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"... dann gewinnt Schumacher auch"

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"Sobald wir ihm ein Siegerauto geben, wird Schumacher genauso gewinnen wie Nico Rosberg", sagt sein Chef.

Stuttgart - Mercedes GP ist vom eigenen Anspruch, um Siege und den WM-Titel mitzufahren, weit entfernt. Doch Motorsportchef Norbert Haug zeigt Zuversicht.

Zum Klassenprimus hat es bei weitem nicht gereicht. Aber auch wenn die erhofften Bestnoten ausgeblieben sind, stellt “Lehrer“ Norbert Haug seinem Team Mercedes GP sowie den beiden Fahrern Michael Schumacher und Nico Rosberg zur Saisonhalbzeit ein einigermaßen passables Zeugnis aus. “Sagen wir - im Gegensatz zur Schule zum Sommerszeit-Halbjahreszeugnis: Versetzung nicht gefährdet und viel weiteres Steigerungspotenzial“, meinte der Mercedes- Motorsportchef im Interview der Nachrichtenagentur dpa. “Die ersten Klassenarbeiten hätten durchaus besser ausfallen können, aber alle Beteiligten haben das Zeug, nach intensiver Lernphase in der Oberstufe zu den Klassenbesten zu gehören - und das werden sie auch.“

Vor dem Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende auf dem Hockenheimring ist Mercedes GP kilometerweit vom vor der Saison ausgegebenen Ziel entfernt. Die Schwaben wollten Rennen gewinnen und um den Titel mitfahren. Nach zehn von 19 WM-Läufen liegt Rosberg (90 Punkte) jedoch nur auf Rang sechs. Rückkehrer Schumacher (36) weist als abgeschlagener Gesamtneunter schon 109 Punkte Abstand auf WM- Spitzenreiter Lewis Hamilton (145) auf.

Michael Schumachers Karriere in Bildern

Sgtrecke

Trotz des enttäuschenden Abschneidens sieht Haug die Versetzung des siebenmaligen Weltmeisters nicht gefährdet: “Keineswegs. Sobald wir ihm ein Siegerauto geben, wird er genauso gewinnen wie Nico Rosberg.“ Der Mercedes-Mann schloss mit einem knappen “Ja“ sogar definitiv aus, dass Schumacher nach dieser Saison frustriert vorzeitig seine Karriere beenden könnte.

Aber Haug räumt vorsichtig ein, dass Schumacher die hohen Erwartungen nicht erfüllt hat, ohne dem 41-Jährigen dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben. “Michael ist im Plan, seine Rennen haben sich nicht immer glücklich entwickelt - und meist ohne einen Fehler von ihm“, sagte er. “Michael belegte in den letzten sechs Grand Prix zweimal Platz vier: Wenig für Schumacher - und Mercedes-Maßstäbe, aber viel für das, was bei diesen Rennen möglich war.“

Dass Rosberg Schumacher souverän den Rang abgelaufen hat und die erwartete Hierarchie komplett auf den Kopf gestellt hat, scheint Haug nicht so sehr zu überraschen. “Nico gehört zu den Allerbesten im Feld, und - wer weiß - vielleicht ist er sogar der Beste und Schnellste von allen“, sagte er. Rosberg wisse trotz seiner aktuellen Überlegenheit, dass Schumacher “auch nach drei Jahren Formel 1- Abstinenz auf Augenhöhe zu ihm unterwegs ist“.

Haug ist sich sicher, dass Mercedes trotz der aktuell schwierigen Phase wieder an seine alten Erfolge anknüpfen kann. “Wir werden ganz nach oben kommen“, bekräftigte er mit Verweis auf die 72 Siege in 233 Rennen seit 1997 als Motorenpartner verschiedener Teams. “Wir wissen, wie Rennen gewinnen geht, und was wir geschafft haben, werden wir wieder schaffen.“

Er räumte ein, dass die Silberpfeile nicht auf dem notwendigen Niveau in die Saison gestartet sei. “Aber wir haben uns gesteigert, und Nicos drei Podiumsränge in den letzten acht Rennen waren keine Geschenke“, wies Haug auf einen Aufwärtstrend hin. “Aber wir wollen natürlich viel mehr, nämlich regelmäßig um Siege und Titel kämpfen. Und wir werden das - mit der notwendigen Anlaufzeit - auch schaffen. Ganz sicher.“

dpa

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