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Verhaltene Kampfansage von "Ritter Schumi"

Michael Schumacher ist nach den ersten Rennen mit Prognosen zurückhaltend
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Michael Schumacher ist nach den ersten Rennen mit Prognosen zurückhaltend

Verhaltene Kampfansage vom frisch ernannten Ritter der französischen Ehrenlegion: Michael Schumacher hat vor dem Europa-Auftakt der Formel 1 vor zu hohen Erwartungen gewarnt.

“Der Fortschritt in Barcelona wird etwas größer sein als der, den wir bei jedem Rennen machen, aber man darf auch nicht erwarten, dass wir dann plötzlich ganz vorne stehen werden“, sagte der 41 Jahre alte Rekordweltmeister am Freitag auf seiner Homepage. Nach seinem völlig verkorksten Rennen zuletzt in China mit Platz zehn “hätte ich nichts dagegen, wenn ich etwas besser dastehen würde“, räumte der Mercedes- Pilot ein.

Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu

Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu

Einigkeit bei der Konkurrenz: Michael Schumacher ist ganz der Alte. Die Erwartungen an den Rekordweltmeister sind auch nach über drei Jahren Formel-1-Pause die gleichen. © dpa
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
"Ich denke, wir haben schon bei den Winter-Tests gesehen, was wir von Michael erwarten können: Er hat nichts von seiner Geschwindigkeit verloren. Er ist ein harter Wettkämpfer“, sagte Renault-Teamchef Eric Boullier. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Alle Fahrer würden sich laut ihm darauf freuen, gegen den mittlerweile 41 Jahre alten Piloten anzutreten. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Von “100 Prozent Vorbereitung, 100 Prozent Einsatz“, geht Peter Sauber aus. Das einzige Fragezeichen sei für ihn die Leistung von Schumachers Auto. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
“Aber da rechne ich mit der hohen Erfolgsquote von Ross Brawn“, sagte der Schweizer über den britischen Amtskollegen von Mercedes Grand Prix. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
“Ich gehe von einer Leistung auf hohem Niveau von Beginn an aus“, meinte Betriebsdirektor Otmar Snafzauer von Force India. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
“Siege“, lautete die prägnante Antwort von Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost auf die Frage, was er vom siebenmaligen Weltmeister erwarte. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
“Er wird ein Faktor in der WM sein“, befand Teamchef Christian Horner, der mit seinen Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber die Titel holen will. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
“Ich erwarte ihn so schnell, wie es das Auto erlaubt“, sagte Horner. “Er wird ein Faktor in dieser WM sein.“ © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Martin Whitmarsh von McLaren, das mit Weltmeister Jenson Button und Ex-Champion Lewis Hamilton das britische Pendant zum deutschen Mercedes-Team mit seinen beiden deutschen Piloten Schumacher und Nico Rosberg bildet, lobte die Rückkehr des siebenmaligen Titelträgers als “sehr gut“ für den Sport. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
“Er fährt mit dem aktuellen Weltmeister, man kann davon ausgehen, dass er das gut macht.“ © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Sein eigener Teamchef bezeichnete Schumacher als Ausnahmeathlet. “Sein seltenes Talent und seine Geschwindigkeit sind so offensichtlich, wie sie es während seiner Karriere immer waren“, erklärte Brawn, der den Kerpener schon bei dessen sieben Titeln mit Benetton (2) und Ferrari (5) begleitet hatte. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Schumacher habe sich während seiner Rennpause erholt und mache einen unglaublich schnellen Eindruck. © Getty
Schumi-Comeback: Das trauen ihm die Teamchefs zu
Das neue Mercedes-Team müsse Schumacher einen Rennwagen zur Verfügung stellen, “der zu seinen unzweifelhaften Talenten passt“, sagte Brawn über den ersten echten Silberpfeil nach 55 Jahren. © Getty
Und was erwartet der findige Taktiker und gewiefte Stratege von seinem alten und neuen Wegbegleiter? “Dass er allen Anforderungen, die wir ihm stellen, gerecht wird und sie vielleicht sogar noch übertrifft.“ © dpa
Und was sagen die Fans? Wie der TV-Sender Sky mitteilt, trauen laut einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid 39 Prozent der Befragten Schumi den WM-Triumph zu.

Platz zehn im Gesamtklassement, eine deftige mediale Schelte nach dem schwachen Auftritt in Shanghai - Schumacher, der von Teamkollege und Landsmann Nico Rosberg als WM-Zweiter derzeit in den Schatten gestellt wird, ist bei seinem Comeback noch vom Erfolgskurs früherer Tage weit entfernt. “Michael hatte in den ersten vier Rennen - meist ohne sein Verschulden - einen weniger guten Lauf. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sich das alsbald ändern wird“, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in der offiziellen Teamvorschau.

Am besten schon auf dem Circuit de Catalunya, dem Gradmesser aller Rennstrecken. Daher nutzte Mercedes ebenso wie die anderen Teams trotz der Rückreise- und Transportverspätungen durch den Vulkanausbruch auf Island die Zeit nach dem China-Grand-Prix. Teamchef Ross Brawn kündigte den ersten Entwicklungsschritt am MGP W01 an. “Michael wird in Barcelona ein anderes Chassis einsetzen, denn nach den Überseerennen werden an seinem ursprünglichen Chassis ein paar Schäden repariert“, erklärte der ehemalige und aktuelle Weggefährte Schumachers. In den Werken in Brackley und Brixworth werde äußerst hart gearbeitet, um die Neuerungen rechtzeitig fertigzustellen.

“Nun wird sich zeigen, wie groß unsere Entwicklung im Vergleich zu den anderen Teams sein wird“, erklärte Schumacher, der sich gewaltig ranhalten muss, will er gleich in seinem ersten Comeback-Jahr tatsächlich noch ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprechen. Immerhin beträgt der Rückstand auf den führenden Titelverteidiger Jenson Button aus England im McLaren-Mercedes 50 Punkte, 40 Zähler mehr auf dem Konto hat Schumachers eigener Teamrivale Rosberg. “Das erste Rennen in Europa ist wie ein zweiter Saisonbeginn und ich will dabei meinen guten Lauf mit zuletzt zwei dritten Plätzen in Folge fortsetzen“, sagte der 24-jährige Wiesbadener: “Darauf freue ich mich.“ Schließlich folgt eine Woche später auch noch der Klassiker in Rosbergs Wahlheimat Monaco.

Auch Schumacher, der nach seinem Shanghai-Rennen sichtlich zerknirscht war, mangelt es weiter nicht an persönlichem Antrieb. Ganz im Gegenteil, der ehrgeizige siebenmalige Weltmeister meinte: “Nach meinen drei Jahren Pause bin ich extrem motiviert. Die Situation spornt mich daher umso mehr an.“

Und seit Donnerstag ist der Kerpener auch noch Offizier im Orden der Ehrenlegion. Zusammen mit Gattin Corinna war er dazu in Paris. “Ich fühle mich natürlich sehr geehrt über diese Auszeichnung, und sie macht mich auch stolz. Die Zeremonie war sehr bewegend und feierlich.“

Es ist die ranghöchste französische Auszeichnung für militärische und zivile Verdienste. Sie wurde bereits 1802 auf Initiative von Napoleon Bonaparte per Gesetz geschaffen. Schumacher bekam sie von Premierminister François Fillon überreicht. Dieser verglich den Deutschen mit dem legendären argentinischen Rennfahrer Juan Manuel Fangio (1911-1995). Der fünfmalige Titelträger sei geschichtlich Schumachers einziger Rivale - in einer Woche in Barcelona wird der Kerpener wieder deutlich mehr haben.

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