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Bundestrainerin vor Wimbledon-Finale

"Lisicki ist die bessere Spielerin"

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Sabine Lisicki

London - Bundestrainerin Barbara Rittner sieht Sabine Lisicki im Kampf um den Wimbledon-Titel klar im Vorteil. Doch sie warnt auch vor ihrer Gegnerin.

„Sie (Lisicki) ist die bessere Spielerin mit mehr Möglichkeiten, und sie weiß, was sie zu tun hat gegen Bartoli“, sagte Rittner in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). Lisicki trifft bei dem Grand-Slam-Tennisturnier in London am (heutigen) Samstag (15.00 Uhr MESZ, bei uns im Live-Ticker) im Endspiel auf die Französin Marion Bartoli.

Die 23 Jahre alte Berlinerin will als erste Deutsche seit Steffi Graf vor 17 Jahren den Titel bei dem Traditionsturnier gewinnen. Von vier Vergleichen mit Bartoli hat sie drei für sich entschieden, zuletzt 2011 im Viertelfinale von Wimbledon.

Die 28 Jahre alte Französin sei auf Rasen zwar „unglaublich gefährlich“, sagte Rittner, „aber Sabine ist die variablere und die wesentlich beweglichere und athletischere Spielerin, und sie kann besser aufschlagen. Sie hat alles, um Bartoli zu dominieren.“

Lisicki steht erstmals im Finale eines Grand-Slam-Turniers. „Sie hat sich als Spielerin weiterentwickelt“, sagte Rittner der „FAZ“ und betonte: „Das hier ist die beste Sabine, die ich je habe spielen sehen. Selbst wenn sie jetzt das Finale verlieren sollte, was ich nicht glaube.“

dpa

Das Match läuft nicht im Free-TV. Wie Sie es trotzdem verfolgen können, erfahren Sie hier auf merkur-online.de

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Bum-Bum-Bine, Doris Becker, Sab Fab – in London hat sich Sabine Lisicki in den vergangenen Jahren so manchen Spitznamen erspielt. Alle Jahre wieder zeigt sie in Wimbledon ihr bestes Tennis. Doch wer ist Sabine Lisicki überhaupt? Wir verraten Ihnen sechs wichtige Fakten zu ihr. © dpa
Kindheit: Ihre Eltern Richard und Elisabeth wanderten als Aussiedler aus Polen nach Deutschland ein. Lisicki begann mit sieben Jahren Tennis zu spielen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Duell mit Mutter Elisabeth wurde ihr schnell zu langweilig, da traf es sich gut, dass der Vater Tennistrainer ist. Mit 14 Jahren wechselte Lisicki von Berlin nach Florida in die Tennisakademie von Trainer-Legende Nick Bolleterie. „Das geschah alles freiwillig, ich musste meinen Papa ja sogar anbetteln, dass er mir Stunden gibt“, erzählte Lisicki in der Talkrunde bei Markus Lanz. Ihr Vater ist bis heute ihre wichtigste Bezugsperson und reist mit ihr auf der Tour. © dpa
Beste Deutsche: 2008 löste sie als Nummer 89 der Welt Martina Müller als beste deutsche Spielerin ab. Ihr bisher höchste Platzierung (Stand 2. Juli 2013) erreichte die aktuelle Weltranglisten-24. am 21. Mai 2012 mit Rang zwölf. In Wimbledon war Lisicki schon zweimal im Viertelfinale (2009, 2012) und je einmal im Halbfinale (2011) und im Finale (2013). Gegen Serena Williams verlor sie beim Stand von 6:2, 1:0 neun Spiele in Folge, konnte das Match aber noch drehen. Mit 210 km/h hält sie den inoffiziellen Aufschlagrekord. © dpa
Rasenallergie: Bei Lisicki wurde neben einer Glutenunverträglichkeit auch eine Rasenallergie festgestellt. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht. © dpa
Alkohol: Die Lust nach Partyexzessen verspürte Lisicki in ihrer Jugend nie. „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren“, so Lisicki. Tennis ist ihre ganze Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“ Auch eine mögliche Musikerkarriere schlug sie dafür aus. © dpa
Verletzungen: 2010 musste sie wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate pausieren. 2011 starb sie fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. „Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos“, sagte Lisicki damals. © dpa
Hobbies: Vor Wimbledon 2013 schaute Lisicki beim Royal Ascot, einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor, vorbei. Während ihrer Reisen auf der Tennis-Tour überredete sie Mama Elisabeth, eine Künstlerin, immer wieder Sehenswürdigkeiten zu besuchen. © dpa

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