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In Whistler übers Ziel hinausgeschossen

Deutsches Team mit Licht und Schatten - Glück im Unglück für Bob-Pilot Hafer

Blieb bei einem erheblichen Malheur zum Glück unverletzt: Bob-Pilot Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach, der mit seinem Vierer „übers Ziel hinausschoss“.
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Blieb bei einem erheblichen Malheur zum Glück unverletzt: Bob-Pilot Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach, der mit seinem Vierer „übers Ziel hinausschoss“.

Etwas durchwachsen verlief der Start für die heimischen Wintersportler im Eiskanal von Whistler in Kanada. Während es im Bob und Skeleton einige Spitzenränge und ein paar Ergebnisse hinter den Podestplätzen gab, hatte Bob-Pilot Christoph Hafer einen heftigen Unfall.

Whistler – Mit gemischten Gefühlen verließen die heimischen Skeleton- und Bob-Pilotinnen und -Piloten die erste Weltcup-Stadion in Whistler. Im schnellsten Eiskanal der Welt im Westen Kanadas unterliefen den Teams des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) mit Sitz in Berchtesgaden vor allem bei den Bob-Herren Dinge, die es in dieser Form noch nicht gegeben hatte.

Mit rund 100 km/h übers Ziel hinausgeschossen

Allen voran im Vierer-Team von Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach) : Der 30-Jährige steuerte seinen Schlitten mit seinen drei Anschiebern Michael Salzer, Matthias Sommer und Tobias Schneider nach einem guten ersten Lauf auf Zwischenrang fünf ins Ziel. Doch im Auslauf blieb der Bob nicht wie üblich stehen. Die Bremse des gelben BSD-Schlittens funktionierte nicht, er erreichte bei immerhin noch rund 100 km/h das Ende der Eisbahn, schoss über einige Holzplanken, am Ende auf Beton und sogar über die Abschlusskante des Kanals – inklusive hartem Aufprall auf dem Asphalt und ein Absperrgitter dahinter – hinaus. Dabei wurde die Front des Hightech-Sportgeräts derart beschädigt, dass eine Fortsetzung des Rennens für Hafer & Co. nicht mehr infrage kam.

Zu diesem Malheur erklärte Chef-Bundestrainer René Spies im Anschluss: „In Whistler passiert immer etwas Neues, jeden Tag. Es war ein mechanisches Problem, der Bob hatte keine Bremswirkung. Wir kontrollieren die Schlitten vor jedem Rennen, darüber werden Protokolle angefertigt, die Bremse war in Ordnung. Danach wurde seitens des Teams ein Blech abgeschraubt, um die Aerodynamik zu verbessern. Dabei lösten sie eine Schraube, die sich nicht hätten lösen dürfen. Ein Fehler, über den sich das Team selbst am meisten ärgert, und der in dieser Form nicht mehr auftauchen wird. Wichtig ist, dass nichts Schlimmes passiert ist und es den Jungs gut geht.“

Im Zweier auf dem fünften Rang

Der Schönauer Johannes Lochner hatte das ganze Wochenende über Probleme an der Brust-Wirbelsäule, kämpfte sich aber durch. Auf dieser Strecke bislang ohne Podestplatz, konnte der 32-Jährige diesmal den Bronzerang erkämpfen. Mit seinem neuen Anschieber im kleinen Schlitten, Erec Bruckert aus Thüringen, musste sich Hansi Lochner nur Dauer-Sieger Francesco Friedrich (mit Alexander Schüller vom SV Halle) und den Briten Brad Hall/Taylor Lawrence geschlagen geben. Christoph Hafer und Matthias Sommer rundeten das kompakt gute BSD-Resultat mit Rang fünf ab. Im Vierer klappte es nicht so gut: Beim erneuten Sieg von Francesco Friedrich blieb für Lochner, der den Töginger Florian Bauer, Georg Fleischhauer (SC Potsdam) und Christian Rasp vom WSV Königssee im Bob dabei hatte, nur Rang sechs.

Weltcup-Sieg für Pittenharterin

Die in den internen BSD-Qualifikationen im Skeleton mit vier Siegen souveräne Tina Hermann (WSV Königssee) belegte zum Auftakt ihrer neunten Weltcup-Saison Platz sechs. Den Sieg holte sich Olympiasiegerin Hannah Neise aus Winterberg, die mittlerweile in Pittenhart lebt, vor Hallie Clarke (USA) und Brogan Crowley (Großbritannien). Debütantin Susanne Kreher wurde Zehnte.

Tina Hermanns Vereinskollege Felix Keisinger steigerte sich bei seinem Comeback nach einer Saison ohne Weltcuprennen im zweiten Lauf auf Rang sieben. Nach Durchgang eins war der 24-jährige Berchtesgadener lediglich Zehnter gewesen. Olympiasieger Christopher Grotheer wurde beim Erfolg des Briten Marcus Wyatt Fünfter, Axel Jungk Vierter.

Schon am Donnerstag geht‘s mit der zweiten Bob- und Skeleton-Weltcup-Station in Park City (USA) weiter. Die Rennrodler starten derweil dann in Innsbruck in ihre Saison.

bih

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