NBA-Rookie voller Vorfreude

Schröder startet mit Nowitzki-Tipps

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Dennis Schröder

Dallas - Voller Vorfreude und mit Ratschlägen von Dirk Nowitzki startet Basketball-Profi Dennis Schröder von den Atlanta Hawks in seine NBA-Karriere.

„Natürlich ist das sehr besonders, weil ich direkt gegen Dirk spiele“, sagte der 20 Jahre alte Aufbauspieler aus Braunschweig vor dem ersten Saisonspiel bei Nowitzkis Dallas Mavericks am Mittwoch (Ortszeit). „Ich stehe mit ihm sehr viel in Kontakt, wir schreiben sehr viel. Er hat so eine großartige Karriere hingelegt, da versuche ich mir Tipps abzuholen, wenn ich Fragen habe und die beantwortet er auch sofort.“

Es sei ein „großartiges Gefühl“ Teil der NBA zu sein, berichtete Schröder, der in der Talente-Draft von den Hawks verpflichtet worden war. Vor dieser Saison standen bislang acht Deutsche in der besten Liga der Welt auf dem Feld - neben Nowitzki und Routinier Chris Kaman will sich auch Schröders Rookie-Kollege Elias Harris bei den Los Angeles Lakers etablieren. „Ich denke, ich habe mir das hart erarbeitet“, sagte Schröder. „Ich gebe mich damit jetzt natürlich nicht zufrieden, sondern versuche weiterzuarbeiten, damit ich mich hier positionieren kann, dass es immer weitergeht.“

US-Beobachter wie ESPN-Experte Marc Stein sehen Sie bereits als Kandidaten für den Titel des besten Rookies. Wie bewerten Sie das?

Schröder: Natürlich freut mich das zu hören. Aber ich versuche, mich zunächst auf mich zu konzentrieren und auf das Team, dass wir so viele Spiele wie möglich gewinnen. Da denke ich nicht daran, Rookie of the Year zu werden.

Wie haben Sie früher die NBA in Deutschland verfolgt?

Schröder: Ich bin immer nachts aufgestanden und habe mir den Wecker gestellt mit meinen Freunden. Ich habe versucht, fast jedes Spiel anzugucken von den Teams, in denen die besten Point Guards der Liga sind, damit ich davon lerne. Das hat mir sehr viel bedeutet.

Was bedeutet es für Sie, jetzt Teil der NBA zu sein?

Schröder: Es ist ein großartiges Gefühl, in der NBA zu sein, zu spielen und Teil davon zu sein. Ich denke, ich habe mir das hart erarbeitet. Ich gebe mich damit jetzt natürlich nicht zufrieden, sondern versuche, weiterzuarbeiten, damit ich mich hier positionieren kann, dass es immer weitergeht.

Haben Sie Ihre Familie um sich, plagt Sie das Heimweh?

Schröder: Meine Schwester und meine Nichte sind direkt mitgekommen, als ich hierhergezogen bin, mein bester Freund ist vor einer Woche gekommen. Mein Bruder kommt zum ersten Spiel mit seiner Freundin, er wird in einem Monat herziehen. Heimweh - ich vermisse natürlich meine Familie, aber ich wollte halt den nächsten Schritt gehen.

Im ersten Spiel geht es gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks. Wie besonders ist das für Sie?

Schröder: Natürlich ist das sehr besonders, weil ich direkt gegen Dirk spiele. Ich hoffe, ich komme ins Spiel und werde versuchen, meinem Team zu helfen, zu gewinnen. Ich stehe mit ihm sehr viel in Kontakt, wir schreiben sehr viel. Er hat so eine großartige Karriere hingelegt, da versuche ich mir Tipps abzuholen, wenn ich Fragen habe, und die beantwortet er auch sofort. Da versuche ich so viel mitzubekommen, wie ich nur kann.

Was sind das konkret für Tipps?

Schröder: Wie man als Rookie in sein erstes Jahr reingehen muss zum Beispiel. Er hat mir gesagt, dass man erstmal sein Spiel spielen muss und sich nicht unter Druck setzen soll.

Was ist der größte Unterschied zwischen dem Point-Guard-Spiel in Deutschland und in der NBA?

Schröder: In Deutschland hat mich immer ausgezeichnet, dass ich Fastbreaks gespielt und den Ball schnell nach vorne gebracht habe. Jeder in der NBA ist schnell und kräftig. Russell Westbrook, Kyrie Irving, das sind alles Superstars, sie haben alles. Da muss man aufpassen, wie man gegen sie spielt. In Deutschland war es teilweise so, dass sie kräftig waren, aber nicht so schnell.

Sie haben sieben Kilo zugenommen, wie behält man dabei seine Schnelligkeit?

Schröder: Ich habe mit dem Fitnesstrainer viel gearbeitet. Ich könnte auch noch schneller zunehmen, aber das wollten wir nicht, damit ich schnell bleibe. Wir trainieren sehr viel auf Schnelligkeit.

Erinnern Sie sich noch an den ersten Moment, an dem Sie gemerkt haben, dass es mit dem NBA-Traum klappen könnte?

Schröder: Ich habe es meinem Vater mit 16 versprochen. Da habe ich es noch nicht ganz realisiert, aber jeden Tag hart dafür gearbeitet. In meinem zweiten Jahr bei den Phantoms (Braunschweig) habe ich viel gespielt, da habe ich mit meinem Agenten Ademola (Okulaja) schon viel geredet, wann wir mich für die Draft anmelden. Dann kam plötzlich das Nike Hoop Summit, und wir haben gesagt: Wenn ich das gut spiele, dann schon dieses Jahr, ansonsten nächstes Jahr. Das Nike Hoop Summit hat mir sehr viel gebracht, das war mein Sprungbrett zur NBA. Da haben alle viel von mir geredet und wollten mich haben. Das hat sich sehr gut angefühlt, dass alle sehr viel von mir geredet haben, dass ich in der ersten Runde gedraftet werde. Das ist ein großartiges Gefühl, wenn alle denken, dass du dich gut machen kannst in der NBA - der besten Liga der Welt.

dpa

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