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Vettels Fingerzeig für 2012

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Sebastian Vettel will weitere Titel

Yeongam - Sebastian Vettel siegt immer weiter. Nach seinem Erfolg in Südkorea und dem lukrativen Konstrukteurs-Titel für sein Team stellt sich mehr denn je die Frage: Wer soll diesen Vettel 2012 stoppen?

Die Partytournee von Sebastian Vettel geht in die Ehrenrunde - und ist doch nur eine Zwischenstation auf dem Weg in eine Formel-1-Ära. Eilig verließ der unersättliche Weltmeister nach seinem Südkorea-Sieg die graue Hafenstadt Yeongam, Vettel hat schließlich noch viel mehr vor. “Die Leute hatten erwartet, dass wir es jetzt locker nehmen. Aber wir sind hier, um zu gewinnen und unser Bestes zu geben“, erklärte der 24-Jährige. Fahrertitel, Team-WM, beides zum zweiten Mal - aber Vettel siegt einfach weiter und gibt seinen Rivalen damit schon einen Vorgeschmack auf 2012.

“Vettel unterstreicht erneut seinen Status als Titelsammler“, hieß es am Montag im englischen “Daily Telegraph“. Und im Ferrari-Land Italien titelte “Corriere della Sera“: “In der Formel 1 geht es nur noch um die Ehre. Und die gebührt Vettel.“

Sebastian Vettel - Seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel - Seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel holte am 27. Oktober 2013 seinen vierten Weltmeister-Titel in der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Wir stellen ihn vor. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel ist seit seinem siebten Lebensjahr im Motorsport aktiv. Er startete als Kartfahrer und konnte im Jahr 2001 die deutsche und europäische Juniorenkartmeisterschaft gewinnen. © dpa
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Im Jahr 2004 gewann Vettel mit dem Team Mücke Motorsport die Meisterschaft in der Formel BMW und stellte dabei mit 18 Siegen in 20 Rennen einen neuen Rekord auf. © dpa
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Vettel blieb im folgenden Jahr bei Mücke Motorsport und wechselte in die Formel-3-Euroserie. © dpa
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Er erzielte in der Formel-3-Euroserie sechs Podestplätze und belegte am Ende den fünften Gesamtrang. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel ergatterte 2007 einen Platz als Freitagstestfahrer beim BMW Sauber F1 Team in der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Beim renommierten Macau Grand Prix 2005 wurde er nach Lucas di Grassi und Robert Kubica Dritter. © dpa
Sebastian Vettel
Nach Robert Kubicas Unfall beim Großen Preis von Kanada 2007 in Montreal meldete BMW Sauber Vettel als Einsatzfahrer für den Großen Preis der USA in Indianapolis. Somit gab er am 17. Juni 2007 sein Formel-1-Renndebüt. © dpa
Sebastian Vettel
In seinem ersten Qualifikationsrennen belegte der Heppenheimer den siebten Platz. © dpa
Sebastian Vettel
Im folgenden Rennen rettete sich Vettel nach anfänglichen Schwierigkeiten auf den achten Rang. Er fuhr damit einen WM-Punkt ein und ist mit 19 Jahren und 350 Tagen der bisher jüngste Fahrer, der je in einem Formel-1-Rennen in die Punkteverteilung kam. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel wechselte im Juli 2007 zum Rennstall Toro Rosso. © dpa
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Beim großen Preis von China in Shanghai 2007 startete Vettel von Position 17 und fuhr am Ende auf Platz vier. Dies war die beste Platzierung jemals für den Rennstall Toro Rosso. © dpa
Sebastian Vettel
Am 13. September 2008 eroberte Sebastian Vettel beim verregneten Qualifying für den Großen Preis von Italien in Monza seine erste Pole-Position. Er ist damit - im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen - der jüngste Fahrer auf dem ersten Startplatz in der Geschichte der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Am Tag darauf holte sich Vettel seinen ersten Sieg in einem Formel-1-Rennen. Damit wurde er zugleich auch der jüngste Grand-Prix-Sieger. © dpa
Sebastian Vettel
Im Juli 2008 gab das Toro-Rosso-Schwesterteam Red Bull Racing bekannt, dass Vettel ab der Saison 2009 an der Seite von Mark Webber für den österreichischen Rennstall fahren wird. Der begeisterte Kicker nahm im gleichen Jahr an einem Benefiz-Fußballspiel teil. © dpa
Sebastian Vettel
Für den WM-Titel reichte es in dieser Saison noch nicht. Durch seinen Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi wurde Vettel Vizeweltmeister vor Rubens Barrichello. © dpa
Sebastian Vettel
In Jahr 2010 bildeten Vettel und Webber erneut das Renngespann von Red Bull. Nach dem Großen Preis von Korea übernahm Vettel erstmals die Führung der WM-Rangliste. © dpa
Sebastian Vettel
Vor dem letzten Saisonrennen, dem Großen Preis von Abu Dhabi 2010 belegte Vettel den dritten Platz in der Fahrerwertung. Er startete aber dafür von der Pole-Position. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel gewann das Rennen und wurde mit vier Punkten Vorsprung auf Fernando Alonso, der in Abu Dhabi nur Siebter wurde, Weltmeister. © dpa
Sebastian Vettel
Mit dem Titelgewinn wurde Vettel mit einem Alter von 23 Jahren und 134 Tagen zum bisher jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Vettel sammelte in der Saison zehn Pole-Positions. © dpa
Sebastian Vettel
Nach der Saison 2010 wurde der Heppenheimer Vettel als deutscher und europäischer Sportler des Jahres ausgezeichnet. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel kam durch seinen Vater Norbert zum Motorsport. Dieser hatte ihn bereits mit dreieinhalb Jahren erste Runden im eigenen Kart drehen lassen. © dpa
Sebastian Vettel
Als sein größtes Vorbild bezeichnet Vettel Michael Schumacher, dessen Ehrgeiz und stets vollen Einsatz er sehr bewundere. © dpa
Sebastian Vettel
Während er bereits Formel-3-Euroserie fuhr, beendete Vettel seine schulische Laufbahn im April 2006 mit einem Abi-Schnitt von 2,8. Seine letzte Prüfung legte er nur vier Tage vor seinem ersten Sieg in der Formel 3 ab. © dpa
Sebastian Vettel
Eine weitere Besonderheit des Heppenheimers: Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen hat Sebastian Vettel keinen Manager, sondern regelt seine geschäftlichen und vertraglichen Angelegenheiten selbst. © dpa

Wer auch immer im Lager der Verfolger gehofft hatte, der Hesse und sein Red-Bull-Team würden berauscht von soviel Erfolg vom Gas gehen, sieht sich getäuscht. “Die Feier von Suzuka hat ihm nichts an Entschlossenheit genommen. Im Gegenteil!“, erkannte “La Gazzetta dello Sport“. “Jetzt gibt es kein Halten mehr“, sagte Teamchef Christian Horner. Der Brite meinte damit zwar eher die verbleibenden drei Saisonrennen, hätte aber genauso vom kommenden Jahr sprechen können.

In den kommenden Tagen werden Vettel und Co. schon die nächsten Jubelbilder liefern. Für Mittwoch ist die Betriebsfete in der Red-Bull-Rennfabrik im englischen Milton Keynes angesetzt. Am Samstag kommt Vettel dann mit seinem Wunderauto “Kinky Kylie“ zum Heimspiel nach Heppenheim.

Der Blick des Doppelchampions aber geht schon viel weiter. In dieser Saison kann er noch den Siegesrekord von Michael Schumacher von 13 Erfolgen aus dem Jahr 2004 einstellen. “Es ist gut zu sehen, dass das Team weiter hart arbeitet“, lobte er seine Crew. Denn parallel läuft auch das Unternehmen dritter Titel längst auf vollen Touren. Chef-Designer Adrian Newey verzichtete auf die Südkorea-Reise und trieb lieber in Milton Keynes die Entwicklung des RB8 voran.

Der 60-Millionen-Zuschuss für den Gewinn der Team-WM kommt da gerade recht. McLaren bekommt für den zweiten Platz rund 15 Millionen Euro weniger aus dem Formel-1-Vermarktungstopf. Für Ferrari und Mercedes fällt der Bonus noch geringer aus. In jedem Fall ist eine gewaltige Anstrengung der Verfolger nötig, ein weiteres Jahr Red-Bull-Dominanz zu verhindern. “Wir werden neue Dinge versuchen, vielleicht ein paar Risiken bei der Strategie eingehen“, sagte Ferrari-Star Fernando Alonso.

So richtig zuversichtlich aber wirkten Vettels Gegner nicht, nachdem sie der Weltmeister in Südkorea erneut vorgeführt hatte. Als Extra-Demütigung schüttelte der Heppenheimer auf den letzten Kilometern noch die schnellste Rennrunde aus dem Ärmel, obwohl er längst weit enteilt war. “Das ist eher etwas fürs Ego“, gestand Vettel lachend. Für die Konkurrenz musste das fast wie Hohn klingen.

Die Frage ist daher: Wer soll diesen Vettel stoppen? Der Südkorea-Zweite Lewis Hamilton wirkte verbittert und hat angeblich private Probleme, wie McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh andeutete. Sein Kollege Jenson Button brillierte zwar in diesem Jahr mehrfach, war aber einfach nicht konstant genug. Vettels Stallrivale Mark Webber hat seit August 2010 nicht mehr gewonnen.

Und der Spanier Alonso muss ebenso wie die Mercedes-Fahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg hoffen, dass ihre Entwicklungsabteilung diesmal den richtigen Weg einschlägt. Allmählich müssen die Jäger fürchten, dass Hamiltons Urteil vom Sonntag auf Dauer Gültigkeit bekommt. “Es war unmöglich, Sebastian einzuholen“, hatte der Brite ernüchtert eingeräumt.

dpa

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