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RB7: Aus Papier und Bleistift entstanden

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Das Hirn und der Champions von Red Bull: Sie könnten für eine neue Formel-1-Ära sorgen: Adrian Newey (l.) und Sebastian Vettel.

Shanghai - Im Zeitalter der Digitalisierung schafft es Adrian Newey ein Siegerauto zu entwerfen - ohne PC nur mit Papier und Bleistift. Auch gravierende Regeländerungen kommen dem Engländer entgegen.

High Tech oder Magie und Zauberei - am Anfang war lediglich Papier und Bleistift. “Er ist nach wie vor einer, der im Zeitalter der Computer unverändert am Reißbrett steht und zeichnet“, sagt Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Gemeint ist Adrian Newey, ein etwas kauzig wirkender Brite. Ob mit Williams, McLaren oder nun mit Red Bull - dort, wo Design-Guru Newey ist, lässt Erfolg nicht lange auf sich warten.

Das weiß auch die Konkurrenz. Unter anderem soll sich auch Ferrari bemüht haben, den Sieggaranten abzuwerben. Vergeblich. Nicht nur Vettel band sich weiter bis 2014 an Red Bull, auch Newey soll einen langfristigen Kontrakt unterzeichnet haben. Die Mannschaft um den Champion aus Heppenheim ist bereit für eine neue Formel-1-Ära.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 41 Jahre

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Und Newey ist einer der wichtigsten Faktoren. “Er ist zwar teurer, aber wenn man mal auf die Leute im Fahrerlager schaut, dann ist da einer, der schlauere Ideen hat“, sagte einmal Vettel-Landsmann Adrian Sutil über Newey. “Jeder hier ist zu guten Taten fähig, aber es gibt immer wieder einen Menschen, der eine extreme Idee hat, die funktioniert.“ Dem ersten Raunen und Staunen über Neweys Geistesblitze folgt nicht selten Argwohn. Newey habe “besondere Fähigkeiten“, urteilte Force-India-Fahrer Sutil. “Danach machen es alle nach.“

Auch in dieser noch so jungen Saison äußerte Rivale McLaren bereits Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Red-Bull-Frontflügels. Verdacht unbegründet, stellte der Internationale Automobilverband aber klar. “Man muss die Regeln studieren und schauen, welche Möglichkeiten sie eröffnen und welche Gebiete man dadurch erkunden kann“, lautet das Credo von Newey, der 2006 zu Red Bull kam. Gut vier Jahre später ist der studierte Luftfahrtingenieur wieder dort, wo er mit Williams und McLaren schon war: Ganz oben. “Eine fantastische Reise“, sagte der 62-Jährige nach dem Double mit dem Fahrer- und Konstrukteurstitel für Red Bull im vergangenen Jahr.

Formel 1 2011: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

“Wir alle wissen, was wir an ihm haben“, sagte Vettel über Newey: “Wenn ich bei ihm in England in der Fabrik vorbeischaue und all die Schablonen, Lineale und Zirkel auf dem Tisch liegen sehe, dann ist das schon was Besonderes.“ Dass Newey selbst leidenschaftlich gern Rennen fährt, macht das Verständnis für die Bedürfnisse der Piloten noch größer.

Besonders willkommen sind Newey gravierende Regeländerungen in der Formel 1. “Das erlaubt es einem, sich mit einem weißen Blatt Papier in der Hand zurückzulehnen, um von den ersten Grundlagen ausgehend die besten Lösungsmöglichkeiten zur Umsetzung dieser Regeln auszutüfteln“, erklärte er.

Und so wird Newey auch weiterhin mit Papier und Bleistift die Autos entwerfen. “Ich kann am Computer einfach keine Autos zeichnen“, sagt er. Wie auch immer, für seine Fahrer sind sie ein Gedicht. Wen wundert's: Stammt Newey, der seit 30 Jahren in der Formel 1 wirkt, doch aus der Shakespeare-Stadt Stratford upon Avon.

dpa

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