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F-1-Test: Schumacher sorgt für Paukenschlag

Michael Schumacher
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Michael Schumacher in seinem runderneuerten Mercedes

Barcelona - Michael Schumacher hat am Freitag vorerst für die beste Testzeit in diesem Jahr auf der Formel-1-Strecke in Barcelona gesorgt. Sebastian Vettel hat großen Rückstand.

Mit einem runderneuerten Silberpfeil hat Michael Schumacher in Barcelona für einen Paukenschlag gesorgt. Der siebenmalige Formel-1-Champion stellte am Freitag auf dem Circuit de Catalunya eine famose Bestzeit auf: Schumacher war in 1:21,268 Minuten deutlich schneller als Titelverteidiger Sebastian Vettel im Red Bull in diesem Jahr und auch als Ferrari-Star Fernando Alonso. Das Paket mit den Neuerungen für den Silberpfeil könnte also der von Mercedes erhoffte Volltreffer sein.

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Sehen Sie... © Getty
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Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
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Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

“Wir wollen diese Rundenzeit nicht überbewerten, aber unser Team, Michael und Nico haben seit dem letzten Test in Barcelona vor drei Wochen sehr gut gearbeitet und einen großen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug der Nachrichtenagentur dpa. Schumacher sei jene Zeit gefahren, “die unsere Berechnungen nach den letzten Windkanalversuchen ergeben hatte - und das ist immer ein gutes Zeichen“, so Haug weiter.

Schumacher blieb bei guten äußeren Bedingungen auf dem Grand-Prix-Kurs nicht nur einmal unter der bisherigen Barcelona-Testbestzeit in diesem Jahr, die am Vortag überraschend Neuling Sergio Perez im Sauber aufgestellt hatte. Vettel hatte für seine schnellste Runde auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs 1:21,865 Minuten benötigt - also mehr als eine halbe Sekunde mehr.

Erst am Abend vor Schumachers letztem Testeinsatz waren alle neuen Teile an der Strecke eingetroffen. Kurz zuvor hatte Schumacher noch gelassen zu Protokoll gegeben, dass die Kurve nach oben zeige. “Wir hoffen, dass wir eine ordentliche Rolle spielen.“ Man sei aber noch nicht in der Position von Red Bull. Umgehend danach hatte Teamchef Ross Brawn allerdings schon kundgetan: “Ich hoffe, wir können Michael widerlegen.“ Das übernahm der siebenmalige Weltmeister dann selbst. 

Nachdem Brawn zu Beginn der Testfahrten am 1. Februar von einem “Mercedes Vanilleeis pur“ gesprochen hatte, hat das deutsche Werksteam nun offenbar die Himbeersoße und die Sahne angerührt. Nach der Absage des eigentlich für dieses Wochenende angesetzten WM-Auftakts in Bahrain setzte das Team darauf, jeden Tag auszureizen. Der Rennstall, der mittlerweile ganz in Händen von Daimler und dessen Großaktionär Aabar ist, fährt daher auch an diesem Samstag noch auf dem Grand-Prix-Kurs, der allgemein als Gradmesser für die Saison gilt. “Ich bin sicher, diese Zeit wird hier noch unterboten werden - aber schlecht ist sie nicht“, meinte Haug zu Schumachers Runde.

Für Vettel blieb zum Unterbieten nur noch ein halber Testtag, Red Bull fährt am Samstag nicht mehr. Der RB7 des 23 Jahre alten Heppenheimers und seines Teamkollegen Mark Webber hatte bei allen Testtagen in diesem Jahr einen starken Eindruck hinterlassen. Vettel hatte bis zum Freitag viermal die Bestzeit aufgestellt und einiges an Runden und Kilometern abgespult. Und auch Ferrari hinterließ stets einen überzeugenden Eindruck. Mit der überarbeiteten Version des Mercedes könnten die Hoffnungen der deutschen Fans auf ein Duell von Schumacher und Landsmann Nico Rosberg mit Vettel aber neue Nahrung bekommen haben. In zwei Wochen in Australien wird man es wissen.

dpa

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