Ersatzgeschwächter VfL verpasst Sieg

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Mitch Cossu hatte ersten Einsatz im VfL Trikot

Waldkraiburg - In einer schwachen Partie ist der VfL Waldkraiburg gegen Bad Aibling nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Das Trainergespann wirkt ratlos.

Die knapp 150 Zuschauer sahen bei Nieselregen Abstiegsk(r)ampf pur. Passend zum trüben Wetter waren die Leistungen beider Mannschaften. Man merkte beiden Teams an, dass sie mit dem Rücken zur Wand standen und nicht verlieren wollten. Es kam kaum Spielfluss auf, immer wieder wurde nur mit langen Bällen agiert und es gab kaum Torchancen.

Nach einer Standpauke von Spielertrainer Markus Gibis in der Halbzeitpause besserte sich zwar das Spiel des VfL und es wurden einige gute Möglichkeiten herausgespielt, diese blieben aber allesamt ungenutzt. So blieb es letztendlich beim etwas glücklichen 0:0 für die Kleeblätter aus Bad Aibling, die sich über den Punktgewinn mehr freuten.

Der VfL musste aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Routinier Raimi Stuiber die Abwehr wieder umstellen. Lediglich zwei junge Spieler saßen noch auf der Bank, also kaum Alternativen für das Waldkraiburger Trainer Duo Gibis/Dungel. Die Gäste aus Bad Aibling hatten so ihre Probleme, denn sie mussten sehr früh wechseln, da sich Kapitän Paul Krabichler ohne Fremdeinwirkung verletzte (7.).

Beim ersten Angriff des TuS kam es zu einem Zweikampf im VfL-Strafraum. Der Angreifer ging zu Boden, doch die gute Schiedsrichterin Andrea Knauer sah die Aktion vom jungen Martin Traunsberger nicht als elfmeterwürdig an. Nach knapp einer Viertelstunde tauchte der VfL erstmals gefährlich vor dem Tor der Aiblinger auf. Ein langer Ball aus der Abwehr heraus wurde von Burhan Karababa verlängert, doch bevor Markus Gibis in aussichtsreicher Position zum Schuss kam, wurde der Ball zur Ecke geklärt. Genauso, wie nach knapp einer halben Stunde, als Liviu Pantea über Rechtsaußen in den Strafraum eindrang und abzog. Doch Torhüter Simon Hafner lenkte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch um den Pfosten. Das wars aber auch schon in Halbzeit eins.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte das Waldkraiburger Trainergespann mit Matti Szczuka einen weiteren Stürmer, der gleich das 1:0 auf dem Fuß hatte. Ein weiter Ball auf Pantea, der im Sechzehner hätte schießen können. Doch er sah den freistehenden Szczuka und passte quer zurück. Der junge Stürmer jedoch traf, zum Entsetzen und Erstaunen der VfL-Fans, das leere Tor nicht.

Nach einer guten Stunde dann die einzige nennenswerte Torchance der Gäste im ganzen Spiel: Ein kluger Pass aus dem Mittelfeld heraus und der eingewechselte Daniel Hopf tauchte frei vor dem, am heutigen Nachmittag fast arbeitslosen VfL-Goali Barne Auer auf. Doch bevor er eingreifen konnte, grätschte der von hinten heranlaufende Hannes Helldobler den Ball ins Toraus.

Aufgrund vieler Nicklichkeiten kam kaum noch Spielfluss auf und die Schiedsrichterin zog allein in der letzten halben Stunde sechs Mal Gelb.  Der VfL hatte noch, innerhalb weniger Minuten, zwei gute Möglichkeiten zur Führung, doch beide blieben ungenutzt. Nach einem Freistoß von Kapitän Benny Hadzic aus der eigenen Hälfte heraus konnte Liviu Pantea den Gästetorhüter nicht überwinden (67.) und nach einer schönen Pantea Flanke ging der Seitfallzieher von Szczuka nur knapp drüber (69.). Am Ende blieb es beim 0:0, mit dem die Gäste zufriedener waren. Durch den nicht eingefahrenen Dreier verpassten es die Waldkraiburger den Relegationsplatz zu verlassen, somit wird der Druck auf die Gibis-Truppe von Spiel zu Spiel grösser.

Co-Trainer Dani Dungel war nach dem Spiel gar nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Ich verstehe es nicht, im Training üben wir ständig das Kurzpassspiel und im Spiel haut jeder nur die Bälle lang raus. Wahrscheinlich ist der Druck auf die junge Truppe zu groß und die Spieler tun sich schwer damit umzugehen. Daran müssen wir hart arbeiten, sonst wird es ganz eng.“

Die Spielstatistik

Aufstellungen:

VfL:1 Auer, 2 Swoboda, 3 Helldobler, 4 Traunsberger, 5 Hadzic (C), 6 Tuculea (ab 46. 12 Szczuka), 7 Pantea, 8 Gibis, 9 Karababa (ab 51. 13 Cossu), 10 Popa, 11 Keri

TuS:1 Hafner, 2 Holzfurtner (ab 36. 3 Nordmann), 4 Helldobler, 5 Palm, 6 Krabichler (C) (ab 7. 13 Wengert), 7 Gonsalves, 8 Zoss, 9 Sikorska (ab 60. 14 Hopf D.), 10 Hopf F., 11 Raffeiner, 15 Akdogan

Tore: keine

Schiedsrichter: SR Andrea Knauer (Oberding), A1: Jakob Huber, A2: Martin Bauer

Zuschauer: 150

Quelle: rosenheim24.de

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