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Schumacher fühlt sich voll im Soll

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Ist mit seinem Entwicklungsprozess mittlerweile hochzufrieden: Michael Schumacher.

Nürburgring - Michael Schumacher plaudert ausgeglichen wie selten über seine sportliche Entwicklung. Geht es nach ihm, läuft mittlerweile wieder alles rund - auch wenn die Ergebnisse nicht stimmen.

Die nackten Zahlen sehen ihn im Schatten von Nico Rosberg, die erhoffte Rückkehr aufs Siegerpodest ist unter normalen Umständen nicht in Sicht, der Rückstand auf die Top-Teams offensichtlich - aber Rekordweltmeister Michael Schumacher ist dennoch ausgeglichen wie selten zuvor und sieht sich absolut im Soll.


„Auch wenn sich das jetzt dumm anhört, eigentlich bin ich sehr damit zufrieden, was ich dem Team geben und wie ich mich entwickeln kann“, sagte Schumacher in einer Gesprächsrunde vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und Sky). „Am Anfang hatte ich noch Sand im Getriebe, aber mittlerweile läuft es wieder recht rund. Ich habe einen guten Entwicklungsprozess durchgemacht“, sagte Schumacher.

Dass er in Sachen Punkteausbeute und Platzierungen seit seiner Rückkehr vor eineinhalb Jahren deutlich hinter dem fast 16 Jahre jüngeren Teamkollegen Rosberg zurückliegt, stört den erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-Geschichte nicht, weil er intern einen anderen Blick auf die Gründe dafür habe als Fans, Öffentlichkeit und Medien. Und außerdem: „Ich fahre gegen den wohl stärksten Teamkollegen, den ich in meiner ganzen aktiven Zeit hatte. Seine Leistung ist sehr hoch einzuschätzen. Nico ist extrem stark.“


Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Sehen Sie... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Was seine eigene Leistung betrifft, sei sowohl das Team als auch er selbst absolut zufrieden damit, was herauskommt, meinte Schumacher und sprach auch selbst sein Alter an: „Ich bin nunmal 42. „ Ihm fehle aber nichts, was bessere Leistungen verhindern würde. „Ich habe nicht das Gefühl, dass das Alter dazu führt, dass ich auf dem absteigenden Ast bin“, sagte er. Im Gegenteil: „Ich muss mich nicht verstecken. Ich kann behaupten, auch in dem Alter noch mithalten zu können.“

Die Motivation und der Spaß seien nach wie vor da, sagte der Kerpener, der im Gegensatz zu früheren Zeiten das Fehlen der Testfahrten sehr positiv sieht. „Das Verhältnis zwischen Test und Rennen, die Balance zwischen Leistung und Freizeit, das ist perfekt. Ich fühle mich wohl dabei“, meinte Schumacher, der aber zugab, dass er selbst auch bessere Ergebnisse erwartet habe: „Es war auch für mich gesetzt, dass wir vorne mitfahren können.“ Das sei auch weiter das Ziel: „Der Anspruch von Mercedes ist es nicht, da zu sein, um Plätze zu füllen, sondern Weltmeister zu werden.“

Zukunft über 2012 hinaus steht in den Sternen

Wenn nicht in diesem Jahr, dann vielleicht im kommenden, denn momentan bewege man sich mit dem Team in die richtige Richtung. „Es kommt jetzt darauf an, ob das Gericht, das wir da zusammenbrauen, am Ende auch schmeckt“, sagte Schumacher. Dennoch sei der ursprüngliche Dreijahresplan vielleicht nicht umsetzbar, aber andere Teams hätten auch länger gebraucht, bis sie an der Spitze waren. Ob er selbst vielleicht sogar über 2012 hinaus dabei bleiben werde, darüber wolle er sich im Moment noch keine Gedanken machen.

Für den Rest dieser Saison hält Schumacher noch kleine Fortschritte für möglich. „Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber wir müssen hier nicht über Siege reden, das ist Quatsch. Wenn es ganz gut läuft, können wir dieses Jahr noch aufs Podium fahren“, sagte er. Realistisch seien momentan auch auf dem Nürburgring Plätze um fünf oder sechs.

SID

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