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Vettel: "Fuß nicht runter vom Gas"

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Sebastian Vettel findet in den nächsten Wochen wenig Zeit zum Ausruhen.

Shanghai - Weltmeister Sebastian Vettel möchte aus dem China-GP lernen. Für ihn ist in nächster Zeit harte Arbeit angesagt, selbst wenn Red Bull nach wie vor das Maß aller Dinge bleibt.

Die Formel 1 atmet nach dem Ende der Vettel-Festspiele auf, der Weltmeister aber plant schon seine nächste Siegesserie. “Der Fuß darf nicht runter vom Gas“, betonte Sebastian Vettel in Shanghai, nachdem er zum ersten Mal seit dem 24. Oktober 2010 nicht als Grand-Prix-Sieger über die Ziellinie gefahren war. Gesagt, getan: Der Heppenheimer will aus der knappen Niederlage im Taktikpoker gegen Lewis Hamilton Lehren ziehen und reist nach einem kurzen Zwischenstopp in der Wahlheimat Schweiz gleich weiter in die Red-Bull-Rennfabrik zur Vorbereitung auf die Europa-Saison.

Nach dem ersten Zeichen leichter Schwäche beim Champion dürfen die Verfolger indes Morgenluft wittern. “Hamilton macht der Diktatur Vettels in der

Formel 1

ein Ende“, befand die spanische Zeitung “Marca“. Und der britische “Guardian“ meinte erleichtert: “Das war das Rennen, das 2011 so dringend brauchte: ein toller, drunter und drüber gehender Kampf um die Zielflagge - und jemand anders als

Sebastian Vettel

auf der obersten Stufe des Podiums.“

Vettel, dem seit Brasilien 2010 vier Siege in Serie gelungen waren, weiß jedoch, wo er ansetzen muss. “Es zeigt einfach: Wenn man nicht seine 100 Prozent bringt, dass es immer jemand anderen gibt, der einem auf der Nase rumtanzt und einem die Punkte oder den Sieg wegschnappt“, meinte der China-Zweite.

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © dpa
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © dpa

Shanghai-Sieger Hamilton sah bei allem Jubel über eines der besten Rennen seiner Karriere noch weiteren Nachholbedarf im Vergleich zu den Red Bull von Vettel und dessen Teamkollegen Mark Webber. “Ich denke, generell waren sie ein bisschen schneller“, meinte der Brite. Im Gegensatz zu Vettel setzte er aber auf drei Boxenstopps und hatte nach dem besseren Start am Ende dank besserer Strategie die Nase seines McLaren vorn. “Hamilton erteilt Red Bull in China eine Lektion“, urteilte der “Corriere dello Sport“.

Der Sieg des entfesselten Weltmeisters von 2008 freute letztlich sogar Vettels seit Monaten im internen Duell unterlegenen Rivalen ein wenig. “Es ist schade, dass McLaren gewonnen hat, aber wir können Seb auch nicht zu weit davonziehen lassen“, betonte Webber. Der Australier liegt nach seiner famosen Aufholjagd vom 18. auf den 3. Platz in der WM-Wertung weiter auf Rang vier.

An der Spitze thront weiter Vettel nach zwei ersten und nun dem zweiten Platz. Der 23-jährige Heppenheimer hat nach 3 von 19 derzeit geplanten Rennen 68 Punkte, Hamilton als Zweiter 47. Dann kommt dessen Teamkollege und China-Falschparker Jenson Button, der beim Reifenwechsel die falsche Box ansteuerte, mit 38 Zählern, Webber hat vor dem Grand Prix der Türkei in drei Wochen 37 Punkte.

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso belegt den fünften Rang mit schon 42 Punkten Rückstand auf Vettel, sein Ferrari-Teamkollege Felipe Massa folgt dahinter mit 44 Zählern weniger als der WM-Primus aus Deutschland. Bei der Scuderia dürfte bereits Alarmstufe Rot herrschen. “Ferrari läuft die Zeit davon: Die Roten machen Fehler und sind konfus“, meinte “La Repubblica“ am Montag.

“Es ist ganz klar, dass wir derzeit zu weit zurückliegen“, so das eindeutige Alonso-Fazit. Zumal nun auch noch weiteres Ungemach aus Deutschland droht. “Die liegen jetzt vor uns, wir müssen reagieren“, sagte Alonso und meinte Mercedes mit dem einstigen Ferrari-Star Michael Schumacher und dem China-Fünften Nico Rosberg. Nur weil der Wiesbadener am Ende auf Spritspar-Modus schalten musste, verpasste er wohl den fast sicheren Podiumsplatz, wenn nicht sogar noch mehr.

“Wir haben mit unserem

Auto

einen großen Sprung gemacht“, urteilte Schumacher, der es vom 14. Startrang auf Platz acht schaffte. In

Istanbul

werde man - wie allerdings auch alle anderen Teams - einige Verbesserungen an Bord haben, “die uns dabei helfen sollten, uns noch weiter zu steigern. Ich verlasse

Asien

mit einem positiven Gefühl“, betonte Schumacher. Auch Kumpel Vettel trat die Heimreise durchaus zufrieden an. Platz zwei sei ja “kein Desaster“.

dpa

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