Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Achtung, Schumi: Parken verboten!

Bei seinem bislang letzten Monaco-Rennen sorgte Michael Schumacher für einen Eklat.
+
Bei seinem bislang letzten Monaco-Rennen sorgte Michael Schumacher für einen Eklat.

Monte Carlo - Parken verboten! Bei seinem bislang letzten Monaco-Rennen sorgte Michael Schumacher für einen Eklat. Der Park-Skandal ging in die Formel-1-Geschichte ein. Jetzt droht eine Dauer- Rush-Hour.

Bei der Jagd durch die engen Häuserschluchten des Fürstentums wird Coolness, Cleverness und Erfahrung gefragt sein. “Ich bin immer gern in Monaco gefahren und freue mich deshalb besonders auf das kommende Wochenende“, sagte Schumacher: “Es ist zweifellos etwas Einzigartiges, durch die Straßen von Monte Carlo zu fahren.“

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Sehen Sie... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Und er hofft darauf, dass der lediglich 3340 Meter lange Klassiker-Kurs seinem Silberpfeil besser liegt als Barcelona, wo er sich in einem weltmeisterlichen Duell zwar Titelverteidiger Jenson Button vom Leib halten und am Ende Rang vier im Mercedes einfahren konnte. Der Rückstand auf Sieger Mark Webber im Red Bull war jedoch enorm. Trotz der Freude auf Monaco meinte Schumacher auch: “Andererseits sollten wir nicht zu viel erwarten, denn wie wir in Spanien gesehen haben, liegt noch viel Arbeit vor uns.“

In Monte Carlo wurde Schumacher im letzten Renn-Jahr seiner ersten Karriere Fünfter - nach einer bravourösen Aufholjagd. Denn der Kerpener hatte vom letzten Rang ins Rennen starten müssen. Über sieben Stunden tagten die Kommissare nach der Qualifikation am 27. Mai 2006. Kurz vor dem Ende der Entscheidung über die Startaufstellung, die in Monaco noch wichtiger ist als auf anderen Kursen, war Schumacher mit seinem Ferrari stehen geblieben. Ausgerechnet in der Rascasse, der engsten Kurve der Strecke. Die Strafe: Schumachers Zeiten werden gestrichen, letzte statt erste Position auf dem Grid.

Sein heutiger Teamkollege Nico Rosberg, damals Rennfrischling im Formel-1-Zirkus, befand Schumacher prompt an der Spitze der Fahrervereinigung als nicht mehr tragbar. Schumacher entschuldigte sich seinerzeit öffentlich. Heute fahren beide in einem Team und Rosberg kennt sich in Monaco bestens aus, es ist seine Wahlheimat.

Es war Schumachers kompromissloses Erfolgsrezept, das Konkurrenz und Kritiker immer wieder in Rage brachte und bringt. “Ich bin immer hart, aber fair gefahren. Ich habe natürlich auch mal ne Quittung bekommen für Dinge, die nicht in Ordnung waren“, erklärte Schumacher einmal während seiner dreijährigen Auszeit. Als Spitzenfahrer müsse man die die Regeln manchmal bis zu dem Punkt biegen, bis einer kommt und sagt, “jetzt bist Du an der Grenze“. Auf der werde hart gefightet. “Wenn man dann aussteigt, kann man wieder ein Bier zusammen trinken. Das ist meine Einstellung, auch wenn das leider nicht jeder so sieht“, sagte er damals.

Der Ehrgeiz ist auch jetzt ungebremst. Um Siege und WM-Titel wolle er fahren, verkündete Schumacher bei der Bestätigung seines Sensations-Comebacks. Platz neun in der WM-Wertung mit 22 Punkten und damit 48 Zähler hinter Button sind nicht das, was Schumacher will. Immerhin brüskierte sich der Brite bereits über das Überholmanöver zuletzt auf dem Circuit de Catalunya, und die englische Zeitung “The Sun“ schrieb schlagzeilenträchtig vom Krieg mit Schumacher.

Der 255-malige Grand-Prix-Starter genoss den Zweikampf. Rang vier und damit die beste Platzierung seit seiner Rückkehr konnte den Rekordchampion aber nicht richtig glücklich machen. Er habe seine Position nur verteidigen können, lautete seine Begründung. Schumacher will aber auch mit 41 Jahren angreifen - erst recht beim unumstrittenen Kult-Klassiker in Monaco. Angesichts der Rush Hour mit drohenden Staus bei 24 Autos auf der Jagd nach einer schnellen Runde in der Qualifikation wird Schumacher seinen Mercedes diesmal wohl nur in der Box parken.

dpa

Kommentare