Für die Sicherheit

WM: Brasilien schickt Militär in Rio-Favelas

Rio de Janeiro - Im Kampf um größtmögliche Sicherheit bei der Fußball-WM in Brasiliens (12. Juni bis 13. Juli) lässt die Regierung die Muskeln spielen.

 Justizminister Eduard Cardozo kündigte wenige Tage nach dem Tod eines Polizisten durch eine Schießerei in einem Slum von Rio de Janeiro den Einsatz von Soldaten zur Vertreibung der herrschenden Drogenbanden und anderer krimineller Gruppen an.

„Wir werden den Banden zeigen, wer stärker ist, werden zeigen, dass der Bundesstaat Rio stärker ist und dass der brasilianische Staat stärker ist“, sagte Rios Sicherheitsminister Jose Mariano Beltrame zu Cardozos Zusage nach einem Gespräch mit Rio Gouverneur Sergio Cabral und Brasiliens Generalstabschef Jose Carlos de Nardi. Einzelheiten über die Truppenstärke oder Beginn und Dauer des Militäreinsatzes nannte Beltrame ebenso wenige wie Cardozo.

Angesichts der schwierigen Situation in den Favelas genannten Elendsvierteln der Millionen-Metropole Rio de Janeiro hatte Gouverneur Sergio Cabral Staatspräsidentin Dilma Rousseff um Unterstützung gebeten.

Besonders der Mare-Slum in der Nähe von Rios Galeao-Flughafens mit 100.000 Einwohnern gilt als eine Hochburg des Verbrechens. Seit 2009 sind insgesamt 9000 Polizisten in 38 sogenannten Befriedungseinheiten in den Favelas tätig, um die Lage in den Griff zu bekommen. Die tödlichen Schüsse auf einen Polizisten am vergangenen Wochenende bedeuten einen herben Rückschlag für die Bemühungen der Sicherheitskräfte.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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