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Panik bei Blick in den Spiegel

Nach Horror-Crash: So geht es de Villota

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Maria de Villota wurde bei einem Unfall am 3. Juni lebensgefährlich verletzt.

Madrid - Drei Monate nach ihrem fatalen Unfall hat sich die schwer verunglückten spanische Formel-1-Testpilotin Maria de Villota erstmals öffentlich geäußert.

„Ich weiß nicht, wie lange diese Schmerzen noch anhalten werden, vielleicht Jahre“, sagte die Spanierin, die bei dem Unfall am 3. Juli ein Auge verloren hatte, dem spanischen Magazin Hola: „Aufgrund des spürbaren Drucks im Kopf muss ich mich zurückhalten. Zudem habe ich meinen Geruchs- und meinen Geschmackssinn verloren.“

Das Ausmaß ihrer Verletzungen sei ihr zunächst nicht bewusst gewesen. „Anfangs deckten sie mir mein Auge ab, sodass ich nichts sehen konnte. Als ich mich dann erstmals im Spiegel betrachtete, sah ich, dass ich 140 Stiche im Gesicht hatte und geriet in Panik“, sagte die 32-Jährige: „Es sah so aus, als seien es Schläge gewesen, die mit einem Schiffstau vorgenommen wurden. Ich werde mich weiteren Operationen unterziehen müssen, aber das Schlimmste ist überstanden.“

Die Formel 1 2012: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Sie erinnere sich „an alles, selbst an den Moment des Aufpralls“, sagte die Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota, die bei ihrer ersten Testfahrt für den Rennstall Marussia verunglückte: „Der Unfall vermittelte mir eine neue Perspektive über das Leben. Jetzt, da ich nur noch ein Auge habe, nehme ich die Dinge bewusster wahr als vorher. Vor diesem Zwischenfall war mein Leben stets von großer Hektik geprägt. Inzwischen ist mir klar geworden, dass man von Zeit zu Zeit verweilen und die Dinge aus einem anderen Gesichtspunkt betrachten muss.“

Auch das kurze Abenteuer Formel 1 sieht sie nicht als missglückt an: „Es war immer mein Traum, Formel 1 zu fahren. Diesen habe ich erreicht. Ich habe das Gefühl, ein Fahrer zu sein. Mein neues Leben geht über meinen Traum hinaus.“

Ihre Karriere als Rennfahrerin sieht sie trotz des Unfalls nicht als beendet an. „Das weiß ich noch nicht. Es hängt vor allem von der Lizenz ab“, meinte sie: „In den Vereinigten Staaten gibt es Fahrer, die ebenfalls ihr Auge verloren haben und trotzdem noch eine Lizenz haben.“ Allerdings schränkte sie ein: „Es stimmt, dass man das Gefühl für die Tiefe verliert, denn erst durch beide Augen wird das perspektivische Sehen möglich.“

SID