FIFA-Boss überreicht Trikot

Papst gewährt Bach und Blatter Audienz

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Thomas Bach (li.) suchte in Rom das Gespräch mit Papst Franziskus

Vatikan-Stadt - Große Ehre für Thomas Bach (59) und Joseph S. Blatter (77): Die beiden Sportfunktionäre wurden von Papst Franziskus in Rom empfangen.

Der neue Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Boss des Fußball-Weltverbands FIFA sind am Freitag in Rom von Papst Franziskus empfangen worden. Die Privataudienz fand anlässlich der 42. Generalversammlung des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) statt. Eine EOC-Delegation um Bach wird den Papst außerdem am Samstag treffen.

Bach erklärte, das IOC müsse den Kampf gegen Doping weiter verschärfen. „Wir haben ein einziges Ziel: Die sauberen Sportler zu schützen. Wir wollen einen fairen Wettbewerb garantieren und unseren Wettkämpfern Glaubwürdigkeit garantieren, ansonsten sind wir verloren“, sagte er.

„Wir müssen uns im Klaren sein, dass alle Beschlüsse, die wir ergreifen, auch politische Implikationen haben. Wir leben in einer Gesellschaft, nicht auf einer Insel“, sagte Bach, der betonte, dass Sport politisch neutral sei. „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir unpolitisch sind.“

Blatter sagte, der Papst habe die Relevanz des Fußballs für die Erziehung der Jugend und zur Förderung des Friedens hervorgehoben. „Der Heilige Vater bat mich persönlich darum“, sagte Blatter: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst und wissen, dass wir bei unseren Tätigkeiten die Möglichkeit haben, Völker zu vereinen und eine bessere Welt zu schaffen. Der Papst ist überzeugt, dass der Fußball einen großen Teil dazu beitragen kann.“

Zugleich rief der Pontifex die FIFA auf, sich in Hinblick auf die WM in Brasilien im kommenden Jahr für die Ausgegrenzten einzusetzen. Für Papst Franziskus könne der Fußball auch einen entscheidenden Beitrag für den Friedensprozess im Nahen Osten leisten.

Sepp Blatter (li.) übergab dem bekennenden Fußball-Fan, Papst Franziskus, ein Trikot

Blatter überreichte Papst Franziskus neben einigen Geschenken eine Ausgabe des Magazins „The FIFA Weekly“ in lateinischer Sprache, die ausschließlich für den Papst produziert wurde. „Es war ein wunderbarer Moment für mich. Ich fühlte vor der Audienz ein Kribbeln im Bauch. Ich traf nicht nur den höchsten Vertreter der katholischen Kirche, sondern vor allem einen Mann, der eine unglaubliche Ruhe und Würde ausstrahlt. Diese Begegnung werde ich gerne in Erinnerung behalten“, erklärte Blatter.

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