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Trotz Shampoo - Vettel nur auf Rang 3

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Sebastian Vettel trägt trotz Shampoo-Werbung seine Red-Bull-Mütze und ist "nur" auf Platz drei der Top-Verdiener in der Formel 1.

Köln - Weltmeister Sebastian Vettel ist trotz des großen Werbeinteresses noch nicht auf Rang 1 der Top-Verdiener der Formel 1. Diese führt ein Spanier an. Doch für den Deutschen ist Geld nicht alles.

Die Shampoo-Werbung lässt die Kasse klingeln, die Vertragsverlängerung brachte eine kräftige Gehaltserhöhung, und bei Sponsoren ist Sebastian Vettel heiß begehrt: Der Formel-1-Weltmeister ist auch in der Geldrangliste der Königsklasse auf dem Weg zur Nummer 1, angekommen ist er dort aber noch nicht.

Frei nach seinem Motto „lieber ein gestresster Weltmeister als ein geruhsamer Zweiter“ hat der neue deutsche Sportheld nach seinem WM-Triumph einen Feier-Marathon absolviert, doch Vettel bleibt auch seinen Idealen treu. Einen Manager hat er nicht, und die verlockenden Angebote aus der Werbebranche hat er mit einer Ausnahme ausgeschlagen. Dass Vettel lieber an „perfekte Pasta“ als an Schuppen denkt, weiß inzwischen jedes Kind.

Mit dem Gehaltssprung auf - je nach Prämien - bis zu zwölf Millionen Euro schafft es Vettel damit auf etwa 15 Millionen Jahresgehalt, doch ist er damit gleichauf mit Ex-Weltmeister Lewis Hamilton nur die Nummer drei in Formel-1-Zirkus. Unter anderem ist Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (18) seinem sportlichen Nachfolger in dieser Hinsicht noch ein Stück voraus, der Topverdiener der Szene ist allerdings der von Vettel im Saisonfinale bezwungene Fernando Alonso. Der Spanier soll bei Ferrari alleine an die 20 Millionen Euro Gehalt verdienen, hinzu kommen noch mal etwa 8 Millionen durch Werbung.

Die Formel 1 2011: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Die Geldmaschine läuft bei Vettel aber gerade erst so richtig an. Der 23-Jährige gilt für Insider der Werbebranche als die kommende Marke schlechthin. Er ist jung und dynamisch, dabei aber spitzbübisch und sympathisch geblieben, wirkt erfolgsorientiert, aber fast nie verbissen. Einziges Hindernis: Durch die starke Bindung zum Teaminhaber wird Vettel sehr stark mit Red Bull assoziiert, weitere Marken haben es etwas schwerer, sich in der Verbindung mit ihm zu verankern.

Doch Geld ist für Vettel nicht die größte Motivation. „In dem Moment, wo Geld dein Ansporn und deine Motivation wird, kannst du nicht mehr so gut sein wie jemand, der seinen Sport mit voller Leidenschaft und aus innerem Willen heraus betreibt“, sagte der Sohn eines Zimmermanns und einer Hausfrau schon 2009. Kurz nach dem Gewinn des WM-Titels versicherte er der "Bild-Zeitung": „Ich brauche keine Jacht, nur weil ich jetzt Formel-1-Weltmeister bin.“ Und falls er sich je einen Privatjet zulege, dann „geht es nicht um Luxus, nur um Zeitersparnis“.

Dass die Marke Vettel in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird, scheint sicher. Spannend bleibt die Entwicklung der Marke Schumacher. Sportlich hat der Rekord-Champion, der in seiner Zeit als scheinbar unschlagbarer Serien-Weltmeister mehr als 25 Millionen nur durch Werbeeinnahmen verbucht haben soll, bei seinem mäßigen Comeback an Strahlkraft eingebüßt, dafür wirkte er lockerer und nahbarer.

Sebastian Vettel: Frauenschwarm ohne Helm

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Alonso ist derweil gleich auf zwei Märkten begehrt. In Spanien behauptet sich der Asturier gegen die starke Sport-Konkurrenz der Fußball-Weltmeister oder des weltbesten Tennisspielers Rafael Nadal, zudem hat er als Ferrari-Aushängeschild auch in Italien zahlreiche Fans.

Eine neue Größe im Fahrerlager sind die sogenannten „Pay Driver“, die vor allem durch Unterstützung ihrer Privatsponsoren ins Feld rutschten. So hielt sich der Russe Witali Petrow im Feld, der Venezolaner Pastor Maldonado verdrängte bei Williams den Deutschen Nico Hülkenberg trotz dessen Pole Position in Brasilien. Beide kriegen mehr Werbegelder als Gehalt.

Das in Euro geschätzte Jahreseinkommen der Formel-1-Fahrer für die Saison 2011, in Klammern (Gehalt/Werbung), der SID stellt die Top Ten zusammen:

1. Fernando Alonso (Spanien) Ferrari 28,0 Mio. (20,0/ 8,

2. Michael Schumacher (Kerpen) Mercedes 18,0 Mio. (12,0/ 6,

3. Sebastian Vettel (Heppenheim) Red Bull 15,0 Mio. (11,0/ 4,

Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren 15,0 Mio. (10,0/ 5,

5. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari 14,0 Mio. (10,0/ 4,

6. Jenson Button (Großbritannien) McLaren 12,0 Mio. ( 8,0/ 4,

7. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 10,0 Mio. ( 8,0/ 2,

8. Mark Webber (Australien) Red Bull 8,0 Mio. ( 6,0/ 2,

9. Rubens Barrichello (Brasilien) Williams 6,0 Mio. ( 5,0/ 1,

10. Witali Petrow (Russland) Renault 5,0 Mio. ( 1,0/ 4,

Pastor Maldonado (Venezuela) Williams 5,0 Mio ( 2,0/ 3,

sid

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