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Vettels dritter Streich?

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Kann sich Sebastian Vettel, wie hier von Button (l.) und Heidfeld (r.), wieder feiern lassen? Die Chancen stehen gut.

Shanghai - Schafft Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel seinen ersten Hattrick? Die Chancen stehen gut für den Red-Bull-Piloten, der allerdings auf die Euphoriebremse tritt.

Erst Australien, dann Malaysia, nun China: Sebastian Vettel will den ersten Auftakt-Hattrick seiner Formel-1-Karriere perfekt machen und mit optimaler Punktausbeute nach Europa zurückkehren. Der überlegene Red Bull des Weltmeisters wird für den dritten WM-Lauf der Saison auf dem Shanghai International Circuit zusätzlich aufgepeppt, die Konkurrenz wird wohl auch im Reich der Mitte über die Boxenfunk-Geheimsprache des enteilten Hessen mit seiner Crew rätseln müssen. Fest steht nur eins: Selbst wenn die Rivalen der Rennstrecke alles versuchen, das meiste spricht für eine Fortsetzung der Vettel-Festspiele.

“Viel Zeit zum Durchatmen gibt es nicht“, sagte der 23-Jährige, der am Mittwoch nach China reisen wollte, wo er 2009 bereits einmal gewann. Auch wenn er die Sorge um die kurze Pause auf sich bezog, sind die Nöte seiner Jäger viel größer. Sowohl in Melbourne als auch in Sepang hechelten die Verfolger vergeblich hinter Vettel her. Zweimal stand der Deutsche auf Pole Position, zweimal dann auch auf dem obersten Podestplatz - mehr geht nicht.

Vier Rennen in Serie ist Vettel ungeschlagen. Gewinnt er auch den dritten Grand Prix der neue Saison, nachdem er bereits die beiden Finalläufe 2010 für sich entschied, wäre es der erste Hattrick zum Saisonstart seit Michael Schumacher 2004.

Bernie Ecclestone: Seine besten Sprüche

Bernie Ecclestone: Seine besten Sprüche

Bernie Ecclestone
“Ich denke, wenn die Leute 100 werden, dann sollten sie anfangen, über die Pension nachzudenken. Ich bin da aber nicht sicher.“ (Formel-1-Chef Bernie Ecclestone) © dpa
Bernie Ecclestone
“Am Morgen nach meinem Tod - und die ersten zwölf Exemplare gehen ans Finanzamt.“ (Ecclestone auf die Frage, wann seine Autobiographie erscheint) © dpa
Bernie Ecclestone
“Wenn ich mitten in einem Grand Prix sterben würde - kein Problem! Mir wäre aber lieber, wenn es erst nach dem Zieleinlauf passiert.“ (Ecclestone über den Tod) © dpa
Bernie Ecclestone
“Ich denke, mit Demokratie bringt man den Laden nicht zum Laufen.“ (Ecclestone über sein Geschäftsprinzip) © dpa
Bernie Ecclestone
“Ich würde auch als Blumenhändler versuchen, so gut wie möglich abzukassieren. Doch mein Herz hängt am Motorsport.“ (Ecclestone zum selben Thema) © dpa
Bernie Ecclestone
“Wir sind nicht so etwas wie die Mafia, sondern wir sind die Mafia.“ (Ecclestone über seine langjährige Zusammenarbeit mit dem damaligen Weltverbandschef Max Mosley) © dpa
Bernie Ecclestone
“Warum sollte ich Bodyguards nehmen? Von der einzigen Person, die mich unter Druck setzt, bin ich jetzt geschieden.“ (Ecclestone in Anspielung auf die Trennung von seiner Frau Slavica) © dpa
Bernie Ecclestone
“Ich liebe es, nach Japan zu fliegen! Dort sind alle so groß wie ich.“ (Ecclestone vor einer Reise zum Japan-Grand-Prix) © AFP
Bernie Ecclestone
“Das einzig Gute an Olympia ist die Eröffnungs- und die Schlussfeier. Das ist eine tolle Show. Ansonsten ist es völliger Quatsch.“ (Ecclestone am Dienstag zu den Olympischen Spielen 2012 in seiner Heimatstadt London) © AFP
Bernie Ecclestone
“Bei manchen Auslaufzonen geht einem das Benzin aus, bevor man in die Streckenbegrenzung kracht.“ (Ecclestone zur verbesserten Sicherheit auf Formel-1-Strecken) © AFP
Bernie Ecclestone
“Ich würde versuchen, eine 18-jährige Freundin zu finden.“ (Ecclestone auf die Frage, was er machen würde, wenn er noch mal 22 Jahre alt wäre) © dpa

Doch noch tritt Vettel auf die Euphoriebremse. Seine souveränen Auftaktsiege hätten mit Blick auf den Titelkampf nichts zu sagen, betont er, denn in den noch ausstehenden 17 Rennen gebe es mehr zu gewinnen als in den ersten beiden. “Ich bin kein Mathegenie, aber das kann ich mir auch ausrechnen“, betont der Abiturient aus Heppenheim, der vor dem China-Rennen 50 Punkte eingefahren hat. Ex-Weltmeister Jenson Button kommt im McLaren-Mercedes als Zweiter auf 26.

“Wir haben nie ein Geheimnis draus gemacht, den Kampf mit Red Bull aufzunehmen“, sagte Button. Sein drittplatzierter Teamkollege Lewis Hamilton (22) ist nach dem für ihn enttäuschenden Malaysia-Rennen nicht minder angriffslustig. Red Bull habe in den ersten beiden Rennen sein volles Potenzial noch nicht erreichen können, “und ich denke, es ist wichtig, dass wir den Druck aufrechterhalten, um ihnen zu zeigen, dass sie sich keine Fehler leisten dürfen“.

Red Bull vorneweg, dahinter McLaren, und dann schon die erste Überraschung: Nicht Ferrari, schon gar nicht Mercedes mit Rekordweltmeister Schumacher, sondern Lotus-Renault mit Nick Heidfeld. Der 33-Jährige bewies nach Witali Petrows Podestplatz zum Auftakt in Australien ebenfalls das Potenzial des schwarzen Flitzers. “Wenn man den reinen Speed und die Leistung des Autos nimmt, dann würde ich sagen, Renault ist die dritte Kraft“, meinte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko.

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Erst danach komme Ferrari, so Marko. Die Scuderia mit ihrem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso hat bereits den roten Knopf gedrückt. Die Teamleitung um Stefano Domenicali düste nach nach dem Malaysia-Lauf im Flieger nach Maranello, um am Firmensitz die Entwicklung des Ferrari voranzutreiben. Das eigentlich für später geplante Upgrade soll womöglich schon in Shanghai zum Einsatz kommen.

Und Mercedes? “Wir reisen unvoreingenommen nach China und haben uns zum Ziel gesetzt, besser abzuschneiden als bei den ersten beiden Rennen“, sagte Schumacher. Schwer ist das nicht, holte der mit dem Anspruch auf sein achtes WM-Wunder angetretene 42-Jährige doch zuletzt in Sepang mit Rang neun gerade mal die ersten beiden Pünktchen für die Silberpfeile.

“Wie in Malaysia rechnen wir mit einem schwierigen und sehr herausfordernden Wochenende für unsere Mannschaft, die am letzten Sonntag das Ergebnis geholt hat, das bei unserem aktuellen Ausrüstungsstand möglich war“, kommentierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Von einem Hattrick wie Vettel sind Schumacher und sein Teamkollege Nico Rosberg im Reich der Mitte noch Welten entfernt.

dpa

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