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Provokante These

Shitstorm: FC Bayern schlecht für Kinder?

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Sollten Kinder zu Weihnachten besser kein Trikot des FC Bayern bekommen. Ein Welt-Redakteur machte sich mit seiner Glosse nicht nur Freunde!
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München - Sind die erfolgsverwöhnten Bayern schlecht für Kinder? Diese steile These äußerte ein Welt-Sportredakteur und erntet nun einen Shitstorm.

Ungeschlagen führt der FC Bayern kurz vor der Winterpause die 1. Bundesliga an. Der Rekordmeister scheint auf dem Weg zur 25. Deutschen Meisterschaft, und damit dem dritten Titel seit 2013 in Folge, nicht mehr aufzuhalten zu sein. Auch international ist der Verein ganz oben an der Weltspitze angekommen - nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich.

Ist das viel zu erfolgreich für Kinder?

Eine provokante Glosse vom Leitenden Fußball-Redakteur der Welt, Lars Wallrodt, sorgt für Diskussionen im Netz. Allein der Hassliebe-Titel "Lasst eure Kinder nicht Bayern-Fans werden!" lässt Tausende auf Facebook auf "gefällt mir klicken". Ein Appell, der aus dem "Toten Hosen"-Song "Bayern" stammen könnte.

Worum geht es Wallrodt? Etwa nur um die Provokation? Oder meint er alles nur satirisch? 

Seine These: "Nichts prägt den Charakter mehr als die Wahl des Lieblingsvereins", behauptet der Autor. Und weiter: "Wie sollen die Heranwachsenden etwas über das harte Leben lernen, wenn ihr Verein sie nicht fordert? Jedes Wochenende müssten sie Siege bejubeln, jeden Sommer die Meisterschaft feiern."

Mit Beispielen versucht er dann seine gewagte These zu untermauern: "Wer so aufwächst, wird sich wundern, wenn er auf dem Schulhof zum ersten Mal verdroschen wird, wenn es den ersten Korb von einem Mädchen (oder einem Jungen) gibt (...). Das Leben ist nicht die Münchner Arena."

Deswegen so sein Appell an alle Eltern, sollten sie bitte ihren Kindern nicht das Trikot des FC Bayern unter den Christbaum legen, auch wenn es sich die Kleinen noch so wünschen.

Shitstorm der Bayern-Fans

Die Reaktionen sind - wie sollte man es bei dem Thema anders erwarten - äußerst gespalten. Auf der Facebook-Seite der Welt reagierte Bayern-Fan Yannik G. trotzig: "Nichts prägt den Charakter mehr als die Wahl der Lieblingszeitung. Darum ein Appell an alle Eltern: Wenn eure Kinder zu Weihnachten die Zeitung "Die Welt" haben möchten, ignoriert den Wunsch!" Die Welt-Onlineredaktion versuchte diesen Konter locker zu nehmen und antwortete: "Der war gut."

Neben vielen wütenden Beschimpfungen gegen "Die Welt", verweisen andere auf ihre eigene Fan-Biografie, die sehr wohl schon schlechte FCB-Zeiten erlebt habe. 

So wie Michael R.: "Ich bin seit meiner Kindheit FCB-Fan und es hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil und ich bin stolz darauf!" Oder Arndt G.: "Liebe WELT, ich bin 1976 Bayern-Fan geworden, da stand mein ruhmreicher Verein teilweise auf den Abstiegsrängen. Ich habe also alles genau so gemacht, wie Ihr es empfiehlt. Ein Trikot habe ich nie geschenkt bekommen, das habe ich mir, als ich größer wurde, selbst gekauft. Und ich musste 4 Jahre auf meine erste Meisterschaft warten."

Lob bekommt Lars Wallrodt auf Twitter dagegen von einem Kollegen. Der Chefredakteur von transfermarkt.de, Tobias Holtkamp, huldigt ihm:

Ihre Meinung ist gefragt

Was sagen Sie zu der provokanten These von Lars Wallrodt? Würden Sie Ihren Kindern ein Trikot vom FCB schenken - oder haben Sie Fanartikel vielleicht schon längst für Heiligabend besorgt? Machen Sie mit bei unserem Voting und diskutieren Sie unten mit.

Für Smartphone-Nutzer: Hier geht's zum Voting!

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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