Notoperation aber keine Lebensgefahr

Box-Star vor Döner-Imbiss angeschossen

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Manuel Charr (r.) trat schon gegen Vitali Klitschko an.

Essen - Sorge um Box-Star Manuel Charr: Medienberichten zufolge ist der 30-Jährige in der Nacht in Essen angeschossen worden.

Profiboxer Manuel Charr ist Dienstagnacht in einem Imbiss in Essen angeschossen worden. Der 30 Jahre alte Schwergewichtler aus Köln, der vor drei Jahren gegen Witali Klitschko in dessen letzten Kampf verloren hatte, musste anschließend in einer Klinik notoperiert werden. Lebensgefahr besteht aktuell nicht.

Die Essener Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Am Mittwochmorgen um 9.30 Uhr stürmte eine Spezialeinheit eine Wohnung in der Nähe des Tatorts, um den mutmaßlichen Täter dort zu stellen. Der Mann war jedoch nicht vor Ort, nach einer halben Stunde zogen die Beamten wieder ab.

Charr war früher bereits in eine Messerstecherei verwickelt gewesen. Im August 2006 hatte der Deutsch-Libanese mit einem Trainingskollegen auf dem Berliner Kurfürstendamm mit rohen Eiern auf Passanten geworfen. In der Folge war es zu einer Schlägerei gekommen, bei der ein Mann mit einem Messer schwer verletzt wurde.

Charr wurde wegen des Verdachts des versuchten Totschlags angeklagt, aus Mangel an Beweisen aber von einem Gericht freigesprochen. Aus dem Sauerland-Boxstall, der ihn ein Jahr zuvor verpflichtet hatte, flog Charr jedoch raus.

Charr hatte den bislang letzten seiner 32 Profikämpfe am 22. August gegen den Letten Mairis Briedis durch K.o. in der fünften Runde verloren. Ins Rampenlicht war der „Diamond Boy“ im September 2012 geraten, als er in Russland in einem einseitigen Kampf gegen Witali Klitschko unterlag.

sid

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