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Ralf Schumacher: Danke für die Geduld

Ralf Schumacher
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Ralf Schumacher hat lange auf seinen ersten Podestplatz in der DTM warten müssen

Hockenheim - Im 33. Rennen ist endlich der Knoten geplatzt: Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher kann auch in der DTM aufs Podium fahren. Nach dem Erfolg gibt er sich kritisch.

Wie der prickelnde Sieger-Champagner schmeckt, hatte er auch nach 1855 Tagen nicht vergessen, dennoch war Ralf Schumachers Erleichterung angesichts seiner ersten Podiumsplatzierung in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft riesengroß. „So viel Geduld hätte ich als Teamchef in der GP3 mit meinen Fahrern nicht, ganz ehrlich. Mercedes war da sehr umsichtig mit mir“, sagte der frühere Formel-1-Pilot, der am Sonntag in Hockenheim im 33. Anlauf erstmals als Dritter wieder bei einer Siegerehrung dabei war.

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„Es hat ja auch lange genug gedauert“, sagte der 35-Jährige, dessen Klasse in seinen ersten drei DTM-Jahren immer wieder mal in Frage gestellt worden war. „Die Nachfragen waren berechtigt, weil die Ergebnisse einfach nicht da waren“, räumte Schumacher ehrlich ein: „Ich bin froh, jetzt ein bisschen Ruhe zu haben, aber die Saison ist ja noch lang.“ Von einem möglichen Sieg redet er noch nicht, er will auf Augenhöhe mit seinen Teamkollegen wie Hockenheim-Sieger Bruno Spengler (Kanada) bleiben.

Bis zum Sonntag war ein fünfter Platz 2009 in Dijon Schumachers bestes Ergebnis in der DTM. Dazu hatte er eine Pole Position im vorigen Jahr auf dem Norisring geholt, sich aber durch einen Fehlstart im Rennen selbst um den durchaus möglichen Erfolg gebracht.

Genugtuung, es seinen Kritikern gezeigt zu haben, empfindet Schumacher nicht. „Das hat nichts mit Arroganz zu tun, aber ich bin so egoistisch, dass mir das von außen eigentlich wirklich egal ist. Das ist eine reine Ego-Befriedigung, dass ich gesagt habe, das würde ich gerne hinkriegen“, berichtete er und verwies darauf, dass es auch im vorigen Jahr schon positive Zeichen gegeben habe: „Da waren hier und da auch schon mal vordere Plätze drin, und dann ist halt was passiert, was im Team geblieben ist, wofür ich aber nicht so viel konnte.“

Geholfen hat Schumacher auf jeden Fall, dass die DTM ab dieser Saison vom koreanischen Reifenhersteller Hankook ausgerüstet wird. „Ich denke, dass der neue Reifen mir grundsätzlich ganz gut liegt, denn das Auto ist ja gleich geblieben“, sagte Schumacher: „Er hat mehr Grip und ist halt ein Rennreifen - im Gegensatz zu dem, was wir mal hatten.“

Mercedes-Sportchef Norbert Haug beteuerte, dass er in den vergangenen drei Jahren „nicht einmal“ die Geduld mit Schumacher verloren habe. „Wir haben Ralf richtig eingeschätzt“, sagte Haug: „Er ist ein großer Rennfahrer, das sieht man im Ausland so, in Deutschland ist man da vielleicht kritisch.“

Haugs Wunsch ist es jetzt, dass bald auch in der Formel 1 ein Schumacher in einem Mercedes aufs Podest fährt. „Wenn Michael das schafft, dann ist bei uns richtig was los“, sagte Haug. Ralf Schumacher wollte seinem Bruder Michael allerdings keine Ratschläge mit auf den Weg geben. „Der braucht den Tipp nicht“, sagte „Schumi II“ im Brustton der Überzeugung: „Der macht das schon.“

sid

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