Tabellenletzter stemmt sich gegen den Abstieg

Letzte Chance für den SV Wacker Burghausen

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Wann kann der SV Wacker wieder jubeln? Der Klub kämpf nicht nur um den Klassenerhalt, sondern auch gegen eine eklatante Torflaute. Treffer - wie hier im Bild von Stephan Thee bejubelt - sind beim SV Wacker zurzeit Mangelware.
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Burghausen - Ist der (sportliche) Abstieg schon am Samstag besiegelt? Im Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken geht es für Tabellenschlusslicht SV Wacker um alles oder nichts.

Der SV Wacker Burghausen steht mit dem Rücken zur Wand. Eigentlich nichts Neues für die Mannschaft in dieser Saison, schließlich stand das Team durchweg auf dem letzten oder vorletzten Tabellenplatz. Nun drohen dem SV Wacker jedoch die Spiele auszugehen. Neun Punkte sind maximal noch zu holen und der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt satte acht Zähler.

Abstieg vielleicht sogar schon heute besiegelt?

Ein Sieg beim 1. FC Saarbrücken am morgigen Samstag (Anpfiff 14 Uhr) ist ein absolutes Muss, zugleich muss der SV Elversberg (derzeit auf Rang 17) bei Jahn Regensburg patzen. Doch während die Domstädter gegen Elversberg nicht mehr auf Punkte angewiesen sind, geht es für den Tabellenvorletzten aus Saarbrücken genau wie für Wacker um alles oder nichts. Wie bereits berichtet, haben die Spieler selbst spätestens seit der Heimniederlage gegen Hansa Rostock vergangenen Samstag kaum noch Hoffnung, dass die Klasse gehalten wird. "Es bringt jetzt nichts, wenn ich mich hinstelle und sage, wir packen es noch", sagte etwa Keeper Stephan Loboué.

Doch die Salzachstädter müssen bereits heute um den Klassenerhalt zittern. Um 19 Uhr hat die SpVgg Unterhaching (aktuell auf Rang 18) ein Heimspiel gegen den VfL Osnabrück. Gewinnen die Unterhachinger, haben sie 40 Punkte und sind damit für den SV Wacker (aktuell 30 Punkte) unerreichbar. Der Abstieg wäre damit besiegelt.

84 Prozent der User rechnen mit Abstieg

Die innsalzach24-User haben den Klassenerhalt offenbar bereits abgehakt. In einem Voting waren knapp 84 Prozent der User der Meinung, der SV Wacker könne den Abstieg sicher nicht mehr verhindern. Der Pessimismus hat in dem vor einigen Tagen gestarteten Voting also noch zugenommen. Am Mittwoch glaubten immerhin noch rund 25 Prozent der User, dass der Abstieg vermieden werden kann.

Der sportliche Abstieg ist eventuell aber nicht das Ende der Drittliga-Zugehörigkeit des SV Wacker. Helfen könnte dem Klub genau das, was ihm vor knapp einem Jahr beinahe zum Verhängnis geworden wäre: die Lizensierung. Seitens des DFB gibt es heuer gleich für mehrere Klubs teils hohe Auflagen.

Lizenz: Zuversicht in Duisburg, Osnabrück und Halle

Die Konkurrenz gibt sich jedoch zuversichtlich, die Auflagen erfüllen zu können. Michael Schädlich, Vereinspräsident des Halleschen FC, sagte der dpa: "Wir sind hoffnungsfroh und einigermaßen entspannt, dass wir das Geld bis zum Stichtag 27. Mai zusammen haben." Benötigt werden 400.000 Euro. Die Flut im vergangenen Jahr hatte das Nachwuchsleistungszentrum beschädigt, nun sind zwingend Reparaturarbeiten erforderlich. (Relative) Zuversicht herrscht auch beim VfL Osnabrück. "Die Voraussetzungen, die Lizenz zu erhalten, waren letzte Saison deutlich schlechter", zitiert die Neue Osnabrücker Zeitung VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend.

Beim MSV Duisburg, der eine siebenstellige Finanzlücke schließen muss, gab sich Geschäftsführer Bernd Maas im Kicker "optimistisch", die Auflagen erfüllen zu können. Für ein wenig Entspannung sorgte beim MSV zuletzt ein Schuldenschnitt, bei dem die mehr als 100 Gläubiger des Klubs auf durchschnittlich 80 Prozent ihrer Forderungen verzichtet haben. Was bleibt, ist ein Schuldenstand in Millionenhöhe - allerdings "in überschaubaren Maßen für einen Drittligisten", wie Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Marbach gegenüber rp-online.de kommentierte - und eine Finanzlücke im Etat der kommenden Saison, die es zu schließen gilt.

Für den SV Wacker könnte es sich also so oder so lohnen, am Samstag beim 1. FC Saarbrücken zu gewinnen. Sollten Klubs wegen einer fehlenden Lizenz die dritte Liga verlassen müssen, kann es nicht schaden, nicht der letzte mögliche Nachrücker zu sein.

Quelle: rosenheim24.de

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