Rosberg und Vettel vorne

Deutsche dominieren Qualifying

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Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Singapur vom ersten Startplatz

Singapur - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel geht beim Großen Preis von Singapur am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) erneut vom ersten Startplatz ins Rennen.

Am Ende stand Sebastian Vettel in der Red-Bull-Box und kaute auf seinen Fingernägeln. Bange Minuten vergingen in Singapur, bis er sich der Pole Position vor Landsmann Nico Rosberg im Mercedes sicher sein konnte. Weil Formel-1-Weltmeister Vettel gemeinsam mit seinem Team entschieden hatte, nicht noch einmal für eine schnelle Runde auf die Strecke zu gehen, musste er das Finale des spannenden Qualifyings tatenlos vor dem Fernseher verfolgen. „Es ist ein komisches Gefühl, wenn man draußen steht und nichts mehr machen kann“, sagte Vettel: „Aber es ist ja gut gegangen.“

Der Champion konnte jubeln, als Zocker hatte er sich vor dem spektakulären Nachtrennen in Singapur den ersten Startplatz vor Rosberg gesichert. Die beiden deutschen Piloten trennte auf dem 5, 065 Kilometer langen Stadtkurs nur die Winzigkeit von 0,089 Sekunden. „Dieses eine Zehntel wäre für uns durchaus noch drin gewesen, der zweite Platz ist trotzdem ein großartiges Ergebnis“, sagte Rosberg, der im Rennen unbedingt angreifen will: „Unser Speed stimmt, das ist sehr erfreulich.“

Der 26 Jahre alte Vettel feierte unter dem Nachthimmel im Südostasien bereits die fünfte Pole der Saison und die 41. seiner Karriere. „Es wird sehr hart im Rennen, aber die Pole ist die beste Positon, um hier zu starten, weil es auf dem Stadtkurs so eng ist“, sagte Vettel, der die beste Voraussetzungen hat, bei der Hitzeschlacht am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) einen weiteren Schritt zu seinem vierten WM-Titel in Serie zu machen.

Vor allem auch deswegen, weil sich Fernando Alonso (1:43,938), Vettels einziger echter Gegner im Kampf um die WM-Krone, über eine Sekunde langsamer mit Rang sieben zufrieden geben musste. Überraschungsdritter wurde Romain Grosjean (Frankreich) im Lotus. Auch Vettels australischer Teamkollege Mark Webber schaffte es als Vierter in die zweite Startreihe.

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Große Probleme hatte derweil Kimi Räikkönen, der in seinem Lotus nur auf Platz 13 landete. Der Finne plagte sich den gesamten Tag mit Rückenschmerzen herum. „Irgendwie ist ein Wirbel rausgesprungen. Es war ein fieser Schmerz, ich konnte mich nicht mehr richtig bewegen“, sagte Räikkönen bei RTL. Er konnte sich nur unter Qualen für das Qualifying in sein Auto setzen. Angeblich sei sogar sein Start am Sonntag gefährdet gewesen.

Nico Hülkenberg verpasste im Sauber die Qualifikation für Q3 und musste sich mit Platz elf zufrieden geben. Adrian Sutil scheiterte ebenfalls an dieser Hürde und startet von Rang 15.

In der WM-Gesamtwertung führt Vettel (222 Punkte) nach zwölf von 19 Rennen souverän vor Alonso (169), dahinter folgt Lewis Hamilton (141) auf dem dritten Rang. Bereits in den vergangenen beiden Jahren konnte Vettel auf dem imposanten Marina Bay Street Circuit unter 1500 Flutlichtern gewinnen.

Für die diesjährige Auflage des einzigen Nachtrennens der Saison hat er sich eigens einen ganz besonders glitzernden Helm designen lassen. Mit einer speziellen Technik wurden grobe Glitzerflocken aufgetragen, die für einen extrem auffälligen, funkelnden Effekt sorgen. Im Vorjahr war der Hesse noch mit einem blinkenden Helm mit LED-Lichtern gestartet. Solche Modelle wurden jedoch mittlerweile vom Automobil-Weltverband FIA verboten.

Vettel hatte sich bestens auf den Auftritt im fernen Asien vorbereitet und war so spät wie möglich angereist, um trotz der sechsstündigen Zeitverschiebung nach dem gewohnten europäischen Tagesrhythmus zu leben. „Ich habe mich daran gewöhnt, gehe am frühen Morgen ins Bett und stehe Nachmittag auf“, sagte Vettel, der vor den Gefahren des Stadtkurses warnte: „Es ist eine Hassliebe. Auf der eine Seite liebe ich die Strecke, auf der anderen ist es harte Arbeit, hier zu gewinnen.“

dpa/SID

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