"Er muss operiert werden"

Vorzeitiges Saisonende für Bald-Bayer Rode

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Sebastian Rode

Frankfurt/Main - Sebastian Rode, der im Sommer zum FC Bayern wechselt, wird das Trikot von Eintracht Frankfurt nicht mehr tragen. Er fällt verletzungsbedingt bis Saisonende aus.

Schocknachricht für Eintracht Frankfurt vor dem Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky und Kabel 1) gegen den FC Porto: Der sechsmalige U21-Nationalspieler Sebastian Rode hat einen Knorpelschaden im Knie erlitten und fällt bis zum Saisonende aus. Damit wird der 23-Jährige, dessen Wechsel zu Rekordmeister Bayern München beschlossene Sache ist, auf absehbare Zeit nicht mehr für die Eintracht auflaufen.

„Er muss operiert werden. Das ist sehr bitter für ihn und für uns. Das Karriere-Ende droht aber nicht“, sagte Trainer Armin Veh am Mittwoch über den Mittelfeldspieler.

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Die schwere Rode-Verletzung traf die Frankfurter schwer. "Wir haben keinen anderen Spielertypen wie ihn. Deshalb ist Sebastian für uns nicht zu ersetzen", sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. Für Rode kommt der Ausfall zum ungünstigsten Zeitpunkt. Er hat der Eintracht mitgeteilt, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Stattdessen zieht es ihn zu Bayern München. Der Rekordmeister hat den Transfer bislang aber nicht bestätigt.

Derweil hat die Eintracht den Vertrag mit Sportdirektor Bruno Hübner um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2016 verlängert. „Ich hoffe, er schreibt weiter an seiner Erfolgsstory - wie in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren“, äußerte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen: „Der Vertrag gilt für die 1. und 2. Liga - wie es sich gehört.“

Der Schock stand Armin Veh zwar ins Gesicht geschrieben, die schwere Verletzung von Sebastian Rode hat die Kampfmoral von Eintracht Frankfurt aber sogar noch gestärkt. „Es bringt nichts, wenn ich jetzt heule. Wir wollen es schaffen“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten vor dem Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky und Kabel 1) gegen den FC Porto und beschwor eine Jetzt-erst-recht-Einstellung.

Obwohl der künftige Bayern-Profi Rode einen Knorpelschaden im Knie erlitten hat und nach einer anstehenden Operation bis zum Saisonende ausfällt, soll es mit dem 2:2 aus dem Hinspiel im Rücken zum Weiterkommen gegen den früheren Weltpokal- und Champions-League-Sieger reichen.

Die Partie vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena ist allerdings nur ein Intermezzo für die Hessen, die am Mittwoch den Vertrag mit Sportdirektor Bruno Hübner bis 2016 verlängert haben. Schon am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) kommt der VfB Stuttgart zum Kellerduell nach Frankfurt.

Nach dem Abpfiff des Porto-Spiels, in dem der gelbgesperrte Marco Russ fehlen wird, genießt der Abstiegskampf wieder Priorität. „Dann denke ich sofort an Stuttgart“, sagte der frühere VfB-Meistertrainer Veh, dessen jetziger Verein nur vier Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz liegt.

Der erste Achtelfinal-Einzug im Europacup seit 20 Jahren wäre aber trotz der weiteren Zusatzbelastung aus wirtschaftlicher Sicht lukrativ. Laut Finanzvorstand Axel Hellmann würde ein Erreichen der nächsten Runde, in der Swansea City oder der SSC Neapel warten, 1,5 Millionen Euro netto in die Kassen spülen. Bisher haben die Hessen, deren optimistische Fans schon 15.000 Tickets für das Achtelfinale reserviert haben, knapp zwölf Millionen Euro Umsatz in der laufenden Europa-League-Saison gemacht.

Für Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, der immer wieder den großen Unterschied zwischen Arm und Reich in der Liga moniert, ist das aber nicht genug. Bruchhagen, dessen Klub schon jetzt mehr Pflichtspiele als in der Vorsaison absolviert hat, würde gern mehr Ertrag für den Aufwand sehen.

„Ich will keiner Mannschaft in Kasachstan oder Island die Europa League madig machen, aber wir sind immerhin der zuschauerstärkste Verein in diesem Wettbewerb, und das spiegelt sich nicht wider“, sagte Bruchhagen. Die oberen Plätze in der Bundesliga seien „schwer zu erreichen“. Dagegen würden sich in anderen Teilen Europas „Provinzmannschaften“ qualifizieren.

SID/dpa

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