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Webber vom Pool zum Prinzenpalast

Mark Webber feierte im teameigenen Pool
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Mark Webber feierte im teameigenen Pool

Monte Carlo - Monaco-Meister Mark Webber macht sich nach seinem Grand-Prix-Erfolg auf einen üblen Kater gefasst. Sebastian Vettel bereitet der erneute Triumph des Teamkollegen dagegen keine Kopfschmerzen.

“Ich denke, es kommt auch wieder anders“, sagte der Zweitplatzierte des Großen Preises von Monaco gelassen. Punktgleich mit seinem Red-Bull-Rivalen liegt der 22-Jährige nach dem packenden Formel-1-Klassiker in Monte Carlo auf Rang zwei der WM-Wertung.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

“Es geht sozusagen bei Null los“, lautet Vettels Rechnung. “Es ist noch zu früh. Ich denke nicht, dass es nur zwischen uns entschieden wird“, sagte Webber, der zur Belohnung am Abend seines bislang größten Erfolgs zusammen mit Teamchef Christian Horner mit Fürst Albert II. im Prinzenpalast dinieren durfte.

Selbst das Ferrari-verrückte Italien, wo der WM-Dritte Fernando Alonso für seine famose Aufholjagd im Fürstentum überschwänglich gepriesen wurde, verneigte sich vor dem Fahrer aus “down under“. “Webber ist ein Phänomen. Er ist bereit für den Titel“, schrieb “La Gazzetta dello Sport“ am Montag.

“Ich bin lang genug dabei, um das alles zu kennen - also mit den Füßen auf dem Boden bleiben“, betonte Webber, der 2002 in die Königsklasse des Motorsports einstieg. Bis vergangenes Jahr musste er auf seinen ersten Sieg warten. Vier sind es seit seinem Monaco- Meisterstück insgesamt, zwei davon fuhr der 144-malige Grand-Prix- Starter binnen acht Tagen ein. “Sicherlich habe ich im Moment nicht gerade wenig Selbstvertrauen“, sagte Webber. “Es wäre schön, wenn Monaco schon das letzte Rennen der Saison gewesen wäre. Aber das ist es nicht.“

Mit Vettel dominiert der “Aussie“ die Formel 1 in diesem Jahr. Der RB6 ist das Maß der Dinge: Ob auf dem Gradmesser-Kurs in Barcelona oder auf der Ausnahmestrecke Monte Carlo mit den schmalen Gassen. Sechs Pole-Positionen in sechs Rennen, drei für Vettel, drei für Webber; drei Siege, zweimal der Australier, einmal der Deutsche. “Webber und Vettel sind das goldene Paar“, urteilte der “Corriere della Sera“. “Die Karten sind nicht so schlecht, die wir in der Hand haben“, sagte Vettel, der sich immer wieder auch gerne einen Scherz mit seinem elf Jahre älteren Mitstreiter erlaubt.

Als Vettel in Monte Carlo gefragt wurde, ob er den derzeit so stark auftrumpfenden Webber fürchte, entgegnete er: “Soweit ich weiß, ist er vor ein paar Jahren oder letztes Jahr 'mal vom Fahrrad gefallen, sein Bein ist immer noch etwas instabil.“ Und grinsend fügte der Hesse aus Heppenheim hinzu: “Ich kann also immer noch vor ihm weglaufen, zudem bin ich auch noch jünger. Ich habe also gute Chancen.“

Webber wäre liebend gern etwas jünger. “Ich denke aber nicht, dass ich viel verpasst hab', weil ich ein bisschen älter bin“, betonte der 33-jährige neue WM-Spitzenreiter. “Das Feuer brennt noch immer ganz ordentlich in mir.“ Bei der Pressekonferenz zu seinem beeindruckenden Erfolg beim prestigeträchtigsten Grand Prix erinnerte Webber an seinen Sieg vor neun Jahren in der Nachwuchsklasse Formel 3000 in Monte Carlo. Damals habe er sich das Zimmer noch teilen müssen. Er habe aber kaum schlafen können, weil sein Vater so geschnarcht habe.

Mit 78 Punkten liegen Webber und Vettel nun in der WM-Wertung vorn. Drei Zähler dahinter rangiert der zweimalige Weltmeister Alonso. Der nach einem Motorschaden am McLaren-Mercedes früh ausgeschiedene Titelverteidiger Jenson Button ist Gesamtvierter (70).

Rekordweltmeister Michael Schumacher liegt nach seiner Strafversetzung - von Rang sechs auf zwölf - wegen des Last-Minute- Manövers gegen Alonso abgeschlagen auf dem neunten WM-Platz mit nur 22 Punkten. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg rutschte nach dem verpatzten Heimspiel (8.) vom fünften auf den achten Gesamtrang (56) ab. In der Konstrukteurswertung haben die “Roten Bullen“ mit ihren übermächtigen PS-“Dosen“ ebenfalls die Führung vor Ferrari übernommen. “Wir haben mehr Punkte als alle anderen, das ist keine schlechte Ausgangsposition für die nächsten Rennen“, stellte Vettel fest.

dpa

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