Der Top-Triathlon: Hier machten alle mit!

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Feldkirchen - Beim 20. Feldkirchner Triathlon mussten die Teilnehmer laufen, schwimmen und radeln. Auch ein Geistlicher gab Vollgas. Die Sieger kamen vom TSV Bad Endorf.

Die 20. Auflage des Feldkirchner Triathlons wurde ihrem Jubiläum in allen Belangen gerecht: Sowohl grandioses sportliches Niveau, glänzender organisatorischer Ablauf, Begeisterung bei den Hunderten von Zuschauern und optimale äußere Bedingungen rundeten das traditionellen Triathlonereignis wieder zum imposanten Gesamtbild ab.

Ohne jegliche Zwischenfälle kamen alle 216 gestarteten Teilnehmer beim Zieleinlauf - direkt an der Rampe beim Bierzelt in der Necheiau - an. Besonders den Debütanten war Erleichterung und Freude gleichermaßen über ihre erbrachte persönliche Leistung anzusehen. Die neuen Champions kamen vom TSV Bad Endorf: Es waren dies Robert Wimmer in der Tagesbestzeit von 36.13,24 Minuten und Laura Hastreiter in 43.14,05 Minuten.

Der Triathlon umfasste 230 Meter Schwimmen im Schiffmoninger Brötzner-Baggersee, 14 km Radfahren und 3,4 Kilometer Laufen. Ein spannendes Duell bahnte sich schon im Wasser an: Vorjahressieger Julian Erhardt kraulte 3.16,30 Minuten, eng verfolgt von Robert Wimmer. Dahinter folgte der unverwüstliche Helmut Mraz vom SC Anger. Beim Radrennen hatten sich die beiden Führenden bereits einen größeren Vorsprung vor dem übrigen Feld erkämpft.

Robert Wimmer konnte sich im Schlussdrittel der Raddistanz leicht absetzen und zeigte sich auch im Lauf überlegen. Der um einige Jahre ältere Mraz, jedoch nach wie vor ein Modellathlet, verteidigte seinen dritten Podestrang und schaffte die Anforderungen in der Zeit von 39.16,64 Minuten. Sein Bilanz nach 15-maliger Teilnahme: 5 x Zweiter, 5 x Dritter.

Der 20. Feldkirchner Triathlon

Die drei erstplatzierten Damen mischten im Vorderfeld der zahlenmäßig überlegenen Herren mit. Laura Hastreiter als Siegerin komplettierte den Bad Endorfer TSV-Erfolg. Großartig schlug sich Barbara Abler vom SC Ainring, die nur unwesentlich dahinter Gesamtzweite wurde. Mit Marion Traub kam eine Teilnehmerin vom SCW München Triathlon, die sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Ränge auf den dritten „Trepperlplatz“ verbesserte. Die erste Belohnung für die jeweils Besten von 1 bis 3 war die Überreichung schöner Blumensträuße, alle Sportlerinnen und Sportler erhielten im verlängerten Zielauslauf ein verziertes Lebkuchenherz.

Dass der Feldkirchner Triathlon auch ein beliebter generationsübergreifender Familiensport ist, verdeutlichten mehrere Papas und Muttis mit ihren Kindern, so unter anderem erstmals Sofia (12), Jonas (13) Hager mit ihren Vätern Markus und Stefan, die gemeinsam über die Zielrampe liefen. Glänzend schlugen sich die Oldies der über 60-Jährigen mit hervorragenden Zeiten – beispielsweise vom TuS Mitterfelden Helmut Moosleitner (48.11,11), von den Berg- und Sportfreunden Feldkirchen traditionell Michael Gomse (48.46,02) oder „Methusalem“ Gerhard Schlierer, Jahrgang 1938, der wiederum extra aus Stuttgart angereist war und immerhin noch unter einer Stunde die Distanzen bewältigte.

Der Feldkirchner Triathlon verzeichnete auch heuer wieder mit Pfarrer Wernher Bien einen sehr sportlichen Geistlichen. Seine Eltern waren zu Besuch da, zumal er tags drauf seinen 41. Geburtstag feierte.

Deutschlands talentierter Nachwuchs-Motorradsportler Philipp Öttl aus Perach gehört dem SC Ainring an. Momentan hat er Grand-Prix- Rennpause und testete seine Fitness abseits der internationalen WM-Strecken. In beachtlichen 48.28,20 unterstrich er eindrucksvoll seine Kondition und sportliche Vielseitigkeit.

Ermittelt wurden in einer internen Wertung die Feldkirchner Dorfmeister. Es waren dies heuer mit dem 14jährigen Adrian Moosleitner vom SC Ainring ein hoffnungsvolles Talent. Vorjahressieger Niklas Hirmke war nicht am Start. Ebenfalls in Abwesenheit von Vorjahressiegerin Geli Burgstaller avancierte Beatrice Hirmke zur Dorfsiegerin. In der zweitältesten Jahrgangsklasse als Siegerin wollte sich Elisabeth Kern trotz Handicap und Bandage am Fuß speziell nochmals an dieser Jubiläumsveranstaltung beteiligen, bei der sie schon von Beginn an aktiv dabei war. Für die herzliche anerkennende Umarmung ihres Mannes Gerhard, Hauptorganisator des Events, gab`s vom Publikum besonderen Beifall. Gerhard Kern hatte übrigens heuer die Ansage von der Hochbühne Hans Winkler überlassen um beim Zielauslauf die Ankommenden persönlich abzuklatschen.

Eine Sonderwertung gab`s zudem in der Big-Man-Klasse für Teilnehmer, die beim öffentlichen Wiegen mehr als 100 Kilogramm auf die Waage brachten. Gewinner der „Schergewichtigen“ war Benedikt Ager, SG Katek Grassau.

Trotz allem Engagement der Sportlerinnen und Sportler war vor allem beim Radfahren zwischen Bach und Thundorf Disziplin gefordert – wegen des Gegenverkehrs, es bestand dort bergauf und bergab Überholverbot. Wer sich nicht an die Vorschriften halten würde, sah sich angekündigt, dass eine zweiminütige Zeitstrafe in Kauf genommen werden müsste. Dank der Disziplin musste diese Strafe bei keinem der Beteiligten angewandt werden.

Die von der Leobendorf-Bigband musikalisch begleitete Siegerehrung wurde von Gerhard Kern geleitet. Ein Grußwort entbot Bürgermeister Hans Eschlberger, der die hervorragenden sportlichen Leistungen würdigte. Gemeinsam mit Gerhard Kern und Hans Winkler wurde die Übergabe der Trophäen für die Platzierten und im Rahmenprogramm die Verleihung der zahlreichen Sachpreise der Startnummern-Verlosung vorgenommen. Hauptpreis war ein 1.000 Euro teures Rennrad, gestiftet von einem Fahrradgeschäft aus Hammerau. Dominik Huber, 13. Platzierter der TM 30, war der glückliche Gewinner.

Dank galt allen Gönnern, den rund 80 Helfern aus den Reihen der örtlichen Vereine – vorwiegend der Berg- und Sportfreunde, dem offiziellen Veranstalter. Hervorgehoben wurden die Einsatzkräfte des BRK Ainring, die Wasserwacht Freilassing-Ainring für die Bootsbegleitung der Schwimmer im Baggersee und die Feuerwehr Ainring für Mithilfe der Streckenüberwachung. Ein besonderes Lob galt der Zeitnahme-Crew mit Michael Rehrl und Alexander Fellner. Dank moderner Computerauswertung konnte jeder Teilnehmer seine jeweilige Schwimm-, Rad- und Laufzeit ersehen. Ein herzliches Vergelt`s Gott ging an die Kuchenspender für das Zielbuffet, an dem sich außerdem die Sportler mit 60 Kilo Wassermelonen und 18 Kilo Bananen sowie ausreichend mit ISO-Getränken, gespendet von einer Apotheke aus Mitterfelden stärken konnten.

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Quelle: rosenheim24.de

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