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Rosberg: Mit 26 schon im Klub der Hunderter

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Bestreitet am Sonntag in Budapest seinen 100. Grand Prix: Nico Rosberg

Budapest - Nico Rosberg bestreitet am Hungaroring sein 100. Formel-1-Rennen. Obwohl er Rekord-Champ Michael Schumacher regelmäßig abhängt, wartet er noch immer auf den ersten Sieg.

Die Formel 1 stellt Nico Rosberg auf eine harte Geduldsprobe. Zum 100. Mal startet der Silberpfeil-Pilot am Sonntag in Budapest bei einem Grand Prix, aber noch nie ist er als Erster angekommen. Auch im zweiten Mercedes-Jahr muss sich der Deutsche mit der Rolle des Aufbauhelfers begnügen. “Ich weiß, dass unser Mercedes-Team Erfolg haben wird. Aber es wird ein schwerer Weg werden. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis wir unser Ziel erreichen werden“, sagte der 26-Jährige im Interview der Nachrichtenagentur dpa vor dem Großen Preis von Ungarn.


Dabei hatte Rosberg vor seiner sechsten Formel-1-Saison den Druck auf sich und das Team noch einmal erhöht, wollte endlich die ersehnte Siegpremiere feiern. “Darum geht es letztendlich: Ich möchte Rennen gewinnen“, betonte der Wiesbadener im Winter. Doch wie in der Vorsaison konnte Mercedes bislang erneut nicht mit den Top-Teams Red Bull, McLaren und Ferrari mithalten.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

So bleibt Platz zwei in Singapur 2008 im Williams das beste Karriere-Resultat bei 99 Versuchen des Wahl-Monegassen. Teamkollege Michael Schumacher triumphierte einst im 18. Rennen zum ersten Mal, Sebastian Vettel beim 22. Start. Rosbergs Vater Keke benötigte 49 Rennen bis zum ersten Sieg, nach 51 Grand Prix war er Weltmeister.

Zumindest den Dauervergleich mit seinem Papa hat Rosberg aber inzwischen hinter sich gelassen. “Das war am Anfang mehr. Aber heutzutage glaube ich schon, dass die Menschen mich als Nico wahrnehmen und nicht als 'Sohn von...'“, sagte Rosberg. Auch die 100-Rennen-Marke will er nicht so wichtig nehmen. Sie bedeute ihm “nicht übermäßig viel. Es ist überraschend, dass es jetzt schon so viele sind.“

Etabliert hat sich der ehemalige GP2-Champion in der Königsklasse schnell. Gleich bei seinem Debüt 2006 in Bahrain fuhr er die schnellste Rennrunde. “Echt cool“, erinnert sich Rosberg. Doch seither folgten auf Glanzlicher auch immer wieder Rückschläge. “In den Nachwuchsserien habe ich immer gewonnen. Aber dann kommst du in die Formel 1 und musst lernen, dass du da auf Anhieb nicht alles gewinnen kannst. Das ist ein Lernprozess, den man durchmachen muss und an dem man wachsen muss“, erklärte er.

Mit schnittiger Frisur zu schnelleren Rundenzeiten

Mit dem Wechsel zu Mercedes nach vier Jahren bei Williams wollte Rosberg die nächste Karrierestufe zünden. Vor dieser Saison schärfte er noch einmal sein Profil, schnitt sich die blonden Haare kurz und legte sich einen eigenen Sprecher zu. Erneut hat Rosberg die bessere Bilanz als Rekordweltmeister Schumacher, doch zu einem Podiumsplatz reichte es in den ersten zehn Saisonrennen für beide nicht.

Dennoch beteuerte Rosberg vor dem Gastspiel in Ungarn: “Es macht Spaß, in diesem Team Aufbauarbeit zu leisten und das ganze Projekt in erfolgreiche Zeiten mit zu führen.“ Auch die Gerüchte um einen baldigen Abschied, zum Beispiel in Richtung Ferrari, sind inzwischen weitgehend verstummt. “Ich bin happy mit Nico, er ist ein exzellenter Fahrer“, sagte Teamchef Ross Brawn unlängst. Mercedes sucht eine Menge neues Personal für die Fahrzeug-Entwicklung - damit Rosbergs Warten auf den ersten Sieg bald ein Ende hat.

dpa

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