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Sieg in Indien: Vettel schreibt erneut Formel-1-Geschichte

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Sieger Sebastian Vettel

Greater Noida - Auch die Indien-Premiere wurde wieder zur großen Show des Sebastian Vettel. Der Formel-1-Weltmeister  verblüffte mit Hindi-Kenntnissen. Im Gedenken an zwei tote Kollegen fiel sein Jubel jedoch gedämpft aus.

Für Sebastian Vettel war es Liebe auf den ersten Blick. Nach seinem Sieg bei der Indien-Premiere richtete der Formel-1-Rekordjäger sogar einige Hindi-Worte an seine verblüfften neuen Fans. “Einmal habe ich gesagt: Dankeschön und du hast schöne Augen. Ich musste ja ein bisschen glänzen mit den Hindikenntnissen“, erklärte der kesse Hesse, nachdem er am Sonntag die indischen Herzen vor den Toren Neu Delhis im Sturm erobert hatte.

Erster Indien-Sieger überhaupt - der Formel-1-Champion schreibt auch nach seiner WM-Titelverteidigung weiter Geschichte. “Ich bin richtig stolz. Indien ist ein beeindruckendes Land“, sagte Vettel nach einer perfekten Leistung auf dem staubigen Buddh International Circuit. Es war sein 11. Erfolg im 17. Saisonrennen. Der 24-Jährige hat damit weiter Michael Schumachers Bestmarke von 13 Siegen aus dem Jahr 2004 im Visier.

“Ja, Jungs, wir haben es geschafft“, brüllte Vettel in den Boxenfunk. Zweiter beim gelungenen Debüt in Greater Noida wurde McLaren-Pilot Jenson Button, der in dieser Form Vize-Weltmeister werden dürfte. Als Dritter kam der Spanier Fernando Alonso in seinem Ferrari ins Ziel.

Der Jubel des Formel-1-Regenten Vettel fiel diesmal allerdings spürbar gedämpft aus. “Ich habe sehr gemischte Gefühle“, bekannte der Heppenheimer und erinnerte an die tödlichen Unfälle der Rennfahrer-Kollegen Marco Simoncelli und Dan Wheldon in den vergangenen beiden Wochen. “Unsere Gedanken sind bei ihnen. Wir beten alle, dass so etwas nie passiert“, sagte Vettel nachdenklich.

Sein Red-Bull-Teamgefährte Mark Webber musste sich mit Rang vier begnügen. Der Plan des Teams, den Australier zur Not auch mit Vettels Schützenhilfe auf Gesamtrang zwei zu lotsen, ging diesmal nicht auf. Hinter dem längst als Champion feststehenden Hessen hat Button als WM-Zweiter zwei Rennen vor Saisonschluss nun 240 Zähler. Alonso liegt 13 Punkte dahinter, Webber fehlen 19 Punkte auf den Briten.

Ein starkes Rennen gelang Altmeister Schumacher. Der 42-Jährige fuhr von Startplatz elf noch auf Rang fünf vor und ließ dabei auch seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg hinter sich. “Wir haben die Fehler der anderen genutzt und unsere Stärke ausgespielt“, urteilte Schumacher. “Schade, weil meine Strategie die langsamere war. Und dann ist noch beim Boxenstopp etwas schiefgegangen“, klagte Rosberg.

Adrian Sutil rettete als Neunter beim Heimrennen seines Sahara-Force-India-Teams noch zwei WM-Zähler. “Diese Punkte waren wichtig, wir können zufrieden sein. Es war einfach nicht mehr Speed im Auto“, erklärte der Gräfelfinger. Für Timo Glock war das Rennen mit einem kaputten Auto dagegen schon nach einer Runde vorbei.

Vor vollen Tribünen erlebte die Formel 1 in Indien allen Bedenken zum Trotz eine überzeugende Premiere. Vergessen war am Sonntag auch der kleine Ärger um streunende Hunde auf der Strecke bei der ersten Trainingseinheit zwei Tage zuvor.

Bereits 24 Stunden vor dem Start hatten die Inder erstmals den berühmten Vettel-Finger kennengelernt. Nach seiner 13. Pole Position in dieser Saison hatte Vettel seine persönliche Triumphgeste erstmals auf dem Subkontinent präsentiert. Nur der Brite Nigel Mansell war 1992 einmal öfter von ganz vorn losgefahren, der Deutsche kann den Rekord in den verbleibenden beiden Rennen also noch übertreffen.

An der Spitze sammelte Vettel wieder reichlich Führungskilometer. Bis auf seinen Heim-Grand-Prix am Nürburgring hat der Champion in diesem Jahr bislang alle Rennen zumindest phasenweise angeführt. Mit vier Sekunden Vorsprung vor Button kontrollierte Vettel das Rennen. Für den einzigen echten Aufreger sorgte ein erneuter Unfall von McLaren-Pilot Lewis Hamilton mit Felipe Massa, den Dauerkonkurrenten der vergangenen Wochen. Diesmal wurde der Ferrari-Fahrer schuldig befunden und erhielt eine Durchfahrtstrafe.

Am Ende des Rennens brachte das teaminterne Duell um Platz fünf zwischen den Mercedes-Rivalen Schumacher und Rosberg noch einmal Spannung. Nach dem letzten Stopp kam der Kerpener knapp vor Rosberg zurück auf die Strecke. “Ihr dürft ein Rennen fahren, aber bleibt sauber“, lautete die Ansage von der Mercedes-Box. Doch Rosberg kam nicht mehr heran.

Auch vorn gab es keine Zweifel mehr. Vettel holte sich sogar noch die schnellste Rennrunde. “Fantastische Fahrt“, lobte ihn Teamchef Christian Horner. “Danke für die harte Arbeit“, erwiderte Vettel.

dpa

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

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