitag selbst auf ihren UEFA-Cup-Helden. Nach übereinstimmenden Berichten der "WAZ" und der "Bild"-Zeitung sagte der Bundesligasechste dem belgischen Nationaltrainer Wilmots ab. Neuer Favorit auf die Nachfolge von Roberto Di Matteo ist jetzt Andre Breitenreiter.

Schalke 04 bindet zwei Talente langfristig

Mit dem 41-Jährigen, der beim Bundesliga-Absteiger SC Paderborn noch bis 2016 unter Vertrag steht, soll Schalke-Sportvorstand Horst Heldt am Donnerstag verhandelt haben. Breitenreiter hat angeblich eine festgeschriebene Ablösesumme von 500.000 Euro. Nach dem einjährigen Bundesliga-Intermezzo mit Paderborn hatte er seine Zukunft offen gelassen.

Wilmots wollte wohl vier Millionen Euro im Jahr

Der ehemalige Hamburger und Wolfsburger Bundesliga-Profi dürfte die deutlich billigere Lösung sein: Wilmots, der sich als „Willi, das Kampfschwein“ beim UEFA-Cup-Triumph 1997 auf Schalke unsterblich gemacht hatte, scheiterte offenbar an seinen Gehaltsforderungen. Der 46-Jährige soll vier Millionen Euro pro Jahr gefordert haben. Außerdem wollte er sein komplettes Trainerteam von der belgischen Nationalmannschaft mitbringen, zudem wäre eine Ablöse in Höhe von zwei Millionen Euro fällig gewesen.

Wilmots, bei den Roten Teufeln noch bis 2018 unter Vertrag, wollte sich nach dem EM-Qualifikationsspiel am Freitagabend in Wales zu seiner Zukunft äußern. „Kein Kommentar“, sagte er auf erneute Nachfrage bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. Heldt hatte mit Wilmots' Beratern verhandelt, der Schalker Publikumsliebling die Kontakte öffentlich bestätigt und Interesse an einer Rückkehr nach Gelsenkirchen signalisiert.

Applaus für Breitenreiter auf Schalke

Breitenreiter genießt trotz des Abstiegs mit Paderborn in der Branche einen guten Ruf. Trotz eines Mini-Etats führte er die Ostwestfalen in die Bundesliga, erst am letzten Spieltag verspielte der Neuling die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Bei der unglücklichen 0:1-Niederlage auf Schalke eine Woche zuvor waren Breitenreiter und sein Team noch mit tosendem Beifall der Schalker Fans verabschiedet worden.

Am Mittwoch hatte Augsburgs Erfolgstrainer Weinzierl den Schalkern einen Korb gegeben. Das Angebot der Gelsenkirchener sei zu kurzfristig gekommen, hieß es. Der 40-Jährige erklärte, er wolle seinen erst im April bis 2019 verlängerten Vertrag bei den Schwaben erfüllen. Schalke hatte sich nach der enttäuschenden Rückrunde mit dem Absturz auf Platz sechs von Di Matteo getrennt, nach offizieller Darstellung trat der Italiener, der erst im Oktober verpflichtet worden war, zurück.

sid

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