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Pannenstart bei Mercedes - Schumi hofft auf Siege

Valencia - Im neuen Silberpfeil will Formel-1-Rekordchampion Schumacher zurück zu alter Klasse. Die Fans erwarten den achten WM-Titel. Beim ersten Test wird der Mercedes allerdings von einem Hydraulikschaden gestoppt.

Red Bull und Mercedes präsentieren neue Formel-1-Boliden

Red Bull und Mercedes präsentieren neue Formel-1-Boliden

Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber sowie Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am 1. Februar ihre neuen Formel-1-Boliden präsentiert. © Getty
Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber sowie Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am 1. Februar ihre neuen Formel-1-Boliden präsentiert. © Getty
Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber sowie Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am 1. Februar ihre neuen Formel-1-Boliden präsentiert. © Getty
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Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber sowie Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am 1. Februar ihre neuen Formel-1-Boliden präsentiert. © AP
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Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber sowie Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am 1. Februar ihre neuen Formel-1-Boliden präsentiert. © AP
Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber sowie Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am 1. Februar ihre neuen Formel-1-Boliden präsentiert. © AP

Nur langsam wich die Anspannung aus Michael Schumachers Gesicht. Mit ernster Miene trat der Formel-1- Rekordchampion um 9.23 Uhr ins Blitzlichtgewitter der Kameras. Noch ahnte er nichts von der ersten Mercedes-Panne der neuen Saison. Als die Plane am Dienstag vom neuen Silberpfeil MGP W02 auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia gezogen wurde, winkte Schumacher neben Teamkamerad Nico Rosberg den zahlreichen Fans über der Mercedes-Box zu.

Dort hatten seine Anhänger die Erwartungen an den inzwischen 42- Jahre alten siebenmaligen Weltmeister deutlich formuliert. “Schumi we trust in you. It's time for the 8“ (“Schumi, wir vertrauen Dir. Es ist Zeit für die 8“) stand auf einem Plakat.

Die Formel 1 2011: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Bald darauf musste Schumacher mit ansehen, wie Kollege Rosberg nach nur neun Runden seinen Test wegen eines Hydraulikschadens bereits wieder beenden musste. “Es war auch ein Zeichen vom Team, dass ich als erster rausgefahren bin. Auch wenn der Schuss nach hinten losgegangen ist“, sagte Rosberg. Nach einigem Justieren über Mittag sollte “Schumi“ dann selbst noch auf den Asphalt.

Auch wenn die Fans vom Titel träumen und Schumacher insgeheim selbst wohl auf den achten Titel spekuliert, soll der neue Silberpfeil nach einer enttäuschenden Premierensaison des ersten Mercedes-Werksteam seit 1955 dieses Jahr zunächst einmal den ersten Grand-Prix-Sieg bringen. “Wir möchten gemeinsam etwas Großes aufbauen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in dieser Saison viel regelmäßiger auf dem Podium stehen werden - am liebsten in der Mitte“, sagte Schumacher.

Schumacher 2010 nur auf Gesamtplatz 9, geschlagen im teaminternen Duell vom WM-Siebten Rosberg, MercedesGP nur Vierter in der Team- Wertung - auch für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kann die Richtung nur nach oben zeigen. “Wir werden unsere Ziele erreichen“, versicherte er. Ob schon beim ersten Rennen am 13. März in Bahrain, wird sich zeigen. “Ich kann nicht sagen, wie lange es dauern wird, aber wir werden Rennen gewinnen“, bekräftigte Haug.

Auch bei Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sind die Hoffnungen vor allem in Schumacher groß. “Dieses Gegurke im Mittelfeld hat mir wehgetan. Ich hoffe, Schumi tut mir das nicht noch mal an“, sagte Ecclestone der “Bild“ (Dienstag). Der Engländer ist sich sicher: “Wenn Mercedes dieses Jahr ein Spitzenauto baut, fährt er ganz vorne um den Titel mit.“ Doch dies dürfte dann vor allem auch für Rosberg gelten, der Schumacher 2010 in Schach hielt. “Es wird ein harter Kampf zwischen uns. Ich hoffe, dass ich ihn wieder gewinnen kann“, versprach Rosberg, der seine Rolle gestärkt sieht.

Trotz der Hydraulikprobleme versicherte der Wiesbadener, dass Mercedes in diesem Jahr zu den “Top Teams“ gehört. Auch wegen der Panne gaben die Testfahrten wenig Aufschluss darüber, ob der MGP W02 mit den Boliden des Weltmeister-Teams Red Bull und von Ferrari diesmal mithält. “Die Teams werden in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart noch deutliche Upgrades liefern“, sagte Haug.

Aufgeregt wie einer der Fans, der unentwegt “Michael, Michael“ während der Präsentation rief, hatte Haug sich unter die rund 300 Fotografen und Journalisten gemischt und den neuen Mercedes mit höherer Nase und glänzendem Silberlack per Handy fotografiert. “Im Auto stecken Verbesserungen“, befand der 58-Jährige.

dpa

Rubriklistenbild: © Getty

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