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Wenn viele sich streiten, freut sich der Vettel

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Sebastian Vettel ist amtierender Formel-1-Weltmeister.

Nürburgring - Am Sonntag fuhr Sebastian Vettel mit Platz vier sein bisher schlechtestes Saisonergebnis ein. Der Vorteil des Weltmeisters: Seine Verfolger nehmen sich gegenseitig die Punkte weg.

Erstmals in diesem Jahr keine Runde in Führung, nach elf Rennen in Folge eine Siegerehrung ohne ihn, und das ganze Dilemma auch noch beim Heimspiel - dennoch muss Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel auf dem Weg zum zweiten Titel in Folge nicht ins Grübeln geraten. Der Red-Bull-Pilot hat immer noch beruhigende 77 Punkte Vorspung und dazu einen ganz großen Vorteil: Hinter ihm nehmen sich gleich vier Verfolger gegenseitig Punkte weg.

"Sebastian muss sich überhaupt keine Sorgen machen. Zwar sind im Moment alle Spitzenfahrer auf einem Niveau, aber Red Bull ist immer dabei. Es ist ja nicht so, dass Sebastian immer Vierter wird, sondern sicher auch mal wieder Zweiter und Dritter. Und so würde es ewig dauern, bis sein Vorsprung weg wäre" sagte der frühere Formel-1-Pilot Christian Danner.

Die Formel 1 2011: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

In Montreal wurde Vettel (216 WM-Punkte) von McLaren-Pilot Jenson Button (109) besiegt, in Silverstone von Ferrari-Star Fernando Alonso (130), auf dem Nürburgring von Buttons Teamkollegen Lewis Hamilton (134). Dabei ist keiner von den dreien Vettels schärfster Verfolger, denn auf Rang zwei der Gesamtwertung liegt immer noch sein Red-Bull-Kollege Mark Webber (139), der seit knapp einem Jahr auf einen eigenen Sieg wartet.

Den hatte der Australier 2010 in Budapest gefeiert, wo schon am kommenden Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) der nächste WM-Lauf steigt. "Das nächste Rennen am Hungaroring wird bestimmt besser", sagte Vettel, der dort im vorigen Jahr das Rennen nach Belieben dominiert hatte und nur durch eine Durchfahrtstrafe für eine Unaufmerksamkeit hinter dem Safety-Car den Sieg an Webber verlor.

Deshalb rechnet auch Nürburgring-Sieger Hamilton in Budapest wieder fest mit Vettel. "Man kann nicht erwarten, dass er immer perfekt ist. Er hat vom Ende der letzten Saison in dieses Jahr hinein eine große Zahl von Rennen gewonnen. Es ist für jeden leicht, ihn jetzt nach einem Rennen zu kritisieren. Aber er war außerordentlich konstant über eine lange Zeit. Ich bin sicher, dass er zurückschlagen wird", sagte der Engländer: "Er wird beim nächsten Rennen schnell sein. Ich denke, das war nur ein Ausrutscher." Über seine eigenen Titelchancen will Hamilton erstmal nicht reden: "Ich ziehe es vor, meinen Mund zu halten und das Tempo unseres Autos sprechen zu lassen."

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Auch Alonso will weiterhin nur von Rennen zu Rennen und nicht auf die WM schauen, da er ebenfalls nicht an einen generellen Einbruch der "Bullen" glaubt. "Ein Wochenende scheint für uns gut zu sein, wie in Silverstone. Eins wie jetzt am Nürburgring für McLaren, aus welchen Gründen auch immer. Aber Red Bull ist immer dabei", sagte der Spanier: "Es sieht so aus, dass die meisten Bedingungen auf den meisten Strecken für sie gut sind." Um ernsthaft an Vettel heranzukommen müsse er selbst gewinnen und darauf hoffen, dass auch sein Teamkollege Felipe Massa und beide McLaren dem Heppenheimer Punkte wegnehmen.

Daher sieht auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner alles andere als eine Krise, wie sie zum Beispiel in Italien Tuttosport vermutet. "Bei Red Bull ertönen die Alarmglocken", schrieb die Ferrari-nahe Turiner Sportzeitung. "Wir standen in jedem Rennen auf der Pole Position, haben sechs von zehn Grand Prix gewinnen und standen immer auf dem Podium. Das ist weit weg von einem Desaster", meinte Horner.

Allerdings sei es jedem im Team auch bewusst, dass man sich nicht zurücklehnen und nachlassen dürfe. "Wir sind mitten in einem Entwicklungs-Wettlauf", sagte Horner. "Wir werden weiterhin hart arbeiten und darauf achten uns dort zu verbessern, wo wir noch nicht ganz perfekt waren", ergänzte Vettel.

sid

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