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„Wir wollen kein Alibi!“

Trotz Köln-Klatsche: Union bleibt optimistisch

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Trotz der deftigen Niederlage beim 1. FC Köln wollen sich die Berliner nicht unterkriegen lassen

Köln - Das 0:4-Debakel in Köln schockte Union Berlin sichtlich - und doch wurde eines klar: Das zuvor gewonnene Selbstvertrauen schwindet so schnell nicht.

Von irgendwelchen Ausreden wollten sie gar nichts wissen bei Union Berlin. Das Fehlen von Topscorer Torsten Mattuschka als Grund für das Debakel? „Das ist Schwachsinn!“ Die verspätete Anreise? „Wir wollen kein Alibi!“ Knallhart redeten die Eisernen Klartext nach der 0:4-Klatsche im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Köln. Und das mit dem Selbstvertrauen eines Tabellenzweiten, der weiß, dass er deutlich mehr drauf hat.

„Wir waren chancenlos“, gestand Uwe Neuhaus. Dann hielt der sichtlich schockierte Union-Trainer entschieden einen Vortrag über das, was an diesem Montagabend alles falsch lief. Das Offensivspiel sei „sehr, sehr schlecht“ gewesen, man habe „katastrophale Fehler“ gemacht und „absolut enttäuscht“. Es war die Fallhöhe, die Neuhaus den Aufprall auf dem Boden der Realität so schmerzhaft machte: „Die letzten Wochen haben Hoffnung auf mehr gegeben.“

Trotzdem, von einer Abrechnung mit seinem Team war der Coach meilenweit entfernt: „Wir werden uns jetzt nicht verteufeln, verfluchen, auseinanderreißen.“ Und doch waren es zunächst harte Worte, die ein verunsichertes Team völlig aus der Bahn werfen könnten. Allein, von Verunsicherung spürte man auch bei den Spielern keinen Funken. Im Stile ihres Trainers sprachen sie zunächst von „einer anderen Liga“ (Simon Terodde), in der Köln an diesem Abend spielte, von aufgezeigten „Grenzen“ (Sören Brandy), von einem „deutlichen Statement“ (Ersatz-Kapitän Michael Parensen).

Doch klang in den Aussagen vielmehr der Trotz heraus, es besser zu können - es am kommenden Samstag gegen den Karlsruher SC wieder viel besser zu machen. „Diese Nacht“, sagte Parensen, der anstelle des gelbgesperrten Mattuschka die Binde trug, „werden wir noch schlecht schlafen. Aber ab morgen zählt nur noch Karlsruhe.“ Überhaupt, man sei „auf einen guten Weg“ und auch nach der bitteren 2:4-Heimpleite gegen die SpVgg Greuther Fürth am 8. Spieltag „wieder aufgestanden.“ Anschließend hatten die Köpenicker vier von fünf Duellen gewonnen. „Wir stehen nicht umsonst dort oben“, fügte Parensen an.

Auch der bundesliga-erfahrene Benjamin Köhler zeigte sich zunächst enttäuscht von dem „unnötigen“ Ergebnis gegen die zuvor punktgleichen Kölner, sprach dann aber schnell davon, dass „sowas“ schon mal „passieren darf“.

Dass dieses Debakel überhaupt in dieser Art passieren würde, hatte nach 15 Minuten in der Kölner Arena wohl niemand gedacht. Mit dem Selbstvertrauen, auswärts noch nicht verloren zu haben, begann Union dominant, schnürte die Kölner mit einer attraktiven, variablen Spielweise in deren Hälfte ein - und hätte sogar führen müssen: Damir Kreilach traf, doch Schiedsrichter Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) entschied nach einem harmlosen Einsteigen Brandys wohl zu Unrecht auf Stürmerfoul.

Dann war es aber vor allem die enorme individuelle Klasse der Kölner, die den Unionern immer wieder zu schaffen machte, zudem ließ man sich bei den vier Gegentoren zweimal klassisch auskontern - resultierend aus der (zu) mutigen Taktik Unions, unbedingt das Spiel machen zu wollen.

SID

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