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Lotus zurück in der Formel 1

Berlin - Lotus feiert offiziell sein Comeback in der Formel 1. Der englische Sportwagen-Hersteller steigt bei Renault als Teilhaber und Titelsponsor ein. Das wirkt sich auch auf den Team-Namen aus.

Die beiden Unternehmen gaben am Mittwoch eine Zusammenarbeit bis 2017 bekannt. Lotus übernimmt laut einer Pressemitteilung einen Großteil der Anteile von der Investmentfirma Genii Capital, der bisher etwa 75 Prozent am Rennstall gehören.

In der kommenden Grand-Prix-Saison tritt das Team unter dem Namen Lotus Renault GP an. 2011 sollen die Rennwagen in Erinnerung an die gemeinsame Verbindung in den 80er Jahren in den Kultfarben schwarz und gold lackiert werden. Gerard Lopez, der Geschäftsführer des Renault-Teams und Eigner von Genii Capital, begrüßte die neue Partnerschaft: “Wir sind erfreut, dass wir mitteilen können, dass wir 2011 als Lotus Renault GP antreten.“

2010: Alle fahrer und Teams

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Schon in der zurückliegenden Saison war ein “Team Lotus“ in der Königsklasse am Start. Allerdings hatte der Malaye Tony Fernandes nur die Namensrechte erworben. Angeblich übt nun der malaysische Autokonzern Proton, zu dem die Lotus Group gehört, Druck auf den Unternehmer aus, den Teamnamen zu ändern. Fernandes will jedoch weiterhin als “Team Lotus“ starten. Es läuft deshalb ein Verfahren vor dem High Court in London. In der vorläufigen Starterliste des Internationalen Automobil-Verbandes FIA firmiert der Rennstall als “Team Lotus.“

Der ehemalige Premierminister und jetzige Berater des Staatskonzerns Proton, Mahathir bin Mohamad, sprach sich klar für Lotus Renault GP aus: “Ich unterstütze diese Partnerschaft voll und ganz. Dies ist eine aufregende Entwicklung, die für die Lotus-Gruppe und Proton strategische Vorteile bietet.“

Lotus zählte in den 70er und 80er Jahren zu den dominierenden Teams in der Königsklasse. Die Briten holten in ihrer Glanzzeit sieben Teamtitel und stellten sechsmal den Fahrer-Weltmeister. Zudem gelangen Lotus 79 Siege und 109 Pole Positionen. Renault war letztmals 2005 und 2006 Konstrukteurs-Champion. In beiden Jahren wurde auch der Spanier Fernando Alonso Weltmeister.

dpa

Rubriklistenbild: © Getty

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