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Webber gewinnt in Ungarn - Vettel sauer

Sebastian Vettel hatte kein Verständnis für die Durchfahrtsstrafe
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Sebastian Vettel hatte kein Verständnis für die Durchfahrtsstrafe

Budapest - Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Ungarn nach einer Durchfahrtsstrafe den dritten Platz belegt und seine erste WM-Führung verpasst. Derweil jubelt sein Teamkollege.

Die Rennrichter von Budapest haben Sebastian Vettel auf dem Weg zur ersten WM-Führung seiner Formel-1-Karriere ausgebremst. Der von Pole Position gestartete Heppenheimer musste am Sonntag auf dem Hungaroring für eine Unachtsamkeit im 100. Red-Bull- Rennen mit einer Durchfahrtstrafe büßen und kam beim Sieg seines Teamkollegen Mark Webber nicht über Platz drei hinaus. Hockenheim- Gewinner Fernando Alonso konnte sich im Ferrari auch noch vor den verzweifelten Vettel schieben. “Warum habe ich eine Durchfahrtsstrafe“, ereiferte sich Vettel via Boxenfunk und gestikulierte eindeutig aus seinem Cockpit heraus.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Webber nutzte indes in seinem 150. Grand Prix die Gunst der Stunde und den Ausfall des bis dato in der WM-Wertung führenden Lewis Hamilton, der seinen McLaren-Mercedes wegen eines Getriebeschadens vorzeitig abstellen musste. Der Australier, von Platz zwei hinter Vettel gestartet, profitierte von der einzigen Safety-Car-Phase des Rennens und übernahm vor der dreiwöchigen Sommerpause mit 161 Punkten nach zwölf Rennen die Spitze. Es war Webbers vierter Saisonsieg. In der Gesamtwertung sitzen ihm Hamilton (157) und Vettel (151) im Nacken.

Ein weiteres schwarzes Wochenende erlebte das Silberpfeil-Team. Michael Schumacher kam nach Startplatz 14 im Mercedes gerade mal auf Rang elf und wurde bereits elf Umläufe vor dem Ende von Webber überrundet - anschließend auch noch von seinem Ex-Teamkollegen Rubens Barrichello, den Schumacher fast in die Mauer gedrückt hätte. “Das war grausam“, schimpfte Barrichello. Schumachers Aktion rief auch die Rennkommissare auf den Plan.

Nico Rosberg musste nach einer gefährlichen Reifenwechsel-Panne in der Puszta aufgeben. Landsmann Adrian Sutil schied nach einem schuldlosen Crash ebenfalls früh aus. Erfreulich dagegen Nico Hülkenberg: Der Emmericher schaffte im Williams sind bislang bestes Resultat und landete auf Platz sechs. Timo Glock belegte im unterlegenen Virgin Platz 16.

“Diesmal nicht“ schien sich Vettel zumindest beim Start zu sagen. Eine Woche nachdem er beim Deutschland-Rennen von Pole aus das Nachsehen gehabt hatte, ließ er sich die Top-Ausgangsposition nicht entreißen - auch wenn es knapp war, denn von hinten drängelte Alonso. Der Spanier schnappte sich Webber auf den ersten Metern und hatte vor der ersten Kurve sogar die Ferrari-Nase vor Vettels überlegenem Red Bull. Der Heppenheimer nutzte jedoch die Innenbahn, Alonso reihte sich nach der ersten Biegung auf Platz zwei ein, Webber auf drei.

Rosberg musste von Rang sechs ebenso wie Spitzenreiter Hamilton den Russen Witali Petrow im Renault an sich vorbei ziehen lassen. Rekordweltmeister Schumacher, der schon in der Aufwärmrunde via Boxenfunk über Probleme mit den Bremsen klagte, konnte sich von Rang 14 aus nicht entscheidend in Szene setzen.

Vettel drehte erstmal ungestört seine Runden und verschaffte sich einen ordentlichen Vorsprung. Richtig turbulent wurde es erst, nachdem ein Teil auf der Strecke eine Safety-Car-Phase in der 15. Runde ausgelöst hatte: Vettel wurde so prompt zum Boxenstopp beordert, dass er nur in letzter Sekunde die Kurve bekam. Die Rivalen folgten, außer Webber. Die Rush-Hour hatte Konsequenzen: Robert Kubica wurde von seinem Team wieder auf die Strecke entlassen, obwohl Sutil just in dem Moment in die Box kam. Der Pole bekam ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe. “Ich fahr rein und plötzlich kommt mir ein Auto in die Seite reingeschossen“, schilderte Sutil.

Und dann sorgte auch noch die Mercedes-Crew für eine ebenso peinliche wie gefährliche Panne. Als Rosberg mit seinem Silberpfeil rausfuhr, löste sich das rechte Hinterrad und hüpfte durch die mit Mechanikern vollbesetzte Wechselzone. Für Rosberg war das Rennen beendet. “Von mir gibt es kein ernstes Wort, das kann passieren. Ich habe es auch zu spät realisiert“, meinte der Wiesbadener.

Vettel gab nach seiner Strafe noch mal richtig Gas und setzte Alonso gewaltig unter Druck. Vorbei kam er aber nicht. Und so musste er sich mit Rang drei beim Sieg von Webber im 25. Ungarn-Rennen begnügen. Der Routinier benötigte für die 306,630 Kilometer 1:41:05,571 Stunden und war damit fas 20 Sekunden vor Vettel.

dpa

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